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Sportjournalist spottet über EM-Wetter in Deutschland und schwurbelt von deutscher Kampagne gegen Katar

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Es ist noch gar nicht so lange her, da musste sich die Deutschen Spott aus Katar gefallen lassen: bei der Fußball-WM Ende 2022. Nun wird wieder aus dem arabischen Land gespöttelt. Doch im Netz gibt’s Gegenwind.

Dortmund/Doha.

Erinnern Sie sich noch an die „Mund zuhalten“-Geste der Deutschen bei der Fußball-Weltmeisterschaft vor etwas mehr als eineinhalb Jahren in Katar? Die Kicker wollten damit gegen das Verbot der „One Love“-Armbinde protestieren. Was die einen als mutiges Zeichen feierten, wurde von anderen verspottet – etwa im katarischen Fernsehen. In einem oft geteilten Clip verabschiedeten Moderator und Gäste dort die früh ausgeschiedenen Deutschen: winkend und mit Hand vorm Mund.

Journalist spottet über Regengüsse in Dortmund

Zeitsprung in den Juni 2024. Wieder läuft ein internationales Fußball-Turnier (diesmal die EM). Wieder gibt es Spott aus Katar. Anlass diesmal: das Wetter.

Genauer gesagt: Das Wetter am Dienstag bei der Partie Türkei gegen Georgien in Dortmund. Der Dauerregen sorgte dort nicht nur auf dem wasserdurchtränkten Rasen für Action, auch abseits gab es einiges zu sehen. Etwa regelrechte Sturzbäche, die vom Stadiondach in den Publikumsbereich donnerten.

Solch eine Szene postete ein Sportjournalist aus Katar auf X (ehemals Twitter), fragte die Deutschen süffisant: „Erinnert Ihr Euch an die Weltmeisterschaft in Katar?“

Wir erinnern uns: Die WM musste im Winter stattfinden, damit die Spieler und Zuschauer nicht umkippen. Im Sommer steigt das Quecksilber dort auch mal auf bis 50 Grad. Im Schatten. Regen gibt es kaum.

Entsprechend antwortete ein deutscher User dem Journalisten: „Ihr habt nicht mal Regen.“ Ein anderer frotzelte: „Ich weiß, das ist für jemanden aus Katar ein merkwürdiges Konzept, aber das nennt man Regen. Das ist, wenn Wasser von oben kommt.“ Ein weiterer witzelte: „Das ist eine Kärcher-Werbung, komm damit klar.“

Gallig formuliert einer: „In Deutschland fällt Wasser von den Dächern, während in Katar unterbezahlte Arbeiter von den Dächern fallen!“

Kampagne Deutschlands gegen Katar?

Am Mittwochabend meldete sich der Journalist in einem weiteren Posting zu Wort. Klar wurde beim Lesen seines Posts schnell: Den WM-Auftritt der Deutschen damals nimmt er ihnen offenbar immer noch übel.

Er schreibt von einer „systematischen Kampagne Deutschlands gegen Katar“, etwa weil man in dem arabischen Land keine Werbung für Homosexuelle erlaube oder Alkohol verboten sei. Die „One Love“-Armbinde (er bezeichnet diese als „Schwulenabzeichen“) sowie die „Mund zuhalten“-Geste kreidet er den Gästen aus der Bundesrepublik ebenfalls an.

User an Journalisten: „Hör auf zu kläffen“

„Du hast Deine Weltmeisterschaft bekommen, die jeder gehasst hat, jetzt verschwinde“, ließ ihn ein User darauf hin wissen. Ein anderer forderte von dem Journalisten: „Hör auf zu kläffen.“ Katar habe „null mit Fußball am Hut“, befand ein weiterer Nutzer, notierte: „Es wurden Arbeiter zu Tode versklavt und auf jeden Menschen geschissen.“

Klar dürfte sein: Die Wogen nach der Katar-WM sind auch eineinhalb Jahre später nicht geglättet. (phy)

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