Ausstellung, Konzert, Bastelei - Der Sonnenberg will feiern

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Zum fünften Mal wird das Stadtteilfest "Hang zur Kultur" begangen. Weil am Wochenende auch andere Feste in der Stadt geplant sind, soll es ein besonderes Angebot geben.

Sagt man eigentlich Sonnenbergler oder - analog zum Erzgebirger - besser Sonnenberger? Egal. Nicht nur die Bewohner des Stadtteils sind eingeladen, sondern alle Chemnitzer und Gäste von außerhalb. Dafür gibt es sogar ein besonderes Angebot: Da am Wochenende außerdem das verschobene Bürgerfest in der City und das Hand-in-Hand-Festival auf der Schloßteichinsel stattfinden, haben die Organisatoren einen Pendelbus zwischen Schloßteich und Sonnenberg eingerichtet. In ihm sollen sogar DJs für Laune sorgen. Ob man aber während der Fahrt tanzen kann, ist eher fraglich.

Das kann man aber auf jeden Fall beim "Hang zur Kultur" zum Beispiel am Bandhaus Dresdener Straße48a, wo auf einer Freilichtbühne mehrere der dort ansässigen Bands auftreten. Auch am Klub Lokomov gibt es tanzbare Musik von Trykka und Tagr.

Insgesamt 42 Programmpunkte verzeichnet das Programmheft, von denen viele noch in sich differenziert sind. Jedenfalls erwartet die Besucher von 14 bis 22 Uhr ein breit gefächertes Programm. Der Begriff Kultur wird dabei sehr weit gefasst. So wird im AJZ Bauspielplatz gebastelt und probiert, im Fürstenkeller kann man sich über die Chemnitzer Kandidaten zur Bundestagswahl informieren und die AG Sonnenberg-Geschichte präsentiert in einer kleinen Ausstellung die Historie des Standortes Stadtwirtschaft, der 1890 für die Düngerabfuhrgesellschaft errichtet wurde. Dieses im Aufbau befindliche Zentrum für Kunst und Handwerk ist erstmals dabei.

Stadtteilmanager René Bzdok betont, dass die Verschiebung der Schwerpunkte von der Subkultur zur Soziokultur Absicht ist. Alle Bewohner des Stadtteils sollen sich angesprochen fühlen, fernab von elitären Höhenflügen. Im Programmheft gibt es deshalb auch Zusammenfassungen in Russisch und Arabisch.

Ein Höhepunkt wird zweifellos die 2. Karl-Marx-Städter Kissenschlacht der Hedonistischen Spaltpilze sein. Das Vergnügen gab es bereits im Vorjahr. Auf Spielregeln wird diesmal verzichtet, da sich ohnehin niemand daran hält. Die Schlacht ist die erste Aktion entlang der Kreuzungen der Zietenstraße. Es schließt sich eine Spiegel-Performance der Künstlerin Svea Duwe an, gefolgt von einem Gehzeug-Workshop und einer dadaistischen Vorstellung mit Pastor Leumundnamens "Konzentriert euch!"

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