Tanken, Zigaretten, Bordellbesuch in Tschechien: Verstöße gegen Corona-Regeln

Bundespolizisten haben am Wochenende an Grenzübergängen in Eichigt und Johanngeorgenstadt insgesamt elf Personen ertappt, die gegen Schutzverordnungen verstießen. Sie müssen nun in Quarantäne. Einige stammen aus dem Vogtland.

Eichigt/Johanngeorgenstadt.

Bei verstärkten Kontrollen an der deutsch-tschechischen Grenze in Eichigt und Johanngeorgenstadt haben Beamte der Bundespolizeiinspektion Klingenthal am Wochenende mehrere Personen erwischt. Sie verstießen gegen die Corona-Schutzverordnungen zur Eindämmung des Virus. Das teilte Pressesprecher Eckhard Fiedler mit. Gründe für den Grenzübergang waren unter anderem Tanken, der Kauf von Zigaretten und Bordellbesuche. "Das sind alles keine triftigen Gründe", erklärte Fiedler auf Nachfrage. 

So passierte am Freitagnachmittag passierte ein Plauener (54) mit seinem Pkw die deutsch-tschechische Grenze im Eichigter Ortsteil Ebmath und gab bei der Kontrolle an, dass er zum Tanken und Zigarettenkauf im Nachbarland war.

An gleicher Stelle überfuhren in der Nacht zum Samstag drei Männer ( 21, 24 und 48 Jahre) die Grenze aus Tschechien kommend. Sie kamen ursprünglich aus Thüringen und Niedersachsen und nannten als Reisegrund den Besuch einer Cousine sowie einen Bordellbesuch.

Ebenfalls in Ebmath passierten in der Nacht zum Sonntag drei türkische Staatsangehörige im Alter zwischen 45 und 48 Jahren mit Wohnsitz im Vogtlandkreis in einem Pkw die Grenze. Auch hier war der Reisegrund eigenen Angaben nach der Besuch eines Bordells in Tschechien.

Am Sonntagnachmittag stoppten Bundespolizisten am selben Ort einen VW Touran. In ihm befanden sich ein irakischer Staatsangehöriger (60) und sein Sohn (21). Beide wohnen in Plauen. Grund der Reise war ein Zigarettenkauf in Tschechien.

In Johanngeorgenstadt überprüften Einsatzkräfte ebenfalls am Sonntagnachmittag zwei Frauen (32 und 36 Jahre), die sich am ehemaligen Grenzübergang aufhielten. Die beiden aus Thüringen stammenden Personen konnten keinen triftigen Grund für ihren Ausflug ins Erzgebirge angeben.

Alle elf Personen müssen nun nach ihrem Kurzaufenthalt in Tschechien in Quarantäne. Laut Eckhard Fiedler haben sie von den Beamten vor Ort die mündliche Anweisung erhalten, sich in häusliche Absonderung zu begeben. Die schriftliche Aufforderung erfolgt vonseiten der zuständigen Gesundheitsämter. Diese wurden von der Bundespolizei informiert, so Fiedler. 

Sachsen hatte Mitte November den sogenannten kleinen Grenzverkehr mit Tschechien wegen der Corona-Pandemie ausgesetzt. Einkaufs- oder Tankfahrten sind seither nicht mehr von der Quarantänepflicht ausgenommen. (em)

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