Verirrte Kuh sorgt für Sperrung auf A 72 im Vogtland

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Ein ausgebüxtes Rindvieh hat in der Nacht zum Montag den Verkehr auf der Autobahn für längere Zeit lahmgelegt. Unklar ist, wie es dorthin kam.

Treuen/Reichenbach.

Zum Glück war das Fell des Tieres hell: Eine Streife der Autobahnpolizei hat in der Nacht zum Montag eine Kuh auf der Autobahn 72 zwischen Treuen und Reichenbach, Höhe Hartmannsgrün, entdeckt und sofort die Fahrspur Richtung Zwickau gesperrt. Das Tier war unmittelbar vor dem Streifenwagen über die Fahrbahn getrottet. Zunächst versuchten die Beamten selbst, die Kuh vom Asphalt zu lotsen. Als diese Bemühungen scheiterten, riefen sie in der Umgebung ansässige Landwirte sowie die Feuerwehr zu Hilfe.

Diese rückte gegen Mitternacht mit insgesamt 40 Kräften an, die Wehren von Treuen, Hartmannsgrün und Reichenbach waren im Einsatz und öffneten an zwei Stellen den Wildschutzzaun. Die Feuerwehr bildete mit ihren Rettungsleinen einen großen Kreis und drängte die Kuh in Richtung der Lücken. Nach rund einer Stunde konnte das Rind von einem fachkundigen Bauern zurück auf die Weide geleitet werden, von der es offenbar ausgebüchst war. Gegen 1.15 Uhr konnte die Feuerwehr abziehen. "Wie das Tier überhaupt auf die Autobahn kommen konnte, ist bisher unklar", so Daniel Löwenhagen, der den Einsatz der Feuerwehr leitete. Er vermutet einen Zusammenhang mit den aktuellen Baumaßnahmen, dadurch könnte es andernorts offene Stellen im Zaun gegeben haben. Die Strecke soll daraufhin untersucht werden. Die Autobahn war nach Angaben der Polizei für zirka eine Stunde voll gesperrt. Wegen des beginnenden Lkw-Verkehrs hatten sich bereits lange Staus gebildet. Immerhin: Alles ging glimpflich ab, weder Menschen noch Tiere oder Autos kamen zu Schaden.

Der Halter der Kuh konnte noch in der Nacht ermittelt werden und nahm das Tier laut Polizeibericht "glücklich in seine Obhut". Mit einer Anzeige, etwa wegen fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs, müssen die Besitzer nicht rechnen: Nach Auskunft der Polizei beschränkt man sich in solchen Fällen auf die Hilfe: "So was kann schon mal passieren."

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