Fußball
Zusammen eine Million: Hohe Geldstrafen für Real-Streithähne

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Kurz vor dem Clásico in Barcelona kracht es bei Real Madrid: Nach einem Kabinenstreit relativiert einer der Streithähne zunächst Medienberichte. Doch der Club reagiert hart.

Madrid.

Nach einer Kabinenrangelei zwischen Federico Valverde und Aurélien Tchouaméni hat Real Madrid die beiden Fußballprofis zu einer saftigen Geldstrafe von jeweils 500.000 Euro verdonnert. Dies teilte der spanische Rekordmeister nach einem internen Disziplinarverfahren mit.

Die Spieler hätten bei ihrer Anhörung ihre tiefe Reue über das Geschehene ausgedrückt und sich entschuldigt. Nach Medienberichten hat der uruguayische Mittelfeldspieler Valverde betont, sein französischer Teamkollege Tchouaméni habe ihn nicht geschlagen und er ihn auch nicht. 

"Während des Streits stieß ich versehentlich mit der Stirn gegen einen Tisch und zog mir dabei eine kleine Schnittwunde zu, die einen Routinebesuch im Krankenhaus erforderte", schrieb er am Donnerstagabend auf Instagram. Tchouaméni äußerte sich zunächst nicht zum Streit.

"Es tut mir wirklich leid"

Valverde äußerte sein Bedauern über den Vorfall. "Es tut mir leid. Es tut mir wirklich leid, denn die Situation schmerzt mich, der Moment, den wir gerade durchmachen, schmerzt mich", fügte er hinzu und beklagte, dass jemand den Vorfall sofort den Medien gesteckt habe. "In einer normalen Umkleidekabine kommen solche Dinge vor und werden intern geklärt, ohne an die Öffentlichkeit zu gelangen. Offensichtlich steckt jemand dahinter, der die Geschichte schnell verbreitete." 

Krise bei den Königlichen wegen sportlicher Misserfolge

Spanische Sportmedien hatten zuvor indes von einer blutenden Platzwunde am Kopf berichtet, die von Sportärzten noch vor Ort habe genäht werden müssen. Real Madrid teilte auf der Plattform X mit, der 27-Jährige habe ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten und werde sich 10 bis 14 Tage erholen müssen. Sein Zustand sei stabil.

Intern hätten mehrere Spieler des Teams den Vorfall als den schwerwiegendsten bezeichnet, den es je auf dem Trainingsgelände in Valdebebas gegeben habe, schrieb die spanische Sportzeitung "Marca". 

Valverde habe Tchouaméni am Morgen den Handschlag verweigert. Dies habe zu einer sehr feindseligen Trainingseinheit geführt, die in einer heftigen Auseinandersetzung in der Kabine gegipfelt habe. Bei der darauffolgenden Auseinandersetzung zwischen den beiden habe Valverde unbeabsichtigt und nicht durch einen Schlag von Tchouaméni verursacht eine Platzwunde an einer Tischkante erlitten. Schon am Mittwoch sollen die beiden im Training aneinandergeraten sein. 

Real spielt am Sonntag (21.00 Uhr/DAZN) den Clásico gegen den Tabellenersten FC Barcelona. Die von Hansi Flick trainierten Katalanen können bei dem Spiel den erneuten Gewinn der Meisterschaft vorzeitig perfekt machen. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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