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Auf dieser freien Fläche in südlicher Richtung unterhalb des Schlosses Hoheneck soll ein Wohngebiet mit bis zu 17 Mehrfamilienhäusern entstehen. Damit will die Stadt Stollberg das Gebiet rund um das ehemalige DDR-Frauengefängnis weiter zu einem Wohn- und Kulturareal aufwerten.

Foto: Jens UhligBild 1 / 2

Exklusive Wohnlage soll vor allem Pendler zu Stollbergern machen

Unterhalb des Schlosses Hoheneck plant die Stadt ein neues Wohngebiet für Mehrfamilienhäuser. Die Preise für die Eigentumswohnungen sollen jenseits von 2000 Euro pro Quadratmeter liegen.

Von Kathrin Neumann
erschienen am 13.06.2018

Stollberg. Häuser mit Flachdach, viel Glas, moderne Schnitte der Wohnungen, große Balkone, Tiefgaragen - und das für einen Kaufpreis von mehr als 2000 Euro pro Quadratmeter. Stollberg plant am südlichen Hang des Schlosses Hoheneck eine exklusive Wohnlage, wie es sie in der Stadt noch nicht gibt. Auf dem Baufeld sollen aber keine Einfamilienhäuser entstehen, sondern Mehrfamilienhäuser mit Eigentumswohnungen. "Das wäre vor einiger Zeit noch unwirtschaftlich gewesen. Doch seit etwa vier Jahren geht der Trend in eine andere Richtung", ist sich Stollbergs Oberbürgermeister Marcel Schmidt sicher. "Wenn in einer Familie beide arbeiten gehen, haben sie keine Lust, abends noch Rasen zu mähen. Lieber sitzen sie auf ihrer Dachterrasse und gucken auf einen schön gemähten Rasen."

Es ist das größte und anspruchsvollste Wohnbauprojekt in Stollberg seit Jahren. Allein die Erschließung kostet mehr als 1 Million Euro. Geht es nach der Stadt, entstehen auf dem Areal maximal 17 Mehrfamilienhäuser mit je höchstens vier Geschossen. Darin: sechs Wohnungen und ein Loft, keine kleiner als 80 Quadratmeter. "Eine anspruchsvolle Bauweise, ein guter Ausblick. In Stil und Preis ist das bisher einmalig in der Region", ist Oberbürgermeister Marcel Schmidt begeistert.

Noch läuft die erste Phase der Planung. Den Vorentwurf des Bebauungsplans hat der Stadtrat gebilligt, aktuell liegt er aus. Die Träger öffentlicher Belange werden beteiligt, darunter das Denkmalamt, das darauf achten wird, dass das Kulturdenkmal Schloss Hoheneck aus der Ferne sichtbar bleibt.

Derzeit laufen Gespräche mit einem Bauträger, Verträge gibt es aber noch nicht, betont Schmidt. Selbst bauen will die Stadt nicht, Schmidt schwebt vor, dass die Bagger komplett unter der Regie des Bauträgers rollen. "Der möchte die Straße gleich in einem Rutsch bauen, und die Baufelder dann Stück für Stück bebauen", so der Oberbürgermeister. In dem Tempo will die Stadt die Flächen auch verkaufen. "Wir werden das Areal nicht aus der Hand geben, weil es im schlechtesten Fall spekulativen Zwecken zum Opfer fallen könnte. Dafür ist es zu wertvoll."

Mit diesem Plan hat die Stadt vor allem Gutverdiener im Blick. "Junge Familien, denen Zeit wichtig ist, die nicht jeden Tag zwei Stunden auf der Autobahn verbringen wollen", so Schmidt. Immerhin pendeln täglich 3500 Menschen zum Arbeiten nach Stollberg. "Aus unserer Sicht kann der Bevölkerungsverlust nur ausgeglichen werden, wenn man Zuzug generiert." Dass das weitere Aufgaben nach sich zieht, ist der Stadt bewusst. So ist bereits geplant, die Kitas an der Seminarstraße und im Dürergebiet um insgesamt 70 bis 80 Plätze zu erweitern.

Damit treibt die Stadt die Umnutzung des Areals rund um Schloss Hoheneck voran. Mit der Erlebniswelt Phänomenia und dem Theater pädagogischen Zentrum geht der Weg längst weg vom reinen Ort des Erinnerns an die Zeit, als er ein Gefängnis war, hin zum Kulturareal. Und es geht weiter. Marcel Schmidt schweben nördlich des Nordflügels ein Schwimmbad, ein kleiner Sportkomplex und eine Parkanlage vor. Und die unterste Etage des Westflügels soll mit hochwertiger Gastronomie besetzt werden, die den Außenbereich bis zur Mauer mit nutzt.

Dass die Stadt mit den hochwertigen Mehrfamilienhäusern den Nerv der Leute treffen wird, davon ist Nils Lange überzeugt. Er hat unter anderem die vier Häuser am obereren Ende des Schlossbergs gebaut, aktuell baut er eines an der Ecke Schillerstraße/Von-Bach-Straße. Ein sechstes Objekt soll bis Sommer 2019 ebenfalls am Schlossberg entstehen. Sein Konzept: Mehrfamilienhaus mit Eigentumswohnungen - am Schlossberg sogar mit Privatgarten. "In der Anschaffung kommt man im Vergleich zum Einfamilienhaus etwa 100.000 bis 150.000 Euro günstiger. Und die Nebenkosten sind geringer", sagt Lange. 80 Prozent der Käufer seiner Eigentumswohnungen kommen von außerhalb: aus Chemnitz, aus dem obereren Erzgebirge, aus den alten Bundesländern. "Stollberg ist begehrt", so Lange.

Beteiligung: Der Vorentwurf des Bebauungsplans für "Wohnen am Schloss" liegt bis zum 6. Juli aus. Die Unterlagen können im Rathaus im Zimmer 212 oder im Internet unter www.stollberg-erzgebirge.de, Bauleitplanung, laufende Verfahren eingesehen werden.

 
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