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Behörden im Vogtland bereiten sich auf starke Regenfälle und Hochwassergefahr vor: Was Bürger jetzt beachten sollten

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Für die kommenden Tage sind anhaltende Niederschläge vorausgesagt: Wie und wo Bürger Sandsäcke bekommen und weitere wichtige Informationen im Überblick.

Plauen.

Wegen des vorhergesagten Starkregens und der damit einhergehenden Hochwassergefahr bereiten sich die Behörden im Vogtland auf eine Sonderlage vor. Die aktuelle Situation im Blick:

Landeshochwasserzentrum: Die Behörde warnt für das Vogtland vor möglichen lokalen Sturzfluten und dem kurzzeitigen Überschreiten von Alarmstufe 3 an der Weißen Elster sowie an der Mulde.

Sandsäcke werden ausgegeben: Die von der Stadt Plauen angeschaffte Maschine zum Befüllen von Sandsäcken ist einsatzbereit. Die Berufsfeuerwehr füllt die Säcke und gibt sie seit Freitagmittag aus. Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass die Säcke nicht auf eigene Faust abgeholt werden können. „Wir bitten, nicht spontan zum Gelände zu fahren. Wir arbeiten geordnet nach Prioritäten ab“, sagte Feuerwehrchef René Schreiter. Bürger müssen ihren Bedarf über ein Portal anmelden und auf einen Rückruf warten, wo sie die Säcke abholen können. Die Einträge werden von der Berufsfeuerwehr nach Priorität abgearbeitet. Sie entscheidet auch, wer wie viele Säcke bekommt. „Wir bitten um Verständnis, dass nicht alle Anfragen sofort, sondern nach und nach abgearbeitet werden können“, sagte Schreiter. Bereits am Donnerstag waren die ersten 2000 Sandsäcke gefüllt worden. Einige wurden bereits an neuralgische Stellen gebracht – unter anderem kamen 700 Säcke nach Altchrieschwitz. Auch in Straßberg liegen vorsorglich 500 Sandsäcke bereit. Das Technische Hilfswerk füllt kontinuierlich weitere Sandsäcke. Bislang hätten 25 Bürger Sandsäcke abgeholt, die Ausgabe werde auch am Samstag fortgesetzt, so Schreiter. Hier geht es zum Portal: www.freiepresse.de/sandsackpl

Straßensperrungen: Der Rettungszweckverband richtet eine Meldestelle für notwendige Straßensperrungen ein, um diese besser zu koordinieren. Feuerwehren, Polizei sowie die Straßenmeister und Kommunen melden dort Straßensperrungen.

Anwohner sollen Bachläufe kontrollieren: „Wir bitten Anwohner in der Nähe von Bachläufen, dort vor allem im Eigeninteresse zu kontrollieren, ob eventuell große Äste oder Bretter und Balken angeschwemmt sind und die Läufe verstopft sind. Es ist wichtig, dass diese freigeräumt werden und jeder, der kann, mit anpackt“, so Plauens Baubürgermeisterin Kerstin Wolf. Im Fall eines extremen Regens mit Überschwemmungsgefahr sollte jeder Bürger seinen Keller oder die Tiefgaragen im Blick haben und gegebenenfalls räumen.

Stadt Plauen lässt Baustellen an Flüssen beräumen: Die aktuell zwei größten Baustellen an Flüssen befinden sich an der Syra und an der Weißen Elster/Neue Elsterbrücke. „Das Schutzgerüst, das gerade in der Syra steht, wird entfernt. Auch in der Baustelle Neue Elsterbrücke wird derzeit beräumt“, hieß es.

Bürgertelefon ist geschaltet: Die Stadt Plauen hat ein Bürgertelefon eingerichtet. Die Hotline 03741 291-2345 war wegen geringer Nachfrage am Freitagnachmittag zunächst nicht mehr besetzt gewesen. Bei erhöhtem Bedarf wird die Nummer wieder besetzt. Bei Notfällen sollte unbedingt die 112 oder 110 gewählt werden. Alle Informationen findet man auch weiterhin unter plauen.de/hochwasser

Vorkehrungen in Reichenbach: Die Stadt Reichenbach gibt seit Freitag Sandsäcke aus, und zwar in der Firma Lorenz & Kunze Schüttgut-Baustoffhandel an der Burgstraße 65. Die Säcke sind kostenlos, der Sand muss selbst abgefüllt und nach Gewicht bezahlt werden. Die Firma ist auch am Samstag von 8 bis 12 Uhr geöffnet. Die Hotline des Rathauses, Telefon 03765 524-2121, ist am Freitag bis 21 Uhr besetzt sowie Samstag und Sonntag jeweils von 7 bis 21 Uhr.

Im Plauener Landratsamt wird übers Wochenende ein Lagezentrum eingerichtet. Dort läuft die Kommunikation mit Städten und Gemeinden. Im Feuerwehrtechnischen Zentrum lagern zur Unterstützung der Kommunen rund 100.000 Sandsäcke zum Abruf.

Der Rettungszweckverband bietet im Internet eine Karte, an der Bürger nicht nur die etwaige aktuelle Hochwasserlage für ihre Gemeinde ablesen können, sondern auch, ob und wo es Stromausfälle und andere Sonderlagen gibt. (nd/nij/su)

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