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Behördenpost schockt trauernden Vater

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Nach Tod eines 14-jährigen Radfahrers: Ämter überfluten Vater Jens Beierlein mit Briefen

Plauen. Heute geht Jens Beierlein den schwersten Weg seines Lebens. Er muss seinen 14-jährigen Sohn begraben. Der Junge wurde vor drei Wochen von einem Auto überfahren - vor den Augen seines Vaters. Jens Beierlein muss jetzt nicht nur mit dem Trauma fertigwerden, sondern auch mit den Behörden.Eine Fußball-Urne ist das Einzige, was er sich...
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Behördenpost schockt trauernden Vater
Behördenpost schockt trauernden Vater -
Plauen. Heute geht Jens Beierlein den schwersten Weg seines Lebens. Er muss seinen 14-jährigen Sohn begraben. Der Junge wurde vor drei Wochen von einem Auto überfahren - vor den Augen seines Vaters. Jens Beierlein muss jetzt nicht nur mit dem Trauma fertigwerden, sondern auch mit den Behörden. Eine Fußball-Urne ist das Einzige, was er sich geleistet hat. Sie sieht aus wie ein rot-weißer Ball. "Marcus war Köln-Fan. Er hat so gerne Fußball gespielt", sagt der arbeitslose Vater. Rot und weiß sind die Hausfarben des 1. FC Köln. Heute wird Marcus auf dem Hauptfriedhof bestattet. 24 Tage sind seit dem Unfall vergangen. Vater und Sohn waren an jenem Dienstagnachmittag mit ihren Fahrrädern unterwegs. Sie radelten viel, fast 2000 Kilometer im Jahr.
Manuela Müller
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Plauen. Wenigstens um seine Wohnung soll sich Jens Beierlein erst mal keine Sorgen machen müssen. "Der arme Mann hat genug andere Sorgen", sagt Oliver Bittmann. Er will einen Teil der Miete des vom Schicksal bestraften Mannes übernehmen. Beierlein, ein alleinerziehender Vater, musste zusehen, wie sein Sohn im August bei einer Radtour vom Auto überfahren wurde. Der arbeitslose Fleischer bekam unmittelbar nach dem Tod das Hartz-Geld für sein Kind gekürzt. In einem halben Jahr wird man auch das Mietgeld kappen. Dann bekommt Jens Beierlein nur noch, was einem Ein-Personen-Haushalt zusteht. Um sich nicht zu verschulden, müsste er ausziehen.
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