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Autohändler will einen Gang hochschalten

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Durch den Abriss einer Immobilie an der Hauptstraße soll Platz für die Erweiterung eines Firmengeländes geschaffen werden. Wann die Arbeiten erfolgen, ist unklar.

Steinpleis.

Wenn Ralf Hermann auf seinem Firmengelände an der Hauptstraße in Steinpleis unterwegs ist, um mit Kunden über den An- und Verkauf eines Fahrzeuges zu sprechen, wird der 35-Jährige jedes Mal an seine Schulzeit erinnert. Denn auf dem Areal, auf dem Hermann einen Autohandel betreibt, stand einst der Speisesaal der Dorfschule des Werdauer Ortsteils. Der Gebäudeteil sowie ein angrenzendes Wohnhaus wurden schon vor einigen Jahren abgerissen. "Ich habe 2011 die Firma Hermann Motors gegründet und bin seit 2012 auf dem Gelände ansässig. Das Grundstück habe ich von der Stadt gepachtet", sagt der Unternehmer.

Jetzt will er noch einen Gang hochschalten und hat das Firmengelände sowie die daran angrenzende Schule, in der er als Kind vier Jahre lang die Schulbank drückte, erwerben. Einem entsprechenden Kaufantrag hat der Stadtrat von Werdau auf seiner jüngsten Sitzung zugestimmt. Die vor mehreren Jahren geschlossene Schule wurde zuletzt vom Werdauer Museum als Depot genutzt. Die kommunale Einrichtung hat das Haus im Vorjahr beräumt. Nun werden die Gegenstände in einem renovierten Fachwerkhaus auf dem Museumsgelände aufbewahrt. Seit Dezember 2020 steht die Immobilie an der Hauptstraße in Steinpleis leer.

"Der vordere Teil des Gebäudes wird abgerissen. Der 1964 auf der Rückseite erfolgte Anbau bleibt stehen", sagt Hermann. Wann die Arbeiten erfolgen sollen, ist unklar. "Jetzt muss erst einmal der ganze Kauf abgewickelt und die notariellen Angelegenheiten geklärt werden." Die Pläne der Geschäftsmanns: Nach dem Abbruch soll sie gewonnene Fläche zur Erweiterung des Gewerbes genutzt werden. "Derzeit stoßen wir an unsere Grenzen. Wir benötigen mehr Fläche, um die Fahrzeuge auch entsprechend präsentieren zu können. Außerdem möchte ich langfristig das Personal aufstocken und neue Mitarbeiten einstellen", sagt der 35-Jährige.

Nicht nur der Autohändler ist im Ort sowie über dessen Grenzen hinaus ein Begriff, sondern auch der seines Vater. Steffen Hermann betreibt wenige Meter weiter, nur durch die alte Schule getrennt, ein Motorradgeschäft. "Mit dem Erwerb des Gebäudes habe ich nichts zu tun, das ist Angelegenheit meines Sohnes", sagt der Motorradhändler. Beide Firmen arbeiten getrennt voneinander, auch wenn der Junior irgendwann einmal die Firma des Vater übernehmen und in der fünften Generation fortführen wird. "Wir sind hier seit 1922 präsent und können im kommenden Jahr unser 100. Firmenjubiläum feiern", sagt Steffen Hermann.

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