Auerbach investiert Millionenbetrag in größte Kita der Stadt

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Ursprünglich sollte der Brandschutz im "Mischka" erneuert werden. Jetzt legt die Kommune einen Sanierungsplan für 1,75 Millionen Euro vor. Nur ein Bruchteil davon ist mit Fördermitteln unterlegt.

Auerbach Die Kita Mischka im Auerbacher Neubaugebiet ist ein Plattenbau aus DDR-Zeiten. Und obwohl er vor 17 Jahren für eine halbe Million umfassend saniert wurde, will die Stadt Auerbach jetzt 1,75 Millionen Euro in den Brandschutz und eine grundlegende Sanierung investieren. Begründung: Die gesetzlichen Auflagen machten dies notwendig. Zudem sei das Geld gut angelegt, denn mit einer Kapazität von bis zu 240 Kindern sei es die größte Kita in der Stadt, erläuterte Bauamtsleiter Patrick Zschiesche den Stadträten am Dienstag. Das Gremium folgte dem Plan einstimmig, obwohl bei der Finanzierung noch Fragen offen sind und aktuell die Materialpreise auf dem Baumarkt durch die Decke gehen.

Bereits 2020 hatte der Stadtrat einen Baubeschluss für die Kita Mischka gefasst. Damaliger Umfang: rund 400.000 Euro. Jetzt wurde der Beschluss neu gefasst.

Das Vierfache der ursprünglich geplanten Kosten - laut Patrick Zschiesche begründe sich das damit, dass erst nur der Brandschutz ertüchtigt werden sollte und sich im Zuge der konkreten Planung hierfür die umfassendere Sanierung aufgedrängt habe.

Der Bauamtsleiter listete die größten Posten auf und unterlegte den Sanierungsbedarf mit entsprechenden Fotos: Fenster, Türen, Brandschutztüren innen und außen, Fassade: 250.000 Euro, Elektroarbeiten: 310.000 Euro, Malerarbeiten 175.000 Euro, Bodenbelag 100.000 Euro, Heizung mit Rohrleitungen und Heizkörpern: 80.000 Euro; Trockenbau, Fliesenarbeiten, Verputzen und Verschattungsanlagen: 200.000 Euro; Planung, etc.

Der Eingriff in das Gebäude im Auerbacher Neubaugebiet soll dieses und nächstes Jahr dauern und bei laufendem Betrieb erfolgen. Man sei sich bewusst, dass das für Kinder und Betreuer mit Einschränkungen und Belastungen verbunden ist und sei deshalb mit Kitaleitung und Elternrat im Gespräch. Laut Zschiesche wird die Einrichtung aktuell von 160 Kindern besucht, weshalb Luft für Ausweichmöglichkeiten innerhalb des vierteiligen Gebäudekomplexes bestehe.

Das Sanierungsprojekt ist bislang mit knapp 150.000 Euro Fördergeld unterlegt - bemessen am ursprünglichen finanziellen Umfang. Ob sich weitere Fördertöpfe auftun, ist offen. Demnach ist geplant, einen Teil über Eigenmittel der Kommune, einen zweiten über investive Schlüsselzuweisungen und einen dritten über Kredit zu finanzieren.

Wie hoch die Kreditaufnahme sein wird, konnte die Fachfrau für kommunale Finanzen, Peggy Hein, noch nicht beantworten. Kritisch hinterfragte ein Stadtrat auch, wieso die Fenster nach nicht mal 20 Jahren bereits wieder ausgewechselt werden. Patrick Zschiesche räumte ein, dass die Zeitspanne nicht groß sei, warnte aber davor, bestimmte Arbeiten doppelt finanzieren zu müssen, wenn man in fünf Jahren wieder in das Gebäude reinreiße.

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