Fußball
Dank Torwart Courtois: Belgien rettet Punkt gegen Ägypten

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Beinahe misslingt Belgien der WM-Start gegen Ägypten. Doch nach der Einwechslung von Romelu Lukaku fällt noch der Ausgleich. In der machbaren Gruppe haben beide Teams gute Chancen.

Seattle.

Fußball-Star Kevin de Bruyne und seine Belgier haben einen Fehlstart mit viel Mühe abgewendet und Ägypten den ersten Sieg der WM-Geschichte verdorben. Das Team um den langjährigen Weltklasse-Profi holte in Seattle nach Rückstand noch ein 1:1 (0:1) und steht im zweiten Spiel gegen den Iran schon unter Druck.

Die Ägypter mit dem scheidenden Liverpool-Profi Mohamed Salah und dem Ex-Frankfurter Omar Marmoush verpassten zwar den historischen Erfolg, haben vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Neuseeland aber beste Aussichten aufs Weiterkommen.

Emam Ashour (19. Minute) traf vor 66.775 Zuschauern in der Mittagshitze zur Führung der Nordafrikaner. Der Ausgleich fiel durch ein Eigentor von Mohamed Hany (66.), der massiv vom unmittelbar zuvor eingewechselten Romelu Lukaku in der Mitte bedrängt wurde.

 

Drittes Flop-Turnier in Serie?

Belgiens Rest seiner goldenen Generation um De Bruyne, Sturmtank Lukaku und der starke Torhüter Thibaut Courtois droht das dritte schwierige Turnier in Serie. Schon bei der WM 2022 schieden die Roten Teufel in der Vorrunde aus. Bei der EM vor zwei Jahren war unter dem damaligen Trainer Domenico Tedesco im Achtelfinale Schluss. 

Tedescos Nachfolger Rudi Garcia stand mit dunkelblauer Kappe und roter Krawatte in der prallen Sonne von Seattle, wo die Arena anders als in anderen Orten nicht klimatisiert ist. Bei 30 Grad war Ägypten das robustere Team und bestrafte die Fehler Belgiens gnadenlos. Ashours satter Schuss schlug unhaltbar für Courtois im Eck ein.

Oft kamen Onana und seine Belgier zu spät.
Oft kamen Onana und seine Belgier zu spät. Bild: Manu Fernandez/AP/dpa

Doku und Trossard schwach im Abschluss

Der 34 Jahre alte Schlussmann von Real Madrid verhinderte vor dem Wechsel sogar einen höheren Rückstand. Einen Abschluss von Mostafa Ziko lenkte Courtois zur Ecke. Kurz vor der Pause wehrte der Torhüter einen flachen Schuss des ansonsten eher blassen Marmoush, der mittlerweile in der Premier League für Manchester City stürmt, ab.

Belgiens Offensivbemühungen waren statisch und ungenau. Starspieler De Bruyne war in der Angriffsreihe noch mit am aktivsten. Mittelstürmer Charles de Ketelaere hingegen wirkte verloren, die ambitionierten Flügelspieler Jeremy Doku und Leandro Trossard verpatzten gleich mehrere aussichtsreiche Abschlüsse.

Bei dem ersten von insgesamt sechs Spielen in Seattle herrschte gute Turnierstimmung, obwohl weder Belgier noch Ägypter in besonders großen Scharen vertreten waren. Am nahegelegenen Hafen der Metropole waren die Kräne mit Flaggen der beiden Nationen geschmückt.

De Bruyne war offensiv noch einer der aktiveren.
De Bruyne war offensiv noch einer der aktiveren. Bild: Lindsey Wasson/AP/dpa

De Bruyne trifft den Pfosten

Nach der Pause ließ Trainer Garcia sein Team zunächst unverändert, obwohl er in Lukaku und Ex-Hertha-Profi Dodi Lukebakio gute Optionen auf der Bank hatte. Ein ums andere Mal versuchte Doku über links in Richtung Tor zu kommen, doch meist verpufften seine Antritte. 

Die gefährlichste belgische Szene bis dato hatte de Bruyne, der einen Freistoß an den Pfosten schlenzte (53.). Auf der anderen Seite war Courtois gegen die schnellen Konterstürmer der Ägypter immer wieder gefordert. Auch einen Kopfball von Salah entschärfte der Weltklasse-Torhüter. Ägypten war dem 2:0 zeitweise näher als Belgien dem Ausgleich.

Doch dann kam Lukaku - und 23 Sekunden später war der Ball im Tor. Der massige Stürmer drängte in die Mitte, wo Abwehrspieler Hany eine scharfe Hereingabe unter Bedrängnis ins eigene Tor lenkte. Lukaku hätte kurz vor Schluss sogar für einen belgischen Sieg sorgen können, doch der Kopfball des bulligen Mittelstürmers verfehlte das Tor. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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