Nach Anschlag auf Rodewischer Firma 30.000 Euro für Hinweise

Das Landeskriminalamt Sachsen hat für Hinweise, die den Brandanschlag auf die Rodewischer Baufirma VSTR vom Dienstag vergangener Woche betreffen, eine Belohnung von 30.000 Euro ausgelobt. Das teilte die Polizei am Donnerstag mit. Auch für einen Anschlag in der gleichen Nacht auf das Bautzener Bauunternehmen Hentschke Bau gibt es eine Belohnung in gleicher Höhe.

In der vergangenen Woche war ein Bekennerschreiben im Internet aufgetaucht, wonach beide Anschläge im Zusammenhang mit dem Neubau der Justizvollzugsanstalt in Zwickau stehen. VSTR und Hentschke Bau arbeiten auf dem Gelände des geplanten Großgefängnisses. "Der Kampf um die Befreiung der Menschen muss die Knastgesellschaft abschaffen", schreiben die unbekannten Verfasser. Ein Gefängnis sei "ein Instrument der Macht". Weiter heißt es: "Wir hoffen mit unseren Flammen all die zu wärmen, die in den kalten Mauern der Knaste verweilen." Die Polizei war bereits vorher bei der Brandstiftung in Rodewisch von einem linksextremistischen Hintergrund ausgegangen.

Innenminister Roland Wöller (CDU) hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass er mit den betroffenen Baufirmen das Gespräch suchen will: "Wir sind dabei, Maßnahmen zu prüfen, wie wir besser schützen können." Der VSTR-Vorstand Jürgen Rannacher hatte zuvor in Aussicht gestellt, dass sich das Unternehmen von dem Projekt in Zwickau zurückziehen könnte, falls der Freistaat keine Sicherheitsvorkehrungen ergreift. (kok)

0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...