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Neustart für das Leben in der Glauchauer Innenstadt

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Nach zwiegespaltener Stimmung sind die Geschäfte wieder offen. Jetzt wollen Händler und die Wirtschaftsförderung mehr.

Glauchau.

Thomas Dietrich ist guter Dinge. Der Inhaber des Modegeschäfts "Apache-Jeans" in Glauchau verspürt eine Art Aufwind, seitdem er sein Geschäft in der Fußgängerzone wieder öffnen dürfte. "Wir freuen uns, dass es wieder weiter geht und die nächsten Lockerungen kommen. Und die Kunden freut es auch", sagt er. Zwar habe sich sein Geschäft auch während der coronabedingten Schließzeit im Internet breit aufgestellt, um die Kunden nicht zu verlieren, aber der direkte Kontakt sei besser. Allerdings seien in der Vergangenheit die unterschiedlichen Beschränkungsregelungen schwer nachzuvollziehen gewesen. Da habe der Kontakt mit dem Handelsverband und der Glauchauer Wirtschaftsförderungsgesellschaft Weberag geholfen, das Dickicht etwas zu lichten.

So sieht es auch Andreas Weber, Vorsitzender der Glauchauer Interessengemeinschaft für Handel und Gewerbe (GIG). Die Stimmung unter den Händlern war zwiegespalten, wegen der unklaren Regelungen", sagt Weber. Doch jetzt werde nach vorn geblickt. Nahezu alle Innenstadtgeschäfte seien wieder am Start. Wegen Corona hat laut Weber niemand aufgeben müssen. Es habe aber Schließungen aus Altersgründen gegeben. "Die Geschäfte hätten auch ohne die Pandemie zugemacht", sagt Weber.

Der Neustart in der Glauchauer Innenstadt wird von einigen Veranstaltungen flankiert, die die Kunden in das Zentrum locken sollen, sagt Silke Weidauer, Projektmanagerin in der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Weberag. Schließlich soll die Wiedereröffnung der Geschäfte erfolgreich für die Gewerbetreibenden und die Kunden sein. Geplant sind verschiedene Innenstadtveranstaltungen. Den Auftakt bildet der erste Glauchauer Genussmarkt vom 25. bis 27. Juni, den der Kulturbetrieb organisiert und der mit einem verkaufsoffenen Sonntag einhergeht. "Back to the City" heißt es am 16. Juli. Die englische Wortgruppe lässt sich mit "Zurück in die Innenstadt" übersetzen und beschreibt laut Weidauer auch das Anliegen: Angebote, kleine Kulturevents und Unterhaltungsangebote sollen die Glauchauer Gäste in das Zentrum locken. Wer sich zutraut, einen kulturellen Beitrag zu leisten, kann sich bei Andreas Weber von der GIG melden. Das Motto ist angelehnt an "Sekt in the City" - eine Innenstadtaktion, die bis zur Corona-Pandemie in Glauchau gut lief. Der erste Frischemarkt wird nach den Worten von Weidauer am 24. Juli über die Bühne gehen, es folgen am 8. Oktober die Sternennacht und am 23. Oktober der zweite Frischemarkt.

"Diese Veranstaltungen helfen uns Händlern", sagt Weber, der selbst ein Juwelier-Geschäft in der Innenstadt betreibt. GIG und Weberag würden dabei eng zusammen- arbeiten. Dabei hat die Weberag den Händlern und Gewerbetreibenden in Glauchau auch während der Lockdown-Zeiten geholfen, vor allem mit Newslettern. Mittlerweile sind es 41 in diesem Jahr. "Damit erreichen wir etwa 400 Gewerbetreibende in der Stadt" sagt Interimsgeschäftsführer Steffen Naumann. Inhalte der elektronischen Post sind unter anderem die Corona-Bestimmungen, staatliche Hilfen und praktische Tipps wie Tests, Nachverfolgung und ähnliches funktionieren sollen. "Jetzt können wir auch wieder im Newsletter auf die Veranstaltungen in Glauchau aufmerksam machen", sagt Silke Weidauer.

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