Fußball
Das war die WM-Nacht: US-Party und Italiens Ärger

Freie Presse auf Google News folgen

Die USA starten stark ins Turnier. Ein Stürmer trifft sogar doppelt. Was sonst noch in der ersten Turnier-Nacht passierte.

Inglewood.

Traum-Auftakt für die USA: Der Co-Gastgeber ist mit viel Schwung und einem sehr überzeugenden Sieg gegen Paraguay in die Heim-WM gestartet. Beim 4:1 (3:0) in Inglewood bei Los Angeles sorgten Doppeltorschütze Folarin Balogun (31. Minute/45.+5) und Giovanni Reyna (90.+8) nach einem Eigentor von Damian Bobadilla (7.) für ausgelassene Stimmung. Mauricio gelang für die Südamerikaner nur noch der Ehrentreffer (73.). Zahlreiche Promis wie Tom Cruise, David Beckham und US-Außenminister Marco Rubio verfolgten die Partie auf der Tribüne.

Damit sind alle drei Gastgeber sehr gut bis ordentlich ins XXL-Turnier gekommen. Mexiko hatte das Eröffnungsspiel gegen Südafrika mit 2:0 gewonnen, Kanada trennte sich am Freitagabend nach einem Rückstand 1:1 von Bosnien-Herzegowina.

Das sind die weiteren wichtigsten Themen der WM-Nacht:

WM mit 228 Teams? Infantino verärgert Italien mit Witz

Das kam in Italien nicht gut an: FIFA-Präsident Gianni Infantino hat mit einer scherzhaft gemeinten Bemerkung über die große WM-Misere des viermaligen Fußball-Weltmeisters Kritik ausgelöst. Im Interview des brasilianischen Senders CazéTV machte sich Infantino über das erneute Scheitern der italienischen Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation lustig, als er über eine mögliche Aufstockung der WM auf 64 Teams grinsend sagte: "Vielleicht qualifiziert sich Italien bei einer WM mit 64 Teams - oder wir gehen sogar hoch auf 228 Teams." 

Italiens Sportminister Andrea Abodi zeigte sich nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa irritiert und kündigte an, das Gespräch mit dem FIFA-Chef suchen zu wollen.

Gianni Infantino hat mit einem Witz auf Kosten Italiens für Unmut gesorgt.
Gianni Infantino hat mit einem Witz auf Kosten Italiens für Unmut gesorgt. Bild: Tom Weller/dpa

DFB-Chef Neuendorf gibt Update zu deutschen WM-Prämien

Kurz vor dem Start ins Turnier gibt es noch keine Klarheit über die WM-Prämien für die deutschen Nationalspieler. DFB-Präsident Bernd Neuendorf ist jedoch zuversichtlich, dass die Verhandlungen vor der Partie am Sonntag (19.00 Uhr/ARD und MagentaTV) in Houston gegen Curaçao abgeschlossen werden. "Weitgehend besteht da Einigkeit. Es ist auch kein Thema, das noch in das erste Spiel getragen wird", sagte der 64-Jährige bei einem Besuch des German House of Soccer in New York, einem Treffpunkt des Deutschen Fußball-Bunds für Fans in der Millionen-Metropole. "Ich bin davon überzeugt, dass wir eigentlich eine gute Lösung haben."

DFB-Chef Bernd Neuendorf äußert sich zum Prämienthema.
DFB-Chef Bernd Neuendorf äußert sich zum Prämienthema. Bild: Christoph Lother/dpa

Superstar fehlt Brasilien beim Auftakt - mindestens

Er schuftet im Kraftraum für das Comeback, aber es reicht nicht. Superstar Neymar wird Brasilien im ersten WM-Vorrundenspiel gegen Marokko wegen einer Wadenverletzung fehlen. "Er arbeitet hart, um so schnell wie möglich fit zu sein. Wir hoffen, dass er kommende Woche wieder voll ins Training einsteigen kann", erklärte Trainer Carlo Ancelotti vor dem WM-Auftakt gegen die Nordafrikaner in der kommenden Nacht (0.00 Uhr/ZDF und MagentaTV). Womöglich fällt der 34 Jahre alte Offensivmann sogar für die komplette Vorrunde aus.

