Schindler bleibt VFC-Trainer

Aus der Not geboren wird beim Plauener Fußball-Oberligisten die Interims- zur Dauerlösung. Dagegen gibt es im Spielerkader erhebliche Veränderungen.

Plauen.

Überraschung beim VFC Plauen: Der Fußball-Oberligist präsentierte am Dienstagnachmittag anders als angekündigt keinen neuen Coach. Stattdessen übernimmt der bisherige Interimstrainer Falk Schindler ab jetzt offiziell das Amt des Hauptverantwortlichen. Fünf nominelle Übungsleiter hatte der Verein zur Auswahl. Präsident Ulrich Fischer verriet: "Wir haben uns mit drei Trainern ganz konkret unterhalten und nach zähen Verhandlungen inklusive Rückschlägen entschlossen, auf eine bewährte Lösung zu setzen. Wir werden hier nur noch bezahlbare Entscheidungen treffen."

Falk Schindler fungierte vergangene Saison an der Seite von Daniel Rupf als Assistenztrainer und übernahm nach dessen Beurlaubung für die letzten sieben Punktspiele das zu dem Zeitpunkt abstiegsbedrohte Team. Nach drei Siegen, einem Unentschieden und drei Niederlagen wollte Schindler eigentlich wieder ins zweite Glied zurücktreten. "Das geht nun nicht. Ich werde weiter zusammen mit Co-Trainer Ronny Diersch und Mannschaftsleiter Roland Pöhler alles geben für den Verein", versprach der 40-Jährige, der seit elf Jahren im Vogtlandstadion zu Hause ist, für den VFC 253 Spiele absolvierte und 42 Tore schoss. Der Familienvater ist im Hauptberuf als Sportlehrer tätig. Das Saisonziel umreißt Schindler kurz und knapp: "Wir müssen vier Vereine in der Tabelle hinter uns lassen und junge Spieler aus dem eigenen Verein so entwickeln, dass es irgendwann wieder aufwärts gehen kann."

Deshalb gibt es aktuell nach Angaben der Vereinsführung auch nur einen externen Zugang. Der Ex-Plauener Philipp Dartsch kommt von Budissa Bautzen zurück. Dazu werden mit Tim Limmer, Tim Sluga, Nils Fischer, Nils Schuster und Leon Seefeld Spieler aus dem eigenen Nachwuchs hochgezogen. "Sie sind die Zukunft des Vereins", ist sich Co-Trainer Ronny Diersch sicher.

Der VFC hat zugleich herbe Verluste erlitten. Mit Alexander Morosow (VfB Auerbach), Albijan Kameraj (mehrere Regionalliga-Angebote) und Eric Ranninger (VfL Pirna-Copitz) gehen drei Aktivposten. Benjamin Keller (Wismut Gera) und Gregor Eigel (FSV Treuen) verlassen den VFC ebenso. Dimitrios Komnos, Edvardas Lucenka und Jan Hübner müssen sich bis Freitag entscheiden. Vertragsangebote liegen auch Stefan Fritzlar und Alexander Grötzsch vor. 13 Zusagen hat der Verein bislang. Aus wirtschaftlichen Gründen müssen die Bezüge aller Spieler verringert werden. "Deshalb werden wir auch ganz sicher keine Kracher aus der 3. Liga verpflichten", so Sportvorstand Frank Günther.

Der Verein habe sich für die aus wirtschaftlich-sportlichen Gründen beste Lösung entschieden. "Wir sind Falk Schindler dankbar, dass er uns hilft", betonten alle Verantwortlichen. 18 bis 20 Feldspieler und drei Torhüter soll der Kader stark sein. Dazu scharren bereits einige A-Jugend-Spieler mit den Hufen. Der VFC startet am 28. Juni im Vogtlandstadion mit einem Testspiel gegen den Chemnitzer FC in die Saison.

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