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Sophie Horter ist Auszubildende für Industriekeramik im 2. Lehrjahr bei der Freiberger Porzellan GmbH an der Zuger Straße. Die junge Frau, die die Fachrichtung Verfahrenstechnik belegt hat, zeigt eine Tasse mit einem Motiv aus der Pfunds-Molkerei in Dresden.

Foto: Eckardt Mildner

Frühstücksgeschirr ist der Renner

Eine Molkerei in Dresden bietet Stücke aus der Freiberger Porzellanfabrik an. Die Kooperation ist aber nur ein Anfang: Die Zusammenarbeit soll bis zum Herbst noch weiter ausgebaut werden.

Von Angelika Neumann
erschienen am 21.04.2017

Freiberg. Farbenfrohe handgemalte Fliesen von Villeroy & Boch schmücken seit 126 Jahren die Räume von Pfunds Molkerei an der Bautzener Straße in Dresden. Sie sind der Hingucker für jährlich tausende Touristen und Einheimische, die sich begeistert den vermutlich schönsten Milchladen der Welt anschauen. Auf Frühstückbrettchen, Tassen und anderem können sie ein kleines Stück dieser Pracht mit nach Hause nehmen, seit 2015 hergestellt in der Freiberger Porzellanfabrik.

"Die Stücke gibt es nur in Pfunds Molkerei und in deren Online-Shop zu kaufen", sagt Hans Jürgen Hanisch, der in der "Porzelline" an der Zuger Straße für Produktion und Vertrieb verantwortlich ist. Engel, Milchjunge, Schäferstündchen und andere romantische Motive des Ladenschmucks zieren das Porzellan aus Freiberg.

Begonnen hat das alles mit Frühstücksbrettchen und einem Jubiläumsbecher zu 135 Jahre Pfunds Molkerei. "Die Form der kleinen Trinkgefäße ist den Bechern nachempfunden, aus denen die Kunden früher im Laden Milch tranken", so Hanisch. Inzwischen kamen noch Fliesen dazu, vier lassen sich zu einem Motiv des historischen Schmuckes zusammenfügen.

Aber auch Kaffeegedecke, Tassen, Schalen, Eierbecher sowie Salz- und Pfefferstreuer gibt es. Derzeit entwickeln die Freiberger noch einen Milchkrug mit Engel oder Milchjunge. Er soll wahrscheinlich im Herbst auf den Ladentisch kommen. Rund 5000 Stücke liefert der kleine Freiberger Betrieb jährlich zu Pfunds Molkerei.

Renner unter den farbenprächtigen Stücken sind die Frühstücksbrettchen, die einen Ausschnitt der Inneneinrichtung des historischen Ladens zeigen. Sophie Horter, Lehrling im zweiten Lehrjahr, erklärt, wie ein solches entsteht: "Das gegossene Porzellanbrettchen wird getrocknet, bei 900 Grad Celsius im Glühbrand gebrannt und ist dann glasiert. Danach kommt der Glattbrand bei 1300 Grad Celsius. Jetzt erhält das Stück ein keramisches Schiebebild und den Dekorbrand bei 850 Grad Celsius." Fertig ist die kleine Kostbarkeit mit den zauberhaften Motiven.

Die Schiebebilder beziehen die Freiberger aus der Wiedemannschen Druckerei Saalfeld. Im Siebdruckverfahren werden in dem Thüringer Betrieb Metallsalzverbindungen aufgebracht. Das Schiebebild hat ungebrannt einen Gelbstich, erst beim Brennen entsteht seine Farbbrillanz.

"Die Zusammenarbeit mit Pfunds Molkerei ist ein schönes Beispiel dafür, wie man heimisches Porzellan gut vermarkten kann", urteilt Hanisch. Und Geschäftsführerin Cornelia Mitzlaff ergänzt: "Es macht Spaß, mit den Leuten dort zu arbeiten."

 
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