Neymar muss bei der WM erst einmal zuschauen. (Archivbild)
Neymar muss bei der WM erst einmal zuschauen. (Archivbild) Bild: Silvia Izquierdo/AP/dpa

(dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
Das könnte Sie auch interessieren
13.06.2026
3 min.
US-Traumstart vor Starkulisse bei der Heim-WM
US-Traumstart vor Starkulisse bei der Heim-WM - Balogun (vorne) traf schon in der ersten Halbzeit doppelt für die USA.
Die USA erwischen gegen Paraguay einen perfekten Start in ihre Heim-WM. Ein frühes Tor lässt das Stadion erbeben, danach feiern die Fans und zahlreiche Promis einen Doppeltorschützen.
Maximilian Haupt und Jens Marx, dpa
06:00 Uhr
2 min.
Gegrillter Lachs: Warum nicht mal gezupft auf Ciabatta-Brot?
Gegrillter Lachs: Warum nicht mal gezupft auf Ciabatta-Brot? - Die Marinade zum gegrillten Lachs sorgt für ein buttrig-süßes Aroma und bildet einen wunderbaren Kontrast zu den sauer eingelegten Zwiebeln und den salzigen Kapern.
Saftiger gerupfter Lachs, süße Marinade aus Butter und Ahornsirup, eingelegte Zwiebeln und Kapern: Food-Bloggerin Julia Uehren zeigt, wie aus dem Grill-Klassiker ein raffiniertes Fingerfood wird.
Julia Uehren, dpa
06:23 Uhr
3 min.
IT-Unternehmer eröffnen ihren eigenen Eisgarten in Chemnitz
IT-Unternehmer eröffnen ihren eigenen Eisgarten in Chemnitz - Susan Müller und ihr Ehemann eröffnen in der Schulstraße in Altchemnitz ihren Eisgarten.
Am Stadtpark, direkt an der Chemnitz eröffnet Susis Eis – ein Herzensprojekt des Ehepaars Müller. Zwischen Obstbäumen kann hier nun handgemachtes Eis geschleckt werden.
Nele Kheim
06:07 Uhr
2 min.
Bei US-Sieg: Videobeweis greift dank neuer Regel ein
Bei US-Sieg: Videobeweis greift dank neuer Regel ein -  Schiedsrichter Danny Makkelie wendet die neue Regel an.
Erstmals wird bei der WM eine neue Videobeweis-Regel angewendet. Das Spiel läuft nach einer Gelben Karte schon wieder - und dann wird doch ein Spieler des gegnerischen Teams verwarnt. So kam es dazu.
06:30 Uhr
4 min.
NS-ähnliche Symbolik auf Baustelle in Freiberg: Staatsschutz ermittelt
NS-ähnliche Symbolik auf Baustelle in Freiberg: Staatsschutz ermittelt - Die beiden Maler bei Fassadenarbeiten an der Freiberger Prüferstraße. Ein irritierter Leser fotografierte die Szene und schickte die Bilder an die „Freie Presse“.
Rote Hoodies mit Frakturschrift und stilisiertem Reichsadler: In Freiberg sorgen Handwerker für Empörung. Extremismusforscher warnen vor einer gezielten Normalisierung rechter Codes im Alltag.
Manuel Niemann
13.06.2026
2 min.
WM mit 228 Teams? Infantino verärgert Italien mit Witz
WM mit 228 Teams? Infantino verärgert Italien mit Witz - Schlechter Scherz? In Italien kommt eine Aussage von Gianni Infantino nicht gut an. (Archivfoto)
FIFA-Chef Gianni Infantino witzelt in einem Interview über Italiens zuletzt chronisches Scheitern in der WM-Qualifikation. Doch das kommt im Land des viermaligen Weltmeisters gar nicht gut an.
Mehr Artikel