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Foto: Hendrik Schmidt/Archiv

Stiftung befürwortet Konzept für Gedenkstätte im früheren KZ Sachsenburg

erschienen am 15.05.2018

Frankenberg. Die Gremien der Stiftung Sächsische Gedenkstätten haben jetzt eine für den Erinnerungsort des früheren Konzentrationslager Sachsenburg wegweisende Entscheidung getroffen. Der Stiftungsrat hat die "grundsätzliche Umsetzung" des Konzeptes für die Gedenkstätte in dem früheren KZ empfohlen.

Wie die Sprecherin der Stiftung, Julia Spohr, am Dienstag erklärte, sei der Stiftungsrat damit dem Stiftungsbeirat und dem Wissenschaftlichen Beirat der Stiftung gefolgt, die sich im Vorfeld ebenfalls für die Errichtung der Gedenkstätte Sachsenburg ausgesprochen hatten. Die Vorsitzende des Stiftungsrates, Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange begrüßte das positive Signal des Stiftungsrates.

In einer Debatte im Sächsischen Landtag hatte erst Ende April die Frankenberger CDU-Landtagsabgeordnete Iris Firmenich darauf verwiesen, dass die Entscheidung des Stiftungsrates eine Voraussetzung für eine künftige Förderung des Vorhaben darstelle. "Damit ist keine Förderzusage verbunden, es ist aber ein wichtiges Signal für die Stadt Frankenberg als Projektträger", erklärte dazu Stiftungs-Sprecherin Spohr. Die Stiftung selbst verfüge nicht über die finanzielle Ausstattung zur Realisierung eines derartigen Projektes. Sie habe aber bisher rund 71.000 Euro als Projektförderung ausgereicht und so auch die Konzepterstellung durch Chemnitzer Lehrerin Anna Schüller von der Initiative Klick unterstützt. Sofern der Frankenberger Stadtrat nun dem Vorhaben auf Basis des Konzepts zustimmt, könne die Stadt über das Staatsministerium für Wissenschaft einen Projektförderantrag an die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien im Rahmen der Gedenkstättenförderung des Bundes stellen. Für die Errichtung der Gedenkstätte wird nach Angaben von Iris Firmenich mit Kosten von rund 1,2 Millionen Euro gerechnet. (jl)

 
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