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Krieg in der Ukraine: Fünf Fakten zu Fluchtbewegungen

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Ein Jahr nach der russischen Invasion der gesamten Ukraine haben mehr als acht Millionen ukrainische Männer, Frauen und Kinder das Land verlassen und halten sich in anderen Ländern Europas auf. Die Zahl der Flüchtigen im ukrainischen Inland schätzt die UN auf mehr als fünf Millionen Menschen.

1. Von den westlichen Ländern haben Polen und Deutschland die meisten Geflüchteten aufgenommen, gefolgt von der Tschechischen Republik. In Polen sind es 1,56 Millionen, in Deutschland mehr als eine Million, in Tschechien knapp eine halbe Million Menschen.

2. Unter den Erwachsenen, die nach Deutschland geflüchtet sind, liegt der Frauenanteil bei mehr als zwei Drittel, so das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Auf Kinder und Jugendliche entfällt ein Anteil von gut 35 Prozent. Wie viele Geflüchtete bereits weiter- oder zurückgereist sind, lässt sich nicht ermitteln, da es im Schengen-Raum keine regulären Grenzkontrollen gibt.



3. Der Status der Ukrainer in Russland ist zwiespältig. Besonders aus dem Osten der Ukraine kam es seit 2014 zu einer Migration in Richtung Russland, teilweise gefördert durch die russische Regierung. Es gibt aber auch Berichte über Diskriminierung und Deportationen.

4. Zieht man die Bevölkerung der Aufnahmeländer mit in Betracht, verändert sich das Bild. Pro 10.000 Einwohner leben in Montenegro 561 Kriegsgeflüchtete aus der Ukraine, in Estland 555, in Tschechien 458 und in Polen 410. 



5. Auch innerhalb der Ukraine sind viele Menschen auf der Flucht. Etwa ein Drittel der Bevölkerung musste ihre Wohnungen verlassen, so der UN-Flüchtlingsrat. Offiziell liegt die Anzahl der registrierten Binnenflüchtlinge (IDPs, internal displaced persons) in den Bezirken Charkiwska (457.000), Dniepropetrovska (367.000) und Kyivska (562.000 einschließlich der Stadt Kiew) am höchsten. 



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