Der 32-jährige Tobias W. aus Dorfchemnitz und seine Frau hoffen auf einen Stammzellenspender.
Der 32-jährige Tobias W. aus Dorfchemnitz und seine Frau hoffen auf einen Stammzellenspender. Bild: Janin W.
Freiberg
Typisierungsaktion für an Leukämie erkrankten Familienvater im Erzgebirge: „Bitte helft mir, meine Kinder aufwachsen zu sehen“

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Seine Frau ist mit dem dritten Kind schwanger, die Familie baut gerade ein Haus. Dann die Diagnose: Blutkrebs. Jetzt suchen Freunde einen Stammzellenspender für Tobias W. aus Dorfchemnitz.

Dorfchemnitz.

Tobias W. ist ein Sportler. Mountainbiking, Skifahren, Wandern ... Außerdem steckt er gerade viel Energie in ein eigenes Haus für sich und seine Familie. Auch im Jugendclub von Dorfchemnitz in Mittelsachsen ist der 32-Jährige als Unterstützer dabei, etwa bei der Organisation des Dorffests. „Die ganze Familie ist im Dorf sehr engagiert“, sagt Thomas Schurig, Bürgermeister von Dorfchemnitz.

Die junge Familie hat zwei Söhne, 1 und 5 Jahre alt. Zu Jahresanfang dann ein positiver Schwangerschaftstest - das dritte Kind ist unterwegs. Doch nur eine Woche später erhielt Tobias W. die niederschmetternde Diagnose: Leukämie.

In der Spenderdatei sind Menschen aus der ganzen Welt registriert

Jetzt bekommt er eine Chemotherapie. Doch um gesund zu werden, braucht er eine Stammzellenspende. Deshalb rufen Familie, Freunde und der Dorfverein zur Registrierung für die gemeinnützige Spenderkartei DKMS auf. Seine Ehefrau Janin bringt es so auf den Punkt: „Jeder von euch könnte derjenige sein, der Tobias und vielen anderen Personen weltweit damit das Leben retten kann.“ Und ihr Mann ergänzt: „Bitte helft mir, meine Kinder aufwachsen zu sehen.“

Bei der DKMS sind weltweit 12 Millionen potenzielle Spenderinnen und Spender registriert. Stammzellen können laut der Organisation in 90 Prozent der Fälle direkt dem Blut entnommen werden, in zehn Prozent der Fälle ist eine Operation notwendig, bei der Stammzellen aus dem Knochenmark im Becken entnommen werden. Voraussetzung ist, dass bestimmte Gewebemerkmale übereinstimmen - je mehr Menschen registriert sind, desto größer die Chance. Bürgermeister Schurig: „Wer sich registrieren lässt, hilft Tobias, aber auch vielen anderen.“ Jeder könne in die Situation kommen: „Da merkt man, dass wir alle voneinander abhängig sind. Auch wenn wir mal unterschiedliche Meinungen haben.“ In diesem Sinn wolle der Dorfverein auch Kaffee und Kuchen anbieten, um den Zusammenhalt im Dorf zu stärken.

Bürgermeister Thomas Schurig unterstützt den Spendenaufruf aus Dorfchemnitz.
Bürgermeister Thomas Schurig unterstützt den Spendenaufruf aus Dorfchemnitz. Bild: Oliver Hach

Gesunde Menschen zwischen 17 und 55 können sich am Sonntag, 30. März, registrieren lassen, und zwar von 13 bis 18 Uhr in der Gaststätte „Am Chemnitzbach“ in der Hauptstraße 70. Ein einfacher Wangenabstrich genügt. Wer keine Zeit hat, kann sich das Registrierungspaket nach Hause bestellen. Auch Geldspenden werden benötigt. (eva)

Mehr Informationen: www.dkms.de/papatobias

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