Irans Kader für die Fußball-WM steht.
Irans Kader für die Fußball-WM steht. Bild: Khalil Hamra/AP/dpa
Fußball
Irans WM-Kader steht – früheres DFB-Talent mit dabei

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Der Iran reist mit einem Ex-Spieler der deutschen U19 zur Fußball-WM. Über allem schweben die politischen Spannungen vor dem XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko.

Teheran.

Ungeachtet aller politischen Hürden hat der Iran seinen Kader für die Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko bekanntgegeben. Teil des 26-köpfigen Aufgebots von Trainer Amir Ghalenoei ist auch der frühere deutsche U19-Nationalspieler Dennis Eckert Ayensa aus Bonn. Der 29-Jährige steht als Dennis Dargahi auf der vom Verband veröffentlichten Kaderliste, dem Nachnamen seines iranischstämmigen Vaters.

Bisher hat Dargahi noch kein Länderspiel für Iran bestritten, sein Debüt könnte er am Donnerstag in der Testpartie gegen Mali feiern. Der Stürmer hat einen deutschen Vater persischer Abstammung und eine spanische Mutter. Seine Tante ist die renommierte iranische Schauspielerin Anahita Dargahi. 

Der frühere Ingolstädter Dargahi, der seit 2024 für den belgischen Club Standard Lüttich spielt, rückte für den früheren Leverkusener Sardar Azmoun nach. Azmoun war bereits im März trotz seiner starken Leistungen aus politischen Gründen aus dem Aufgebot gestrichen worden.

Drei Spiele in den USA geplant

Sein erstes Spiel bei der WM bestreitet der Iran am 16. Juni in Gruppe G gegen Neuseeland in Inglewood (Kalifornien). Am 21. Juni geht es am selben Ort gegen Belgien und abschließend in Seattle am 27. Juni gegen Ägypten.

Allerdings gibt es noch Probleme mit den Visa für die Einreise in die USA. Nach dem Mali-Test wird die Mannschaft in ihr WM-Quartier im mexikanischen Tijuana fliegen. Die für die Einreise nach Mexiko benötigten Visa sollen inzwischen genehmigt worden sein.

Ärger um WM-Quartier

Ursprünglich sollte das Nationalteam des Irans während der Endrunde in Tucson im US-Bundesstaat Arizona logieren. Die Verlegung des iranischen WM-Quartiers von den USA nach Mexiko hatte für Wirbel gesorgt. Laut Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum wollten "die Vereinigten Staaten nicht, dass die iranische Nationalmannschaft in den USA übernachtet". 

Der Iran befindet sich seit Ende Februar in einem militärischen Konflikt mit den USA. Die Einreise der iranischen Nationalmannschaft in die Vereinigten Staaten hatte für Diskussionen gesorgt. Zuletzt hatten sich Vertreter des iranischen Fußballverbandes mit der FIFA in Istanbul getroffen, um über die WM-Teilnahme des Irans zu sprechen. Informationen dazu gab es bisher nicht. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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