Ortschronist hofft auf Einigung zu Bahndamm

Horst Hermsdorf bereitet Wanderung zum 20. Mittelpunktsingen vor

Naundorf.

Der Naundorfer Ortschronist und Bürgerpreisträger von Bobritzsch-Hilbersdorf, Horst Hermsdorf (Foto), setzt große Hoffnungen darauf, dass der Rad- und Wanderweg auf dem Bahndamm der ehemaligen Schmalspurstrecke nach Colmnitz bald wieder genutzt werden kann. Die Deutsche Bahn hatte den Weg kürzlich gesperrt, weil die Brücken auf der Strecke durch den Tharandter Wald desolat seien. "Ich bereite derzeit die Wanderung zum Mittelpunktsingen vor, das in diesem Jahr zum 20. Mal stattfindet", erklärt der 78-Jährige. Das Treffen von Chören, Waldhornbläsern und sangesfreudigen Wanderern hat sich inzwischen zu einer Tradition entwickelt. Es findet immer am ersten Septemberwochenende am geografischen Mittelpunkt Sachsens statt, der am besten über den ehemaligen Bahndamm zu erreichen ist. "Es gibt zwar eine Alternative über den Tännichtweg", weiß der Zimmermannsmeister, "aber die Strecke ist ausgespült und für Leute kaum zu bewältigen, denen das Gehen schwerfällt." Dabei hofft der Senior beim Jubiläumssingen am 2.September auf besonders regen Zuspruch: "Es soll auch eine Überraschung für das Publikum geben." Bürgermeister Volker Haupt hatte bereits angekündigt, sich wegen des Weges mit seinen Amtskollegen in Klingenberg und Tharandt sowie Vertretern der Bahn und des Sachsenforsts zusammensetzen zu wollen. "Wir können der Sperrung nicht tatenlos zusehen", urteilt der CDU-Politiker.

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