Kam als Zweiter der Ironman-EM in Hamburg an: Laura Philipp.
Kam als Zweiter der Ironman-EM in Hamburg an: Laura Philipp. Bild: Georg Wendt/dpa
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Laura Philipp in Hamburg knapp am EM-Titel vorbei

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Laura Philipp wollte zum dritten Mal in Hamburg triumphieren und ihren vierten EM-Titel holen. Doch Weltmeisterin Solveig Lovseth war schneller. Ein Zwischenfall beeinträchtigt die Veranstaltung.

Hamburg.

Laura Philipp hat ihren dritten Sieg beim Ironman in Hamburg und ihren insgesamt vierten EM-Titel verpasst. Die 39-Jährige musste sich nach 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer auf dem Rad und dem abschließenden Marathonlauf nur der Weltmeisterin Solveig Lovseth geschlagen geben. 

Die Norwegerin erreichte nach 8:11:11 Stunden das Ziel auf dem Hamburger Rathausmarkt. 1:18 Minuten später kam Philipp an. Dritte wurde Katrine Christensen aus Dänemark. 

Die Heidelbergerin Philipp konnte mit ihrem Ergebnis angesichts ihrer gesundheitlichen Probleme in der Vorbereitung zufrieden sein. Im Höhentrainingslager im April musste sie in die Klinik wegen Bauch- und Rückenschmerzen. 

Metallsplitter auf der Radstrecke

Das Rennen wurde durch einen Zwischenfall beeinträchtigt. Auf einem Teilabschnitt der Radstrecke lagen mehrere Metallsplitter auf dem Asphalt. Nach Angaben der Polizei handelte es sich um millimetergroße Kleinstteile. 

Etwa 50 Teilnehmer seien durch Reifendefekte gestoppt worden, hieß es von der Polizei. Nach Medienberichten mussten sogar bis zu 150 Triathleten ihr Rennen unterbrechen. Das Profifeld war nicht betroffen. Die Polizei war am Ort. Über Verletzte war nichts bekannt.

Zahlreiche Triathleten waren von dem Zwischenfall beim Ironman in Hamburg betroffen.
Zahlreiche Triathleten waren von dem Zwischenfall beim Ironman in Hamburg betroffen. Bild: -/dpa

Über die Hintergründe wollte der Polizei-Mitarbeiter nichts sagen. Mutmaßungen, es handele sich um einen Anschlag oder Sabotage, bezeichnete er als "Spekulation". 

Diskussionen um Radstrecke schon vor dem Rennen

Um die Radstrecke hatte es in Bergedorf und Kirchwerder schon im Vorfeld Diskussionen gegeben. Nachdem bei der Männer-EM vor drei Jahren der Fahrer eines Begleitmotorrades nach einem Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Radfahrer verstorben war, war die Passage in den Vier- und Marschlanden aus Sicherheitsgründen verändert worden. 

Aufgrund von Anwohnerbeschwerden wegen der starken Verkehrseinschränkungen führt ein Teilstück am Deich nun aber wieder in beide Richtungen. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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