Klingenthaler Campingplatz jetzt attraktiver

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Die Anlage im idyllischen Klingenthaler Dürrenbachtal hat sich zu einem internationalen Treffpunkt etabliert.

Klingenthal. An diesem Wochenende wird es auf dem Campingplatz im Klingenthaler Dürrenbachtal wieder voll. Viele Teilnehmer des Bulli-Summer-Camps in der Vogtland-Arena werden die Anlage mit ihren 30 Stellplätzen für Zelte und Wohnmobile zum Übernachten nutzen. Pächter Ralph Lazarus freut sich nicht nur über die Gäste, sondern auch darüber, dass er ihnen neue Sanitäranlagen bieten kann. Mit fünf neuen Waschbecken und zwei großen Spülen ist der Container nun ausgestattet. "Das wurde wirklich Zeit, der Container ist Baujahr 1992", sagt er, und zeigt dazu auf das Firmenschild. Gesponsert hat die neuen Anlagen die Klingenthaler Firma Fröhlich & Kahl.

Seit Pfingsten hat die Anlage geöffnet, und die Nachfrage ist wesentlich größer als das Platzangebot. "Wir sind quasi überlastet und müssen fast täglich Absagen schreiben", beschreibt Ralph Lazarus die Situation. 16,50 Euro kostet der Stellplatz pro Nacht für zwei Personen im Wohnmobil. Dazu kommen pro Gast und Tag 1,50 Euro Kurtaxe. Allerdings wundern sich viele Gäste, dass die Kurtaxe nicht auch die kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ermöglicht. Anderswo gehöre das zum Standard.

Seit 20 Jahren betreibt Ralph Lazarus mit seiner Frau Evelyn als Pächter den 13.000 Quadratmeter großen Campingplatz. Eigentümer ist die Stadt Klingenthal. "Die Stadt hat ein Sorgenkind weniger: Die Betreibung des Zeltplatzes im Dürrenbachtal ist gesichert", hieß es dazu am 24. Februar 2001 in der "Freien Presse". Der damalige Bürgermeister Reiner Schneidenbach übergab die Schlüssel für den Zeltplatz persönlich an die neuen Pächter.

"So lange ist das schon her", sinniert Ralph Lazarus. Entstanden ist seither auch ein neues Anmeldegebäude mit einer Gaststube. Inzwischen ist die Anlage wieder international bekannt. Der Klingenthaler Campingplatz ist der einzige große im oberen Vogtland, ideal gelegen auf der Route von Nord nach Süd oder umgekehrt. Hier treffen sich Österreicher mit Schweden und Norwegern. "Auch aus den USA, Kanada oder Australien hatten wir schon Gäste", erzählt Ralph Lazarus. Er hat es erlebte, wie Niederländer heiß darauf waren, in der Schaumanufaktur die Herstellung von Musikinstrumenten zu filmen. Die gibt es nun aber schon Jahre nicht mehr.

Viele Camper sind Stammgäste, die gerne lange bleiben - bis zu vier Monaten. "Die Berliner genießen vor allem die Ruhe", weiß der Betreiber. Und die findet man tatsächlich reichlich im Dürrenbachtal.

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