Waffen, Drogen, Sprengstoff: Polizei durchsucht Wohnung in Chemnitz

Bei der Durchsuchung fanden die Beamten zahlreiche verbotene Gegenstände. Zwischenzeitlich musste das Haus evakuiert werden.

Weil es Hinweise darauf gegeben hat, dass er dort mit Drogen dealt, hat die Polizei am Mittwoch die Wohnung eines 32-Jährigen an der Otto-Schmerbach-Straße in Siegmar durchsucht. Der Tatverdächtige wurde dabei von den Beamten der Kriminalpolizei Chemnitz und der sächsischen Bereitschaftspolizei geweckt. Neben ihm lagen griffbereit ein Messer und eine geladene Schreckschusswaffe. Im Zuge der Wohnungsdurchsuchung stießen die Polizisten auf eine Apparatur, die zum Herstellen von Sprengstoff genutzt werden kann. Daneben befand sich in einem Behältnis eine kristalline Flüssigkeit. Umgehend wurde das Haus evakuiert und Sprengstoff-Experten angefordert.

Diese konnten später Entwarnung geben: Sie fanden einen selbst gebauten Riesenböller, Chemikalien zur Herstellung von Sprengstoff und verschiedene Munitionsteile. Danach ging die eigentlich geplante Wohnungsdurchsuchung weiter. Dabei gab es gleich zahlreiche Drogenfunde: Crystal, Ecstasy, Haschisch, Marihuana, Cannabissamen, halluzinogene Pilze und verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente. Zudem wurde auch noch ein Schreckschussrevolver und 1700 Euro Bargeld in szenetypischer Stückelung gefunden. Auch drei ausgewachsene Marihuanapflanzen wurden in der Wohnung angebaut. Darüber hinaus hat die Polizei mehrere Gegenstände gefunden, die womöglich gestohlen wurden.

Für den 32-Jährigen ging es direkt in die JVA. Gegen ihn lagen mehrere Haftbefehle wegen nicht gezahlter Geldstrafen sowie eine Restfreiheitsstrafe wegen Verstoßes gegen Bewährungsauflagen vor. (luka)

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33 Kommentare
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  • 0
    3
    MuellerF
    15.01.2021

    @Steuerzahler: Ist mir auch klar, dass die Bargeldmenge mit den gefundenen Drogen in Verbindung gebracht wird. Trotzdem ist die Formulierung " szenetypische Stückelung" Humbug. Geldscheine über 100 € werden im Handel nicht gerne angenommen, darum hat kaum jemand größere Scheine zu Hause oder in der Brieftasche.

  • 6
    1
    Steuerzahler
    14.01.2021

    @MuellerF: Szenetypische Stückelung heißt nicht, dass sich die BTM-Täter an die Stückelung der EZB gehalten haben, sondern vielmehr hat das Vorfinden einer überwiegend auf den Verkauf von Konsumeinheiten hinweisende Stückelung einen bestimmten Beweiswert vor Gericht und hängt natürlich von dem verkauften BTM ab. Da die Konsumenten üblicherweise nur selten zu den wenig in der Bevölkerung vertretenen Millionären gehören wird i. d. R. mit passenden kleineren Scheinen bezahlt. Es kann natürlich alles nur als Indiz im Zusammenhang mit dem Gesamtsachverhalt gewertet werden, wenn z. B. eine große Summe Bargeld in dieser Stückelung gefunden wird. In diesem Sinne ist es durchaus szenetypisch, zumindest für den, der weiß, was damit gemeint ist.

  • 6
    19
    MuellerF
    14.01.2021

    " Bargeld in szenetypischer Stückelung gefunden."

    Immer diese unsinnige Formulierung. Die Stückelung von Euro - Bargeld ist von der EZB vorgegeben, von den Münzen bis zu den Scheinen.
    Die hat jeder so im Portmonee oder in der Spardose - "szenetypisch" ist daran gar nichts!