Eltern als Vorbilder: Achtsames Begleiten und klare Regeln schaffen eine sichere Basis für den Umgang mit digitalen Medien.
Eltern als Vorbilder: Achtsames Begleiten und klare Regeln schaffen eine sichere Basis für den Umgang mit digitalen Medien. Bild: Christin Klose/dpa Themendienst/dpa-tmn
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Wie oft reden Sie mit Ihren Kindern über Cybersicherheit?

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Wie kann das Internet sicherer für Kinder und Jugendliche werden? Experten empfehlen fünf konkrete Schritte – von Altersbeschränkungen bis hin zu regelmäßigen Gesprächen über digitale Risiken.

Bonn.

Gefährdende Inhalte, Cybergrooming, Datenmissbrauch oder Kostenfallen: Das Netz ist ein gefährliches Pflaster für Kinder. Eltern müssen kontinuierlich begleitend im Austausch mit ihrem Nachwuchs bleiben, um ihn zu schützen und beim Aufbau eigener Medienkompetenz zu helfen.

In der Realität sprechen aber weniger als die Hälfte der Eltern mit ihrem Kind über dessen Freizeitaktivitäten im Internet, nämlich 47 Prozent der Eltern von 6- bis 13-Jährigen und 42 Prozent der Eltern von 14- bis 17-Jährigen. Das geht aus der Studie Cybersicherheitsmonitor 2025 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes hervor, bei der digitaler Familienalltag ein Schwerpunktthema war.

Offene Gespräche, Schutzmaßnahmen und klare Regeln

Damit Kinder und Jugendliche lernen, digitale Angebote sicher und verantwortungsvoll zu nutzen, sind aber technische Schutzmaßnahmen und klare Regeln ebenso wichtig wie offene Gespräche in der Familie oder in der Schule. Für mehr Sicherheit der Kids im Netz empfiehlt das BSI Eltern diese 5 Schritte:

  1. Damit keine altersunangemessenen Inhalte ausgespielt werden können, Altersbeschränkungen für Apps, Spiele, Filme und Serien aktivieren - und zwar in den App-Store-Einstellungen auf den Geräten der Kinder.
     
  2. Um gar nicht erst in Kostenfallen zu tappen, App- und In-App-Käufe ausschalten oder diese per Passwort oder Altersbeschränkung schützen - und zwar ebenfalls in den App-Store-Einstellungen.
     
  3. App-Berechtigungen gemeinsam mit dem Kind prüfen, dabei beispielsweise Standortfreigaben für Apps deaktivieren, die keinen Zugriff auf den Standort des Kindes benötigen. Den Zugriff auf solche sensiblen Daten grundsätzlich nur äußerst behutsam freigeben.
     
  4. Um nicht den Überblick zu verlieren, eine Bildschirmzeit mit dem Kind besprechen - und diese dann etwa in den Kindersicherungs-Einstellungen des Smartphones oder Tablets einstellen.
     
  5. Gemeinsam regelmäßig über Online-Erlebnisse, Risiken im Internet sowie ein respektvolles Verhalten im Netz sprechen.

Anleitungen, Infos und ein Medienpaket

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Einrichten von Jugendschutzeinstellungen sowie weitergehende Informationen rund um den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet bietet das BSI auf seiner Webseite an - ebenso wie einsatzbereites Unterrichtsmaterial für Lehrerinnen und Lehrer (Medienpaket "Cybersicherheit für 10- bis 14-Jährige"). (dpa)

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