Der Ebola-Ausbruch in Zentralafrika hat auch Auswirkungen auf die Fußball-WM.
Der Ebola-Ausbruch in Zentralafrika hat auch Auswirkungen auf die Fußball-WM. Bild: Moses Sawasawa/AP/dpa
WM-Infos
Wegen Ebola: WM-Gastgeber kündigen Schutzmaßnahmen an

Freie Presse auf Google News folgen

Der Ebola-Ausbruch in Zentralafrika hat auch Auswirkungen auf die Fußball-WM. Die drei Gastgeber-Länder ergreifen Schutzmaßnahmen.

Washington.

Angesichts des Ebola-Ausbruchs in Zentralafrika haben die USA, Kanada und Mexiko für die Fußball-WM gemeinsame Maßnahmen angekündigt. Wie die US-Regierung im Namen der drei Gastgeber-Länder mitteilte, sollen abgestimmte Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit bei Reisen aus afrikanischen Regionen mit dem höchsten Ebola-Risiko ergriffen werden. Details wurden jedoch nicht genannt.

"Dieser koordinierte Ansatz zielt darauf ab, unsere Bürger und die Millionen von Besuchern, Fans, Athleten und Touristen, die zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 erwartet werden, zu schützen und gleichzeitig den Reise- und Warenverkehr über unsere Grenzen hinweg aufrechtzuerhalten", hieß es in dem Statement. Offen ist, ob damit Einreiseverbote oder Quarantänemaßnahmen verbunden sind. 

"Die Gesundheit und Sicherheit aller Menschen in der Region hat für uns höchste Priorität, während wir die Welt in Nordamerika willkommen heißen", hieß es lediglich.

Mehr als 1.000 Verdachtsfälle 

Der Osten der Demokratischen Republik Kongo und Teile von Uganda sind derzeit von einem Ausbruch des gefährlichen Ebola-Virus betroffen. Nach jüngsten Regierungsangaben gibt es in Kongo mehr als 1.000 Verdachtsfälle und rund 250 Tote. Im östlichen Nachbarland Uganda sind die Zahlen deutlich geringer.

Ebolafieber ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. 

In den Jahren 2014 und 2015 waren bei einer Ebola-Epidemie in Westafrika mehr als 11.000 Menschen gestorben. Beim zweitschwersten Ausbruch von 2018 bis 2020 in den auch jetzt betroffenen Provinzen im Ostkongo starben rund 2.300 Menschen. Der Ausbruch des seltenen Bundibugyo-Typs des Ebola-Virus, gegen den es weder einen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt, macht die Lage besonders schwierig. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
Das könnte Sie auch interessieren
29.05.2026
2 min.
Tödlicher Badeunfall am Stausee Rabenstein: Großaufgebot an Einsatzkräften suchte zwei Stunden lang nach dem Opfer
Tödlicher Badeunfall am Stausee Rabenstein: Großaufgebot an Einsatzkräften suchte zwei Stunden lang nach dem Opfer - Bei einem Badeunfall am Stausee Rabenstein ist am Donnerstagabend ein Mann ertrunken.
Mit mehreren Booten, Drohnen und Spezialtauchern wurde am Donnerstagabend ein Mann gesucht, der 25 Meter vom Ufer entfernt untergegangen war. Er konnte nur noch tot geborgen werden. Mittlerweile steht seine Identität fest.
Benjamin Lummer
18:00 Uhr
3 min.
Anton-Günther-Ausstellung im Erzgebirge eröffnet – mit Überraschung am Ende
Anton-Günther-Ausstellung im Erzgebirge eröffnet – mit Überraschung am Ende - Museumsleiter Lasse Eggers (l.) zeigt Exponate aus der Sammlung von Heiner Stephani.
Im Olbernhauer Stadtmuseum werden derzeit mehr als 100 Liedpostkarten mit Werken des Mundartdichters gezeigt. Zur Vernissage erklang sogar verschollen Geglaubtes.
Joseph Wenzel
25.05.2026
4 min.
Zahl der Ebola-Verdachtsfälle im Kongo steigt auf über 900
Zahl der Ebola-Verdachtsfälle im Kongo steigt auf über 900 - Auch die Leichen verstorbener Ebola-Patienten sind hochansteckend. (Archivbild)
Die Zahlen der Ebola-Verdachtsfälle in der Demokratischen Republik Kongo steigen weiter an. Auch aus dem Nachbarland Uganda werden neue Fälle gemeldet.
24.05.2026
3 min.
Zahl mutmaßlicher Ebola-Toter steigt auf über 200
Zahl mutmaßlicher Ebola-Toter steigt auf über 200 - Gewalt und Unsicherheit behindern die Bekämpfung der Epidemie.
Im Osten der Demokratischen Republik Kongo steigt die Zahl der Ebola-Verdachtsfälle weiter an. Die Angst vor einer weiteren Ausbreitung des Ausbruchs ist groß.
28.05.2026
3 min.
Das ist die meistgestellte Frage der Kunden der Oederaner Bäckerei Möbius
Das ist die meistgestellte Frage der Kunden der Oederaner Bäckerei Möbius - Mandy Kiesewalter und Markus Grimm zeigen Überraschungstüten, wie sie auch in der Filiale der Bäckerei Möbius an der Kesselgasse in Freiberg angeboten werden.
Wo landen die nicht verkauften Waren des Bäckereibetriebs? Darauf gibt es viele Antworten. Eine Variante ist jetzt entfallen. Dafür soll eine Idee in einem Freiberger Geschäft umgesetzt werden.
Jan Leißner
18:00 Uhr
4 min.
Nach Brand im Erzgebirge: Wie eine Familie versucht, wieder in den Alltag zu finden
Nach Brand im Erzgebirge: Wie eine Familie versucht, wieder in den Alltag zu finden - Emotionaler Moment: Michael Hilbrich entdeckt im Brandschutt des zerstörten Dachbodens ein Foto, das die Flammen nicht vernichtet haben.
Ein Feuer hat in dieser Woche das Zuhause einer Familie in Neudorf stark beschädigt. Hilfe kommt nun von vielen Seiten. Unterdessen durchlebt die betroffene Familie ein Wechselbad der Gefühle.
Antje Flath
Mehr Artikel