Die Tat hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst. (Archivbild)
Die Tat hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst. (Archivbild) Bild: Patrick von Frankenberg/dpa
Panorama
Zugbegleiter bei Kontrolle tödlich verletzt - Mordanklage

Freie Presse auf Google News folgen

Der tödliche Angriff auf einen Zugbegleiter Anfang Februar hat bundesweit Entsetzten ausgelöst. Was die Anklage dem Beschuldigten vorwirft.

Zweibrücken.

Knapp vier Monate nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter in der Westpfalz hat die Staatsanwaltschaft einen 26-Jährigen wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen angeklagt. Ihm werde vorgeworfen, den Mann am 2. Februar in einem Regionalexpress angegriffen und tödlich verletzt zu haben, teilte die Anklagebehörde in Zweibrücken mit.

Kurz nach Verlassen des Bahnhofs Landstuhl sei der Beschuldigte von dem Zugbegleiter aufgefordert worden, seine Fahrkarte zu zeigen. Der Mann habe erklärt, kein Ticket zu haben. Der Aufforderung, sich auszuweisen, kam er demnach nicht nach - woraufhin der 36 Jahre alte Zugbegleiter ihn aufgefordert habe, den Zug zu verlassen. Auch dem kam der Mann nicht nach.

Der mutmaßliche Täter wird wegen Mordes angeklagt. (Archivbild)
Der mutmaßliche Täter wird wegen Mordes angeklagt. (Archivbild) Bild: Patrick von Frankenberg/dpa

Der 26-Jährige habe dem Zugbegleiter kräftige Faustschläge gegen den Kopf und die Schläfen versetzt, "wobei er den Todeseintritt zumindest billigend in Kauf nahm". Das Opfer sei bewusstlos zu Boden gegangen. Der Zugbegleiter starb am 4. Februar an einer Hirnblutung.

"Nach den durchgeführten Ermittlungen handelte der Angeschuldigte aus Verärgerung über eine alltägliche Ticketkontrolle", teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Grieche habe das "objektive Tatgeschehen" eingeräumt, aber einen Tötungsvorsatz bestritten und sich teilweise auf Erinnerungslücken berufen. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
Das könnte Sie auch interessieren
29.05.2026
2 min.
Tödlicher Badeunfall am Stausee Rabenstein: Großaufgebot an Einsatzkräften suchte zwei Stunden lang nach dem Opfer
Tödlicher Badeunfall am Stausee Rabenstein: Großaufgebot an Einsatzkräften suchte zwei Stunden lang nach dem Opfer - Bei einem Badeunfall am Stausee Rabenstein ist am Donnerstagabend ein Mann ertrunken.
Mit mehreren Booten, Drohnen und Spezialtauchern wurde am Donnerstagabend ein Mann gesucht, der 25 Meter vom Ufer entfernt untergegangen war. Er konnte nur noch tot geborgen werden. Mittlerweile steht seine Identität fest.
Benjamin Lummer
20.05.2026
4 min.
Getöteter Gerichtsvollzieher - grausame Details enthüllt
Getöteter Gerichtsvollzieher - grausame Details enthüllt - Zum Prozessauftakt wurde die Anklage verlesen.
Bei einer Zwangsräumung wird ein Gerichtsvollzieher erstochen. Beim Prozessauftakt gegen den mutmaßlichen Täter entsetzt viele die Tat erneut.
Birgit Reichert, dpa
05.05.2026
3 min.
Nach Tod von Zugbegleiter - Plakate für mehr Respekt
Nach Tod von Zugbegleiter - Plakate für mehr Respekt - Neben Sicherheitsmaßnahmen sollen Plakate in Bahnhöfen und Bahnen für weniger Gewalt sorgen.
Rund drei Monate nach dem tödlichen Angriff auf Serkan Çalar ziehen Bahn und Politik Konsequenzen. Was die neue Respektkampagne erreichen will und welche Maßnahmen noch geplant sind.
18:47 Uhr
2 min.
Deutscher Filmpreis: Senta Berger ist nach OP zurück
Deutscher Filmpreis: Senta Berger ist nach OP zurück - Senta Berger und Sohn Simon Verhoeven zusammen auf dem roten Teppich.
Anfang des Jahres wurde die Schauspielerin wegen eines komplizierten Bruchs des Oberschenkels operiert. Beim Deutschen Filmpreis in Berlin zeigt sie sich an der Seite ihres Sohnes Simon Verhoeven.
28.05.2026
3 min.
Das ist die meistgestellte Frage der Kunden der Oederaner Bäckerei Möbius
Das ist die meistgestellte Frage der Kunden der Oederaner Bäckerei Möbius - Mandy Kiesewalter und Markus Grimm zeigen Überraschungstüten, wie sie auch in der Filiale der Bäckerei Möbius an der Kesselgasse in Freiberg angeboten werden.
Wo landen die nicht verkauften Waren des Bäckereibetriebs? Darauf gibt es viele Antworten. Eine Variante ist jetzt entfallen. Dafür soll eine Idee in einem Freiberger Geschäft umgesetzt werden.
Jan Leißner
18:47 Uhr
7 min.
Jubel in Laos: Goldsucher nach zehn Tagen aus Höhle geborgen
Jubel in Laos: Goldsucher nach zehn Tagen aus Höhle geborgen - Große Erleichterung in Laos: Der erste der fünf Eingeschlossenen ist in Sicherheit.
Seit Tagen kämpfen Retter in Laos gegen Wasser und klaustrophobische Tunnel. Jetzt die erlösende Nachricht: Der erste Goldsucher wurde aus der engen Höhle befreit. Was macht die Bergung so schwierig?
Carola Frentzen, dpa
Mehr Artikel