Rücktrittsforderungen gegen Ottavio Cinquanta

Foto: TORU YAMANAKA (AFP)

Olympiasieger Kramer fordert Cinquantas Rücktritt

Eisschnelllauf-Olympiasieger und -Superstar Sven Kramer aus den Niederlanden fordert den Rücktritt des Weltverbands-Präsidenten Ottavio Cinquanta (Italien/73) und des niederländischen Vizepräsidenten Jan Dijkema (67). "Diese Männer müssen weg", sagte Kramer (25) dem Sportmagazin "NUsport", nachdem er in Moskau vor fast leeren Tribünen zum fünften Male die Mehrkampf-Weltmeisterschaft gewonnen hatte.

Kramer Ansicht nach sind die beiden Funktionäre zu alt für Reformen, die die Sportart vor allem wieder attraktiv für ein jüngeres Publikum machen sollen. Das Eisschnelllaufen, besonders der Mehrkampf, müsse dringend modernisiert werden. Für diese Disziplin interessierten sich fast keine Ausländer mehr, ernsthafte Konkurrenz habe er nur im eigenen Land.

"Es muss etwas passieren. Es gibt zu viele Läufe, die für das Endergebnis uninteressant sind. Beim Schwimmen oder in der Leichtathletik werden die Vorläufe doch auch nicht live im Fernsehen gezeigt", sagte Kramer. Der niederländische Fernsehsender NOS war in Moskau der einzige TV-Sender, der die WM live und in voller Länge übertrug.

Sponsoren, Zuschauer und auch viele Athleten finden die Wettkämpfe zu langatmig und langweilig durch die vielen langen Eisaufbereitungspausen. Untersuchungen in den Niederlanden hatten ergeben, dass das Eisschnelllauf-Publikum überaltert ist. Junge Zuschauer vermissen spektakuläre Aktionen. Bereits Anfang Februar hatte Eisschnelllauf-Idol Ard Schenk weitreichende Modernisierungen des Wettkampfprogrammes gefordert.

 
erschienen am 22.02.2012
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