Formel 1
Wunderjunge nicht zu stoppen: Antonelli magisch in Monaco

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Der 19 Jahre alte Kimi Antonelli bleibt in der Formel 1 das Maß der Dinge. Auch in Monaco düpiert der Mercedes-Jüngling die Konkurrenz.

Monte-Carlo.

Formel-1-Seriensieger Kimi Antonelli ist auch auf den Straßen von Monte-Carlo einfach nicht zu stoppen. Der Mercedes-Wunderjunge schnappte sich in einer enorm spannenden Qualifikation auf dem Stadtkurs die Pole Position und gab den Superstars der Branche das Nachsehen. Red-Bull-Pilot Max Verstappen wurde Zweiter, Lewis Hamilton raste im Ferrari auf Platz drei.

Gleich nach seiner nächsten Gala holte sich Antonelli eine innige Umarmung von Papa Marco. "Das war eine der Runden, die man wohl als magisch bezeichnet. Ich habe alles zusammengebracht", sagte der Italiener. Der 19-Jährige ist dank des besten Startplatzes voll auf Kurs zu seinem fünften Sieg in Serie. Schon vor dem sechsten Saisonlauf am Sonntag (15.00 Uhr/RTL und Sky) hat Antonelli in der WM-Wertung 43 Punkte mehr als Teamkollege George Russell, der nur von Rang sechs startet.

Audi-Routinier Nico Hülkenberg kam nicht über Platz 13 hinaus. Frustriert war auch Lokalheld Charles Leclerc, der in seiner Geburtsstadt Vierter wurde. "Es ist definitiv sehr eng zwischen uns allen. Wir haben irgendwas verloren heute vor dem Qualifying, das müssen wir uns in der Fabrik ansehen", sagte sein Ferrari-Teamkollege Hamilton.

Ferrari-Teamchef in der Klinik

Der Tag hatte für die Scuderia mit Sorgen begonnen. Teamchef Frédéric Vasseur musste wegen gesundheitlichen Problemen zur Beobachtung in einer Klinik bleiben. Weitere Details zum Hintergrund der ärztlichen Entscheidung werde das Team nicht veröffentlichen, hieß es weiter. Kumpel und Mercedes-Teamchef Toto Wolff sagte bei Sky: "Es hat sich gestern nach einer Grippe angehört, dann ist ihm die Luft ein bisschen weggeblieben. Ich glaube, er lässt es kontrollieren."

Ferrari schrieb in einem Statement: "Wir wünschen Fred eine schnelle Erholung und freuen uns darauf, ihn bald wieder an der Strecke zu sehen." Der Franzose Vasseur ist seit Anfang 2023 Teamchef beim erfolgreichsten Rennstall der Formel-1-Geschichte. An der Boxenmauer wurde der 58-Jährige von seinem Stellvertreter Jerome d'Ambrosio, einem früheren Formel-1-Piloten aus Belgien, vertreten. 

Ob Vasseur zum Rennen am Sonntag zurückkehren kann, blieb offen. "Das einzige, was ich sagen kann, ist: Er ist okay", ließ d'Ambrosio wissen.

Ferrari-Teamchef Frédéric Vasseur muss in einer Klinik behandelt werden.
Ferrari-Teamchef Frédéric Vasseur muss in einer Klinik behandelt werden. Bild: David Davies/PA Wire/dpa

Mit starken Auftritten im Freitagstraining hatte das Ferrari-Duo Hoffnungen auf den ersten Saisonsieg genährt. Doch in der abschließenden Einheit vor der Qualifikation war plötzlich Antonelli im Mercedes deutlich schneller. "Er ist gerade so frei, hat einen guten Rückenwind und dann kannst du es gerade hier in Monaco fliegen lassen", sagte Teamchef Wolff. 

Kim Kardashian als Zaungast dabei

Die Startplatzjagd ist in Monaco noch wichtiger als bei anderen Rennen, weil Überholen auf dem engen Stadtkurs fast unmöglich ist. Vor allem Leclerc war sofort da, holte sich die Bestzeit im ersten Durchgang. Auch typisch Monaco: Ein Unfall des Brasilianers Gabriel Bortoleto im Audi sorgte für eine minutenlange Rotphase, bis die Strecke geräumt war.

So blieb mehr Zeit für das Promi-Schauspiel am Pistenrand. Top-Gast diesmal: US-Reality-Ikone Kim Kardashian, die angeblich auf Einladung von Ferrari-Superstar Hamilton ins Fürstentum reiste. Die beiden hatten sich in den vergangenen Monaten häufiger zusammen gezeigt. 

Kim Kardashian gehört zu den vielen Promis beim Formel-1-Gastspiel in Monaco.
Kim Kardashian gehört zu den vielen Promis beim Formel-1-Gastspiel in Monaco. Bild: David Davies/PA Wire/dpa

Im Kampf um die Spitzenzeiten aber hatte Hamilton zunächst das Nachsehen. Verstappen war im zweiten Durchgang plötzlich Schnellster vor Antonelli, die vier Topteams konnten sich allesamt vor dem Finale Hoffnungen auf die so wertvolle Pole Position machen.

Für Routinier Hülkenberg war dagegen in seiner Wahlheimat schon Feierabend, bevor es am Ende zwischen den Top-Piloten so richtig zur Sache ging. Wieder einmal mit dem besten Ende für Antonelli. Sein Chef Toto Wolff sah gar "eine Runde für die Geschichtsbücher". (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
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