Manuel Neuer (r) war in der Amtszeit von Bundestrainer Joachim Löw immer die Nummer eins im Tor. (Archivbild)
Manuel Neuer (r) war in der Amtszeit von Bundestrainer Joachim Löw immer die Nummer eins im Tor. (Archivbild) Bild: picture alliance / dpa
Fußball
Löws WM-Klartext zum Neuer-Comeback, Sané und Rüdiger

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Ex-Bundestrainer Joachim Löw bewertet die Rückkehr von Manuel Neuer ins DFB-Tor als eine "sehr, sehr gute Entscheidung". Er äußert sich auch zu Rüdiger und Sané.

Berlin.

Der frühere Bundestrainer Joachim Löw hält das Comeback seines einstigen Weltmeister-Torwarts Manuel Neuer in der Fußball-Nationalelf für absolut richtig. Der Weltmeister-Coach von 2014 unterstützt Bundestrainer Julian Nagelsmann auch bei der Nominierung von Flügelspieler Leroy Sané (30) und Abwehrspieler Antonio Rüdiger (33) für die anstehende Weltmeisterschaft. 

"Oliver Baumann hat es gut gemacht", sagte Löw bei der Veranstaltung "Bild 100 Sport" in Berlin nach der Rückstufung des 35 Jahre alten Hoffenheimers zur Nummer zwei hinter Neuer. "Aber natürlich ist Manu eine Persönlichkeit. Ein Trainer entscheidet aufgrund der Qualität, aber natürlich auch, was für eine Dynamik in einer Mannschaft entsteht. Manu kennt Turniere, er hat Erfahrung. Und von daher ist das eine sehr, sehr gute Entscheidung", erklärte Löw. 

Der inzwischen 40-jährige Neuer war von der WM 2010 bis zur EM 2021 bei allen großen Turnieren in Löws DFB-Amtszeit stets die Nummer eins. Auch nach Verletzungen zog er diesen mehrfach Konkurrent Marc-André ter Stegen vor, etwa vor der WM 2018, die im historischen deutschen Vorrunden-Aus endete.

"Für Oliver Baumann ist es eine schwere Situation"

"Der Trainer steht in der Verantwortung. Der Trainer trifft die Entscheidungen", äußerte Löw zur späten Kehrtwende im Fall Neuer, der nach der Heim-EM 2024 als Nationalspieler zurückgetreten war. "Für Oliver Baumann ist es eine schwere Situation", bemerkte Löw. 

Die Vorwürfe einer fragwürdigen Kommunikation von Nagelsmann mochte er nicht erheben. "Ich denke, dass er intern klar kommuniziert hat." Löw blickt lieber nach vorn. "Wir hoffen, dass es ein gutes Turnier wird, dass eine besondere Verbindung zwischen Mannschaft und Fans entsteht, so wie es 2014 war oder 2006, und das für unvergessliche Momente sorgen kann."

Klares Votum pro Rüdiger - und auch Sané

Hätte auch er Real-Verteidiger Rüdiger (82 Länderspiele) und Galatasaray-Profi Sané (74) mitgenommen zur WM? "Ja, ich denke schon", antwortete Löw. "Der Toni Rüdiger ist schon wirklich ein außergewöhnlicher Verteidiger. Er ist unglaublich schnell, er ist extrem gut im Zweikampf. Er bringt eine unglaubliche Dynamik in eine Mannschaft und kann gegen jeden Stürmer bestehen. Diese haben großen Respekt vor ihm. Diese Nominierung ist völlig berechtigt."

Leroy Sané (l) und Antonio Rüdiger - auch Joachim Löw hätte sie nominiert. (Archivbild)
Leroy Sané (l) und Antonio Rüdiger - auch Joachim Löw hätte sie nominiert. (Archivbild) Bild: Tom Weller/dpa

Auch Sané habe "außergewöhnliche Fähigkeiten", urteilte Löw: "Ich wünsche mir, dass er das mal konstant zeigt. Wichtig ist bei einem Turnier, dass du das als Spieler mal über fünf, sechs, sieben Spiele zeigst. Er zeigt es manchmal ansatzweise, dann kann er Spiele entscheiden. Und manchmal brauchst du solche Entscheider." Löw hatte Sané einmal vor der WM 2018 im Trainingslager noch aus dem endgültigen DFB-Kader gestrichen. (dpa)

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