Plauener Protestbewegung "Wir sind Deutschland" löst sich auf

Plauen. Die Plauener Bürgerprotestbewegung "Wir sind Deutschland" (WsD) gibt es nicht mehr. Tilo Eckardt vom Vorstand teilte am Montag mit, dass der Verein aufgelöst wurde. "Leider haben wir gemerkt, dass die Politikverdrossenheit der deutschen Bevölkerung sehr groß ist. Viele sind zwar unzufrieden, meckern in Kneipen und auf Arbeit, im Freundeskreis und nicht zuletzt in sozialen Medien, aber bereit, gemeinsam etwas an der aktuellen Politik- und Wirtschaftssituation zu ändern, sind leider die wenigsten", so Eckardt. Der Verein habe feststellen müssen, "dass all unsere Kraft, die wir in den Verein sowie in Aktivitäten, wie zum Beispiel zuletzt ein monatliches Infoblatt gesteckt haben, nur vergebene Liebesmühe waren und uns immens Nerven und Kraft gekostet haben". Nach verschiedenen internen Unstimmigkeiten hatte sich der Verein erst in den vergangenen Monaten neu aufgestellt. Ziel war es, zum einen mehr Menschen zu erreichen und zu informieren und zum anderen sie miteinander zu vernetzen.

Die Protestbewegung hatte sich im Herbst 2015 gegründet, organisierte fortan in Plauen regelmäßig Kundgebungen. Dabei gelang es der WsD, mit asylkritischen Äußerungen mehrere tausend Menschen zu mobilisieren. Nach und nach zogen sich Initiatoren aus der Gruppe zurück, sodass am Ende nur noch zwei Mitstreiter übrig blieben, so Eckardt. (bju)

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