Idee für Eis-Arena im Zentrum von Limbach-Oberfrohna

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Auf dem Johannisplatz könnte eine mobile Anlage zum Schlittschuhlaufen aufgebaut werden. Im Rathaus hoffen die Verantwortlichen, dass die zusätzliche Attraktion Kundschaft in die Geschäfte der Innenstadt zieht. Aber alleine bezahlen kann die Stadt die Miete für die Eisbahn nicht.

Limbach-Oberfrohna.

Schlittschuh angezogen und los geht's: Der Limbach-Oberfrohnaer Johannisplatz soll sich ab Ende November in eine Eis-Arena verwandeln. Das beabsichtigt zumindest die Stadtverwaltung. Für die komplette Vorweihnachtszeit und bis in den Januar hinein will Oberbürgermeister Jesko Vogel (Freie Wähler) eine mobile Eisbahn mieten. "Das wäre eine schöne Sache für Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene sowie wichtig für unsere Innenstadt und den Handel", so der OB. Doch ob die Eisbahn aufgebaut werden kann, hängt vom Geld ab.

Miete der Anlage, Strom für den Betrieb der Kühlung und Personalkosten summieren sich zusammen auf mehrere Zehntausend Euro. Allein bezahlen kann die Stadt das laut Jesko Vogel nicht. Deshalb hoffe er auf Limbach-Oberfrohnas Gewerbetreibende. "Wir wünschen uns, dass wir regionale Unternehmer als Sponsoren einwerben können, um dadurch einen Teil finanzieren zu können", sagt er.

Der Rathauschef glaubt, dass die Eisbahn als Attraktion im Zentrum erheblich dazu beitragen kann, dass sich der Einzelhandel nach dem monatelangen pandemiebedingten Lockdown erholt. "In den vergangenen anderthalb Jahren gab es eine starke Entwicklung hin zum Onlinehandel. Dieser Entwicklung wollen wir entgegenwirken. Wir müssen alles versuchen, damit die Innenstadt nicht stirbt und wollen deshalb eine Mischung aus Einzelhandel und Erlebnis bieten", erklärt Vogel. Mobile Eisbahnen standen in den vergangenen Jahren unter anderem schon in Glauchau, in Annaberg-Buchholz und in Marienberg. Einige habe er sich angeschaut und sei begeistert gewesen, so der OB. "Außerdem weiß ich, dass viele Limbach-Oberfrohnaer auch nach Chemnitz zum Eislaufen fahren. Deshalb will ich es auch bei uns ermöglichen."

Mobile Eisbahnen bietet Andreas Engert aus Annaberg-Buchholz an. Mit seiner Firma baut er die Anlagen in der Region auf und betreut sie. In Annaberg-Buchholz und Marienberg steht die Eisbahn jedes Jahr. "Aus der Erfahrung dort kann ich sagen, dass die Refinanzierung über Sponsoren möglich ist. Wenn alle zusammenhalten, gibt es die Eisbahn, wenn nicht, dann gibt es keine", sagt er.

Die Bahn, die er auf dem Limbach-Oberfrohnaer Johannisplatz aufbauen würde, hat eine 30 mal 15 Meter große Eisfläche. Ein Baum, der auf dem Platz steht, wird in die Bahn integriert, sodass Eisläufer drumrum fahren können. Schlittschuhe in Größe 26 bis 50, Sturzhelme und Gleitschuhe gibt es zum Ausleihen. Auch einen Stand, an dem Glühwein und Snacks verkauft werden, baut Andreas Engert mit seinem Team neben den Eisbahnen stets auf. "Außerdem kann man verschiedene Veranstaltungen bei uns buchen. Das reicht vom Eisstockschießen über eine Eisdisco bis hin zur Modenschau auf dem Eis", berichtet der Erzgebirger.

Auch der Handels- und Gewerbeverein der Stadt hofft darauf, dass die Eisbahn Kundschaft in die Läden im Zentrum bringen wird. "Das wäre ideal für das Weihnachtsgeschäft. Wir haben uns überlegt, dass wir zur Eröffnung der Eisbahn das Nachtshopping veranstalten, sodass bis in den späten Abend in den Geschäften gebummelt werden kann", sagt Vereinschef Olaf Müller.

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