Fußball
Dribbler Diomande: Leipziger verzückt die Elfenbeinküste

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Auf ihn wird sich die deutsche Elf einstellen müssen: RB-Profi Yan Diomande ist beim Sieg der Ivorer gegen Ecuador auch ohne Tor der Unterschiedsspieler. Hinten wirken die "Elefanten" jedoch anfällig.

Philadelphia.

Yan Diomande strahlte mit dem Pokal in der Hand. Die Auszeichnung für den besten Spieler des Spiels hatte sich der Flügelflitzer von RB Leipzig wahrlich verdient. Auch wenn er beim späten 1:0 (0:0)-Sieg der Elfenbeinküste gegen Ecuador gar nicht getroffen hatte, sondern sein Teamkollege Amad Diallo. Diomande war der Unterschiedsspieler in diesem intensiven Duell der nächsten beiden deutschen WM-Gegner. Der 19-Jährige ist es, den die DFB-Auswahl am kommenden Samstag in den Griff kriegen muss.

Diomande: "Wollen Geschichte schreiben"

Es werde sicher ein "schwieriges Spiel", sagte Diomande vor der Partie gegen das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Die Deutschen seien "eine der größten Mannschaften der Welt". Besorgt wirkte Diomande, einer der Shootingstars der vergangenen Bundesliga-Saison, ob des klaren 7:1-Erfolgs der DFB-Elf gegen den krassen Außenseiter Curaçao aber nicht. "Wir wollen Geschichte schreiben", sagte der Offensivmann voller Überzeugung.

Start geglückt: Die Ivorer wollen erstmals eine WM-Vorrunde überstehen.
Start geglückt: Die Ivorer wollen erstmals eine WM-Vorrunde überstehen. Bild: Petr David Josek/AP/dpa

Bei ihrer vierten WM-Teilnahme wollen die Ivorer unbedingt zum ersten Mal die Vorrunde überstehen. Durch den Last-Minute-Sieg gegen Ecuador sind die vor allem physisch überzeugenden Westafrikaner diesem Ziel schon ein großes Stück nähergekommen. Gegen Deutschland soll der nächste Schritt folgen.

Nagelsmanns Truppe habe "wahnsinnig viel Erfahrung" und "enorme Offensivkraft", sagte Trainer Emerse Faé. Dennoch wolle man ihr "die Stirn bieten". Gerade körperlich, so viel steht fest, werden die Ivorer den Deutschen deutlich mehr abverlangen als der WM-Neuling aus der Karibik am Sonntag.

Diomande spielt Hincapié schwindelig

Und doch setzten die "Elefanten" gegen Ecuador auch offensive Akzente. Allen voran Diomande, der immer wieder ins Dribbling ging - erst auf der rechten, im Verlauf der zweiten Halbzeit dann auf der linken Seite. Selbst Piero Hincapié, einst Double-Sieger mit Bayer Leverkusen und inzwischen beim FC Arsenal, konnte den flinken Youngster nicht stoppen.

13 Tore in 36 Pflichtspielen hat Diomande für Leipzig in der abgelaufenen Runde erzielt. Nun will er mit der Elfenbeinküste bei der WM für Furore sorgen. Nach dem überraschenden 2:1 im letzten Testspiel vor dem XXL-Turnier gegen den großen Mitfavoriten Frankreich war der Sieg gegen Ecuador direkt das nächste Statement. Auch wenn er in Summe etwas glücklich zustande kam. Nicht nur wegen des späten Treffers von Joker Diallo in der 90. Minute.

Später Siegtorschütze: Amad Diallo traf in der 90. Minute.
Später Siegtorschütze: Amad Diallo traf in der 90. Minute. Bild: Petr David Josek/AP/dpa

Defensiv durchaus anfällig

Hinten wirkten die robusten Ivorer in Philadelphia nicht immer so sattelfest. Gleich dreimal trafen die Ecuadorianer, deren eindrucksvolle Serie von 19 Pflichtspielen ohne Niederlage endete, Aluminium. Räume dürfte es also auch für die deutsche Mannschaft am zweiten Spieltag in Toronto geben.

Die gilt es zu nutzen. Und Diomande irgendwie zu stoppen. Der Tempodribbler bestreitet genau wie alle anderen 25 Spieler im Kader der Ivorer seine erste WM. Und hat direkt Eindruck hinterlassen. Nun wolle er alles daran setzen, auch das nächste Spiel zu gewinnen, kündigte Diamonde an. Ob er mit oder ohne eigenes Tor zum Matchwinner würde, wäre ihm dabei wohl wieder egal. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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