Die Fregatte "Admiral Grigorowitsch" soll einen Warnschuss im Ärmelkanal abgegeben haben. (Archivbild)
Die Fregatte "Admiral Grigorowitsch" soll einen Warnschuss im Ärmelkanal abgegeben haben. (Archivbild) Bild: Mod Crown Copyright/Ministry of Defence/PA Wire/dpa
Welt
Bericht: Russische Fregatte gibt Warnschuss im Ärmelkanal ab

Freie Presse auf Google News folgen

Durch die Meerenge zwischen England und Frankreich fahren immer wieder russische Kriegsschiffe. Sollen sie die Schattenflotte beschützen?

London.

Ein russisches Kriegsschiff hat einem Bericht zufolge im Ärmelkanal einen Warnschuss auf eine Jacht abgegeben. Wie die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf ungenannte Quellen meldete, soll es sich bei dem Schiff um die Fregatte "Admiral Grigorowitsch" handeln. 

Das Kriegsschiff soll zu dem Zeitpunkt am späten Vormittag zwischen der britischen Isle of White und der Küste der französischen Region Normandie unterwegs gewesen sein. Die Jacht soll dem russischen Schiff demnach zu nahe gekommen sein. 

Ministerium in Moskau bestätigt Vorfall

Das russische Verteidigungsministerium bestätigte später den Vorfall. Die Jacht habe auf mehrere Kontaktversuche nicht reagiert und die Distanz immer weiter verringert. Bei einer Entfernung von 150 Metern habe der Kapitän der Fregatte dann den Befehl zum Eröffnen der Warnschüsse gegeben. "Die Besatzung der Fregatte "Admiral Grigorowitsch" hat in strenger Übereinkunft mit den international geltenden Schifffahrtsregeln gehandelt und alles getan, um den Vorfall zu verhindern", betonte das Ministerium in Moskau.

Erst vor einigen Tagen stoppte die britische Marine einen Öltanker im Ärmelkanal, der der russischen Schattenflotte zugerechnet wird. Experten zufolge soll die Präsenz russischer Kriegsschiffe von einem derartigen Vorgehen abschrecken.

Mit Schiffen der sogenannten Schattenflotte versucht Russland, die Sanktionen von westlichen Unterstützern der Ukraine zu umgehen. Nach britischen Angaben handelt es sich um mehr als 700 Schiffe, die unter der Flagge verschiedener Staaten fahren und russische Ölexporte transportieren. (dpa)

© Copyright dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
Das könnte Sie auch interessieren
15.06.2026
4 min.
Mittelsachsen: Die Frau, die jeden Monat 8 Millionen Euro auszahlt
Mittelsachsen: Die Frau, die jeden Monat 8 Millionen Euro auszahlt - Anja Friedrich ist seit einem Jahr Geschäftsführerin des Jobcenters Mittelsachsen. Hier am Standort Mittweida.
Seit einem Jahr leitet Anja Friedrich (48) das Jobcenter Mittelsachsen. Im Interview spricht sie über Not und Betrug, Arbeit, Leistung und Sanktionen. Ein Thema macht ihr besonders Sorgen.
Cornelia Schönberg
20:00 Uhr
4 min.
Gefährliche Chemikalien in Chemnitzer Wohnung: „Wie eine tickende Zeitbombe“
Gefährliche Chemikalien in Chemnitzer Wohnung: „Wie eine tickende Zeitbombe“ - Eigentlich eine eher ruhige Gegend: die Humboldtstraße auf dem Chemnitzer Sonnenberg. Nun gab es zum wiederholten Male einen großen Einsatz wegen explosiver Substanzen in einer Wohnung.
Auf dem Sonnenberg haben Polizei, Feuerwehr und Landeskriminalamt teils explosive Substanzen sichergestellt. Offenbar gehören sie einem Mieter, der wegen ähnlicher Vorwürfe schon mehrfach vor Gericht stand.
Michael Müller
20:02 Uhr
2 min.
Gefragter als Kimmich: Instagram-Hype um Kap-Verde-Torwart
Gefragter als Kimmich: Instagram-Hype um Kap-Verde-Torwart - Vozinha feiert mit der Flagge von Kap Verde.
Was hinter Vozinhas rasantem Social-Media-Hype steckt: Tränen, Paraden und ein brasilianischer TV-Aufruf machen den Kap-Verde-Keeper zum WM-Phänomen. Jetzt feiert ihn die halbe Welt.
14.06.2026
3 min.
Starmer: Britische Armee stoppt Schattenflotte-Tanker
Starmer: Britische Armee stoppt Schattenflotte-Tanker - Britische Streitkräfte haben ein Schiff geentert, das zur russischen Schattenflotte gehören soll. (Handout)
Mit Schiffen der sogenannten Schattenflotte versucht Russland, die wegen des Ukraine-Kriegs verhängten Sanktionen zu umgehen. Nun stoppen die britischen Streitkräfte einen Öltanker im Ärmelkanal.
15.06.2026
4 min.
Keine drei Jahre in Betrieb: 10-Millionen-Euro-Windrad in Oberwiera wird wieder abgerissen
Keine drei Jahre in Betrieb: 10-Millionen-Euro-Windrad in Oberwiera wird wieder abgerissen - Blick nach Oberwiera: Hier dreht sich seit Dezember 2023 ein Windrad mit einer Nabenhöhe von 169 Metern.
In Oberwiera kommt es zu einem Novum: Hersteller und Betreiber reagieren auf die Lärmprobleme der erst 2023 errichteten Anlage. Bis wann der Rückbau abgeschlossen sein soll.
Holger Frenzel
17:45 Uhr
5 min.
G7 will Druck auf Russland erhöhen
G7 will Druck auf Russland erhöhen - Trump und Selenskyj treffen sich auf dem G7-Gipfel.
Die USA sehen ein Ende des Krieges mit dem Iran. Nun geht es beim G7-Gipfel auch wieder um die Ukraine. Trump sucht das Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten.
Ansgar Haase, Anna Ringle, Michael Fischer, Jörg Blank und Michael Evers, dpa
Mehr Artikel