<p class="artikelinhalt">Spektakulärer Unfall: Nach einer rund 35 Meter langen Flugphase "landete" der Pkw im Kirchendach. </p>

Spektakulärer Unfall: Nach einer rund 35 Meter langen Flugphase "landete" der Pkw im Kirchendach.

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Auto fliegt 35 Meter weit ins Limbach-Oberfrohnaer Stadtkirchendach

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Pfarrer besucht Unfallfahrer auf Intensivstation - Viele Schaulustige am Unfallort

Limbach-Oberfrohna/Chemnitz. Das hat wohl noch keine Kirche der Welt gesehen: Ein Skoda Octavia fuhr in der Nacht zu Montag durch Limbach-Oberfrohna, bekam eine Kurve nicht, raste über eine Böschung und hob ab. Vor den Augen zweier Polizisten flog er rund 35 Meter weit und landete in sieben Meter Höhe im Dach der Stadtkirche.

Johannes Schubert, der Pfarrer der Kirche, bezeichnete es als "Wunder Gottes", dass der 23-jährige Fahrer überlebt hat. Feuerwehrleute konnten den Mann aus Hartmannsdorf schnell bergen. Überhaupt seien Feuerwehr, Rettungswagen und Notarzt schnell zur Stelle gewesen.

Schubert und viele andere Limbacher fanden sich am Montag am Unfallort ein, viele schauten ungläubig auf das Loch im Kirchendach, das unmittelbar über dem sechs Meter hohen Mauerwerk klaffte. An Dach und Fassade der Kirche entstand ein Schaden von 50.000 bis 60.000 Euro.

Der zweite Pfarrer der Stadtkirche, Andreas Vögler, besuchte am Montagnachmittag den schwer verletzten Autofahrer im Krankenhaus. "Der junge Mann liegt auf der Intensivstation, ist aber außer Lebensgefahr und ansprechbar", berichtete Vögler. "Wir hatten ein kurzes, bewegendes Gespräch. Ich hatte den Eindruck, ihm tut leid, was passiert ist." Unklar ist bislang, ob der Fahrer zum Zeitpunkt des Unfalls unter Alkoholeinfluss stand. Das Ergebnis des Bluttests soll in den nächsten Tagen vorliegen.

Die Autolandung im Kirchendach war nur einer von zahlreichen schweren Unfällen, die sich am Wochenende in Südwestsachsen ereigneten. Bei diesen starb ein Mensch, mehrere Personen wurden schwer verletzt, es entstand Sachschaden in sechsstelliger Höhe. Bei einem Unfall zwischen Kirchberg und Obercrinitz kam am Sonntagfrüh ein 20-Jähriger ums Leben, drei weitere Personen wurden schwer verletzt. Ein mit vier Insassen besetzter Daewoo war auf einer Gefällestrecke ins Schleudern geraten und krachte mit dem Heck gegen einen Baum. Ein 20-jähriger Insasse wurde eingeklemmt und starb noch an der Unfallstelle, die drei anderen Insassen im Alter zwischen 19 und 29 Jahren kamen mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Laut Polizei hatte der 19-jährige Fahrer keinen Führerschein und den Wagen seiner Mutter ohne deren Wissen genommen.

Vier Verletzte und Blechschaden in Höhe von 45.000 Euro waren ebenfalls am Sonntagabend bei einem schweren Unfall auf der A4 nahe Chemnitz-Glösa zu konstatieren. Der Fahrer eines VW Passat aus Polen hatte auf seinem Einachs-Anhänger einen BMW geladen, als er beim Überholen eines Lasters plötzlich die Kontrolle über seinen Wagen verlor. Der VW kam ins Schleudern, dabei flog der BMW vom Hänger. Das Zugfahrzeug wurde gegen die Leitplanke katapultiert. Die 20-jährige Fahrerin eines nachfolgenden Smart konnte zwar ausweichen, der Kleinwagen geriet aber dennoch in Schlingern, überschlug sich und landete im Graben. Kurz danach krachte ein VW Touareg nahezu ungebremst in die Unfallstelle. Zwei Insassen des Passat erlitten schwere Verletzungen, die Fahrerin des Smart und der 50-jährige Mann am Steuer des Touareg erlitten leichte Verletzungen. Die Fahrbahn gen Dresden war zweieinhalb Stunden lang voll gesperrt. Es bildete sich ein kilometerlanger Stau.

Vier Verletzte und enormer Sachschaden waren die Bilanz eines Unfalls am Sonntagnachmittag auf der A4 zwischen Berbersdorf und Siebenlehn. Beteiligt waren vier Fahrzeuge, eines der Unfallopfer wurde per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Der Verkehr Richtung Dresden staute sich ebenfalls über Kilometer.

In Plauen war am Wochenende ein 24-Jähriger in Rambo-Manier durch die Stadt gefahren. Der Mann, der keinen Führerschein besitzt, hinterließ eine Spur der Verwüstung. Zunächst überholte er rücksichtslos einen anderen Wagen und demolierte seinen Kleintransporter und das andere Auto beim Wiedereinscheren, dann machte er sich aus dem Staub. Die Fahrt dauerte jedoch nicht sehr lange. Als er die Kontrolle über seinen Wagen verlor, raste er durch einen Gartenzaun und landete in einem Bungalow. Zwar flüchtete der Rowdy nun erneut - diesmal zu Fuß - konnte aber inzwischen ermittelt werden. Schaden seines Wochenend-Manövers: 51.000 Euro.
 

 

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