Heizdecke in Flammen - 81-Jähriger entkommt dem Feuer

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Durch einen technischen Defekt kam es zu einem Brand in einem Haus in Neukirchen. Nachbarn waren schnell zur Stelle und alarmierten sofort die Einsatzkräfte.

Neukirchen.

Durch Schreie wurde ein Mann am Donnerstagabend hochgeschreckt. "Ich sah unseren Nachbarn, der um Hilfe rief", sagt der Neukirchener, der in einer Eigenheimsiedlung Am Hutholz wohnt. Rauch stieg auf. Nachdem er den Notruf gewählt hatte, kümmerte er sich um den 81-Jährigen, brachte ihm eine Jacke. "Wir wurden gegen 19.45 Uhr gerufen, es brannte bereits lichterloh", sagt Thomas Baldauf, Chef der Freiwilligen Feuerwehr Neukirchen.

Gemeinsam mit insgesamt 60 Einsatzkräften aus Neukirchen, Adorf, Jahnsdorf und Stollberg wurde der Brand innerhalb von 30 Minuten gelöscht, erläutert Baldauf. Dann sei noch Brandgut entfernt worden und das Haus, das nicht mehr bewohnbar war, verschlossen, erklärt Baldauf weiter. Denn der 81-jährige Hausbesitzer lebt allein dort, hat gesundheitliche Beeinträchtigungen, hieß es. Eine Nachbarin weiß, dass der Rentner an Parkinson leidet. "Er macht noch alles allein, kommt gut zurecht", erzählt sie. Der Nachbar werde bald 82. Geburtstag feiern und habe Glück gehabt, dass seine Hilfeschreie gehört wurden und er aus dem brennenden Haus befreit worden sei.

Die Polizei vermeldet am Freitag, dass durch das schnelle Einschreiten der Feuerwehrleute ein kleiner Schwelbrand vor dem Übergriff auf das Gebäude gelöscht werden konnte. Angaben zum Sachschaden liegen aber noch nicht vor. Nach ersten Erkenntnissen könnte der Brand durch einen technischen Defekt an einem Elektrozubehör entstanden sein. Das bestätigen auch die Feuerwehrleute, die von einer Heizdecke sprechen. Nachdem Nachbarn den Mann versorgt hatten, wurde eine Notunterkunft gesucht. Auch Bürgermeister Sascha Thamm war vor Ort. "Der Rentner hatte keine Verletzungen, brauchte also nicht ins Krankenhaus", so der Ortschef. Aber für die Nacht brauchte der Mann ein Dach über dem Kopf. Deshalb könne der 81-Jährige für ein paar Tage im neuen Seniorenheim in Neukirchen wohnen. "Dort wird er betreut und erhält jede Unterstützung", so Thamm. Jetzt sei zu klären, wie es weitergehe. Für die Neukirchener Feuerwehr war es der fünfte Einsatz in diesem Jahr. "Aber der erste Brand", sagt Chef Baldauf. Bei vier weiteren Fällen seien Ölspuren entfernt worden. Im vergangenen Jahr wurde die Truppe zu 40 Einsätzen gerufen. Brände gab es einige. So erinnert sich Baldauf sich noch an einen Dachstuhlbrand in einem Mehrfamilienhaus an der Hauptstraße in Neukirchen. Zwei Tage lang waren im September mehrere Einsatzkräfte mit dem Löschen, auch von Glutnestern, beschäftigt. Die Bewohner konnten damals allein das Haus verlassen. Aber auch der Brand eines Carports neben einem Einfamilienhaus am 3. September an der Forsterstraße sei dramatisch gewesen, weil die Flammen beinahe das Haus erfasst hätten. Beide Autos brannten aus. Bereits im März 2020 war ein Wohnhaus samt Werkstatt an der Sorgestraße von einem Feuer zerstört worden.

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