Wasserspringer Sascha KleinFoto: FABRICE COFFRINI (AFP)
Klein und Wolfram sicher ins Turm-Halbfinale
Die deutschen Wasserspringer dürfen in ihrem letzten Olympia-Wettbewerb doch noch auf eine Medaille hoffen. Vom Turm zeigten der WM-Dritte Sascha Klein und Neuling Martin Wolfram im Vorkampf eine überzeugende Leistung und zogen sicher ins Halbfinale am Samstag ein.
Der 26-jährige Klein (Riesa), der zuletzt an einer Ellenbogenverletzung laborierte, kam nach sechs Sprüngen auf 525,05 Punkte und belegte damit Rang drei. Der sechs Jahre jüngere Wolfram (Dresden) rechtfertigte bei einem starken Olympia-Debüt mit 496,80 Zählern und Rang vier seine Nominierung. Der deutsche Meister hatte den Vorzug vor dem siebenmaligen Europameister Patrick Hausding (Berlin) erhalten.
"Am Anfang war ich ein bisschen nervös, aber das hat sich schnell gelegt. Das Halbfinale wird der schwerste Wettkampf", sagte Klein, der sich wie Wolfram zunächst nur auf den Finaleinzug konzentriert. "Ich hoffe, ich kann morgen noch einen draufsetzen", sagte Wolfram.
Die beste Leistung in einem gutklassigen Feld zeigte Topfavorit und Weltmeister Qiu Bo aus China, der mehrmals die Höchstnote zehn erhielt und nach sechs Sprüngen 563,70 Punkte auf dem Konto hatte. Lokalmatador und Teenie-Star Tom Daley zeigte vor 17.500 begeisterten Zuschauer ungewohnte Schwächen, erreichte mit Rang 15 (448,45) aber ebenfalls die Runde der besten 18. Die Medaillen werden am Samstagabend (20.30/21.30 Uhr) vergeben.
Die deutschen Springer gingen in den bisherigen sieben Entscheidungen leer aus. Die am Freitag veröffentlichte Zielvereinbarung zwischen dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Deutschen Schwimm-Verband (DSV) sah insgesamt dreimal Edelmetall für die Springer vor. Zuletzt blieben sie 1988 in Seoul ohne Medaille. Damals gab es jedoch nur vier Entscheidungen.