Umstrittenes Holocaust-Gedenken auch in Chemnitz beendet

Die Verantwortlichen des Zentrums für politische Schönheit räumen Fehler ein.

Die umstrittene Aktion des Zentrums für politische Schönheit in Chemnitz wurde am Nachmittag beendet. Der Glasbehälter, der Asche sowie Knochenreste von Holocaust-Opfern enthalten soll und im Schaufenster eines Ladengeschäfts im Bürogebäudes am Marx-Monuments ausgestellt war, ist am Nachmittag entfernt worden. Zugleich wurde die Inschrift am Schaufenster entfernt, mit der aus dem sogenannten Schwur von Buchenwald zitiert wurde. Überlebende des KZ Buchenwald hatten diesen Text als Appell zum Totengedenken nach der Befreiung des Lagers verfasst.

Auf ihrer Internetseite räumten die Verantwortlichen des Zentrums für politische Schönheit Fehler ein. Nach Kritik unter anderem von jüdischen Verbänden an der Aktion habe man eine Kehrtwende vollzogen, hieß es da. Zugleich entschuldigte sich das ZPS bei jüdischen Institutionen, Verbänden und Einzelpersonen, "deren Gefühle wir verletzt haben, weil durch unsere Arbeit die Totenruhe nach jüdischem Religionsrecht gestört oder angetastet worden sein könnte". (su)

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