Buttersäure läuft aus - Gefahrguteinsatz in Ehrenfriedersdorf

Ehrenfriedersdorf.

Ausgelaufene Buttersäure auf der Ladefläche eines Lkw hat am Freitagnachmittag in Ehrenfriedersdorf zu einem Großeinsatz von Rettungskräften geführt. Die Chemnitzer Straße/B 95 wurden gesperrt. Drei Bewohner und ein Hund mussten umliegende Gebäude vorsorglich verlassen. Verletzt wurde niemand. Der Einsatz wird vermutlich bis zum Abend andauern.

Der Laster hatte in Wilsdruff verschiedene Waren geladen und ausgeliefert. Laut Polizei stellte der Lkw-Fahrer nach dem Abladen von Waren fest, dass das Buttersäure-Fass undicht war. Er fuhr trotzdem weiter über die B 95 nach Ehrenfriedersdorf, wo er schließlich den Laster auf einem Grundstück abstellte und den Notruf wählte.

Kameraden der Feuerwehr sicherten den Gefahrenbereich. Ein Gebiet im Umkreis von 200 Metern evakuiert werden. Vier Personen mussten ihre Häuser verlassen, ebenso ein Hund. Auch der Supermarkt in Gelenau wurde wegen unangenehmen Gerüchen geschlossen. Offenbar waren die abgelieferten Waren bereits mit Buttersäure getränkt. Verletzte gab es bisher nicht.

Der Verkehr wird seit 13.30 Uhr Richtung Annaberg-Buchholz ab Thum umgeleitet und in der Gegenrichtung in Ehrenfriedersdorf ab der Greifensteinstraße. Die B 95 ist entlang des Gefahrenbereichs gesperrt.

Feuerwehr und Polizei rückten mit 20 bis 25 Fahrzeugen an. 110 Rettungskräfte sind im Einsatz. Auch der ABC-Zug der Feuerwehr aus dem Sehmatal ist vor Ort. Eine Spezialfirma verklebt das Fass und wird es in einem Spezialbehälter abtransportieren. Der Einsatz wird voraussichtlich bis zum Abend dauern. Die Säure gelangte offenbar nicht auf den Erdboden.

Vor Ort hat die Lkw-Kontrollgruppe der Chemnitzer Verkehrspolizeiinspektion die Ermittlungen aufgenommen. (sane)

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