Proteste gegen ICE-Einsätze. (Archivbild)
Proteste gegen ICE-Einsätze. (Archivbild) Bild: Mark J. Terrill/AP/dpa
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Laut WM-Funktionär: Keine ICE-Beamten im Fußball-Stadion

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Die umstrittene US-Einwanderungsbehörde soll für Sicherheit bei der Fußball-WM sorgen. Ein WM-Funktionär deutet mit prominenter Quelle Details an.

Miami.

Der stellvertretende Organisationschef von Miami hat nach eigenen Worten die Zusage von US-Außenminister Marco Rubio, dass bei Spielen der Fußball-WM keine Beamten der umstrittenen US-Einwanderungsbehörde ICE im Stadion sein werden. Dies habe ihm Rubio in einem Gespräch zugesichert, sagte Rodney Barreto dem Portal "The Athletic". Vom Außenministerium habe es dazu bisher keine Stellungnahme gegeben, hieß es in dem Bericht.

"ICE wird nicht im Stadion anwesend sein", sagte Barreto. "Ich habe mit Marco gesprochen, und er wird zuerst einmal sicherstellen, dass die Pässe kontrolliert werden, die Leute hier und da hinkommen und dass das ein geordneter Prozess ist, so dass die Leute nicht aufgehalten werden", erklärte Barreto.

Zugleich bekräftigte er, dass die Sicherheit durch Polizeikräfte gewährleistet werden soll. "Ich denke, wir haben Glück, dass wir einen Präsidenten haben, der den Sport liebt und uns die Mittel zur Verfügung gestellt hat, um die Städte für ihre Polizeieinsätze zu entschädigen", sagte Barreto. Laut "New York Times" hatten die elf Spielorte in den USA kürzlich 625 Millionen Dollar (rund 532 Millionen Euro) von der Regierung von US-Präsident Donald Trump für Sicherheitsmaßnahmen zugesprochen bekommen.

Aussagen bei einer Anhörung

Im Februar hatte der Leiter der Einwanderungsbehörde, Todd Lyons, erklärt, dass ICE ein "wichtiger Bestandteil" des Sicherheitsapparates bei der WM sein werde. Vor allem die Abteilung Homeland Security Investigations werde eine Rolle spielen, sagte er bei einer Anhörung im Repräsentantenhaus in Washington. "Wir setzen uns für die Sicherheit dieses Ablaufs und aller Teilnehmer sowie der Besucher ein." Das Turnier wird vom 11. Juni bis 19. Juli außer in den Vereinigten Staaten auch in Kanada und Mexiko ausgetragen.

Nach eigenen Angaben will Homeland Security Investigations unter anderem Terrorangriffe verhindern und Drogenschmuggel sowie Menschenhandel verhindern. Bei der in die Schlagzeilen geratenen Abteilung, die nach eigenen Angaben gegen Migranten ohne gültige Aufenthaltserlaubnis vorgeht, handelt es sich dagegen um Enforcement and Removal Operations. ICE steht seit längerem wegen der rigorosen Vorgehensweise bei der Inhaftierung von Menschen in der Kritik. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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