Meteorologen erwarten heftige Gewitter mit Starkregen und Hagel

Der Deutsche Wetterdienst sieht am Wochenende großes Unwetterpotenzial herannahen. Wo genau es besonders schlimm wird, können die Meteorologen aber nur kurzfristig vorhersagen.

Offenbach. Hagel und unwetterartiger Regen: In den kommenden Tagen blitzt und donnert es heftig über Deutschland. Teilweise können bis zu 50 Liter pro Quadratmeter fallen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag prognostizierte. Ab Samstagnachmittag sei das Unwetterpotenzial besonders hoch. Der DWD werde auch erst dann - wenige Stunden zuvor - erkennen können, wo die Gewitter lokal am schlimmsten ausfallen und entsprechende Warnungen herausgeben, sagte DWD-Sprecher Andreas Friedrich. "Jeder, der sich draußen aufhält oder eine Grillparty plant, sollte die Warnlage verfolgen." Diese könne sich innerhalb von ein bis zwei Stunden dramatisch ändern.

Problematisch sei, dass über Deutschland ein flaches Tiefdruckgebiet liege und gleichzeitig kaum Wind wehe, so dass die Gewitter lokal auch länger andauern könnten, sagte Friedrich. So könnten "enorme Regenmengen" zusammenkommen. Auch Sturmböen und Hagel könnten dazu kommen. Für Tornados herrsche jedoch keine spezielle Wetterlage. Die Tiefdruckrinne, die sich quer über Deutschland bilde, könne sich auch noch verschieben, erklärte DWD-Meteorologe Jens Bonewitz. Die Vorhersageunsicherheit sei deshalb relativ hoch.

Ab Samstagmittag prognostiziert der DWD die höchste Unwettergefahr für einen breiten Streifen "von Niedersachsen/südliches Schleswig-Holstein nach Osten und Südosten über Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen, Nordhessen bis nach Nordbayern". Sogar mehr als 50 Liter pro Quadratmeter seien möglich. "Zudem sind lokal größere Hagelansammlungen und örtlich schwere Sturmböen zu erwarten", erklärte der Wetterdienst.

Nicht besser sieht es für Sonntag aus: Die Tiefdruckrinne mit einem ähnlichen Unwetterpotenzial wie am Tag zuvor verschiebe sich voraussichtlich eher wieder etwas nach Südwesten, "also in etwa in einem breiten Streifen von Niedersachsen über Nordhessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, südliches Brandenburg und Sachsen bis nach Bayern", erklärte der DWD. Es könne aber noch zu Verschiebungen kommen.

Die neue Woche beginnt mit geringerer Gewitterneigung, erklärte der DWD. Im Südwesten muss allerdings am Montag noch mit örtlichen Unwettern gerechnet werden. Über viel Sonne können sich der Norden und Nordosten Deutschlands freuen. Die Temperaturen liegen zwischen 21 und 27 Grad. (dpa)

 

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