Lothar Matthäus und Bernd Neuendorf sprechen bei einer Veranstaltung in Chicago.
Lothar Matthäus und Bernd Neuendorf sprechen bei einer Veranstaltung in Chicago. Bild: Federico Gambarini/dpa
Fußball
Tränen im Teamhotel: Karl-Aus schockt Matthäus und DFB-Chef

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Nach dem WM-Aus für Lennart Karl fließen im DFB-Hotel Tränen. Der Teenager wird emotional aus Chicago verabschiedet. So reagieren der deutsche Rekordnationalspieler und der DFB-Boss.

Chicago.

Nach dem WM-Aus von Lennart Karl hat DFB-Präsident Bernd Neuendorf von emotionalen Abschiedsszenen und Tränen im Teamhotel der Fußball-Nationalmannschaft berichtet. Auch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sprach von einem "Schock" angesichts der Nachricht über die schwere Verletzung des 18-Jährigen, der noch am Freitagabend (Ortszeit) aus Chicago abreiste. Der nachnominierte Assan Ouédraogo wird direkt zum WM-Teamquartier nach Winston-Salem kommen.

"Du freust dich darauf, du arbeitest dahin, das ist der Traum deiner Kindheit, vielleicht irgendwann mal bei der Weltmeisterschaft dabei zu sein. Und dann, wenn du gerade auch noch wie Lennart Karl in den Himmel geschossen bist nach acht, neun Monaten Profidasein", sagte Matthäus bei einem DFB-Sponsorentermin in Chicago. "Diesen Schock, den muss er auch vom Kopf her verarbeiten", sagte Matthäus über den Teenager vom FC Bayern München

Nagelsmann spricht zum Abschied

Verbandschef Neuendorf berichtete von der Verabschiedung Karls im Mannschaftshotel nach der Rückkehr von den Untersuchungen in einem Krankenhaus. Offensivspieler Karl hatte sich im Abschlusstraining für die WM-Generalprobe heute (20.30 Uhr/RTL) gegen die USA einen Muskelbündelriss im linken Oberschenkel zugezogen und fällt länger aus. 

Für Lennart Karl ist der WM-Traum vor dem Turnierstart vorbei.
Für Lennart Karl ist der WM-Traum vor dem Turnierstart vorbei. Bild: Federico Gambarini/dpa

"Julian (Nagelsmann) war da, hat noch ein paar Worte gesagt, die ganze Mannschaft war da. Er hat auch noch ein paar Worte gefunden, obwohl ihm das schwergefallen ist. Er war extrem traurig, sind auch glaube ich schon ein paar Tränen geflossen", erzählte Neuendorf von der Zusammenkunft von Bundestrainer und DFB-Stars im Waldorf Astoria. 

DFB-Boss Neuendorf berichtete von einem Dämpfer für die Atmosphäre im Team gut einer Woche vor dem WM-Auftakt am 14. Juni in Houston gegen Curaçao. "Das drückt so ein bisschen die Stimmung, muss man sagen. Er war ja wirklich die letzten Spiele top unterwegs und hat uns viel Freude gemacht", sagte der 64-Jährige über Karl. 

Matthäus: "Es geht weiter"

Matthäus richtete trotz der bitteren Nachricht den Blick nach vorne. "Es ist ein Schock gewesen für mich. Es ist aber auch das Risiko, das du als Spieler hast, eben mit Verletzungen klarzukommen, dass sie natürlich zum ungünstigsten Zeitpunkt jetzt gekommen ist. Das ist schlimm genug. Aber ja, es tut mir leid. Es geht aber weiter", sagte der 65-Jährige. Der Weltmeister von 1990 erinnerte an seinen Kreuzbandriss, der ihn um die EM-Teilnahme 1992 gebracht hatte. (dpa)

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