Corona-News aus dem Erzgebirge: Besuche in Kliniken wieder möglich

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Relativ spontan hat Tschechien am Freitag die Grenze geöffnet. Ab Samstag dürfen Patienten in den Kliniken in Aue und Erlabrunn wieder Besuch empfangen - allerdings gelten dabei Einschränkungen. Die aktuellen Entwicklungen im Überblick.

Erzgebirge.

Infiziertenzahl: Seit einer Woche sind im Erzgebirgskreis keine neuen Corona-Erkrankungen bekannt geworden. Darüber informiert das Landratsamt am  Mittwochnachmittag. Bislang gab es im Kreis 553 nachweislich Infizierte sowie 43 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19. In angeordneter Quarantäne befanden sich am Montag noch 18 Personen, das sind 15 weniger als am Freitag.

Aufgrund des Rückgangs der Zahlen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus will das Landratsamt nur noch montags, mittwochs und freitags im Internet die aktuellen Zahlen bekanntgeben. Zudem werde künftig die Landkreiskarte nicht mehr gepflegt, die darüber Auskunft gibt, aus welchen Gemeinden die Neuinfizierten kommen. Letzteres werde auch getan, um die Persönlichkeitsrechte dieser Personen zu wahren.

Ansturm auf geöffnete Grenze bleibt aus: Relativ spontan hat Tschechien die Grenze schon am Freitag geöffnet. Viele Erzgebirger freuten sich sehr darüber, wieder günstig tanken und einkaufen zu können. Ganz so einfach war aber zumindest das Tanken nocht nicht.

Erstes Treffen unter Corona-Regeln: Der erzgebirgische Zungenschlag hat jetzt Autoren, Moderatoren und Musiker in Raschau zu einem Jubiläumstreff vereinigt. Das Haus der Volkskunst war am Donnerstagabend erstmals Schauplatz des 30. Mundartstammtisches des Erzgebirgsverein. Eigentlich sollte die Veranstaltung unter dem Titel "Ach du großmächtiges Feuer" im Vereinsraum des Feuerwehrgerätehauses stattfinden, musste coronabedingt aber umziehen. Denn ins Feuerwehrgebäude darf derzeit nicht jeder.

Bergwerk auf dem Sauberg öffnet wieder für Besucher: Nach fast dreimonatiger Schließung kehrt im Besucherbergwerk Zinngrube Ehrenfriedersdorf wieder ein Stück Normalität ein. Ab Freitag, 12. Juni öffnet es wieder. Zunächst ist laut Betriebsleiter Erik Ahner geplant, das Bergwerk und das Museum jeweils von Freitag bis Sonntag zu öffnen. An diesen Tagen sind auch Führungen unter Tage möglich. Um eine Wiedereröffnung zu ermöglichen, musste Ahner ein Konzept entwickeln, das den Infektionsschutzverordnungen entspricht. Das ist gelungen. So werde es im Museumsshop, im Museum und in der Besucherkaue Waschmöglichkeiten und Desinfektionsmittel geben. Der Mindestabstand von 1,5 Metern soll eingehalten werden. In geschlossenen Räumen und während der Seilfahrt sei ein Mundschutz zu tragen. Apropos Seilfahrt: Um die Besucher ins Innere des Berges zu bringen, ist diese notwendig. Um Abstände sicherzustellen, dürfen vorerst nur maximal vier Besucher pro Fahrt im Korb sein. Das gleiche gelte für einen Wagen bei der Bahnfahrt unter Tage. Die Nutzung der Audio-Guides sei nur mit eigenen Kopfhörern möglich.

Die Anzahl der Teilnehmer bei den Führungen ist auf 16 Personen beschränkt, heißt es weiter. Freitag, Samstag und Sonntag sind jeweils ab 10 Uhr zweieinhalbstündige Erlebnisführungen geplant. 13 und
15 Uhr finden die kürzeren Touristikführungen statt. Das Mineralogische Museum ist an diesen Tagen zudem von 9 bis 16 Uhr geöffnet.

Nach Zwangspause dürfen Kurgäste bald wieder baden: Die Freude bei der Kurchefin von Bad Schlema ist groß. "Endlich dürfen wir das Actinon ab Samstag wieder öffnen", sagt Kathrin Bösecke-Spapens. Dank der gelockerten Regeln im Freistaat und mit einem umfangreichen Hygienekonzept können Besucher ab 9 Uhr ins Gesundheitsbad strömen. Es ist eines der ersten Kurbäder in Sachsen. SZB

Ein Besucher pro Patient für eine Stunde: Ab dem heutigen Samstag dürfen Patienten in den Kliniken von Aue und Erlabrunn wieder besucht werden. Allerdings gilt für beide Häuser die Faustregel: ein Besucher pro Patient für eine Stunde. Zudem sind weiterhin strenge Hygiene-Auflagen geboten. "Über die neuen Besuchsmöglichkeiten für unsere Patientinnen und Patienten freuen wir uns sehr", sagt Marcel Koch, Geschäftsführer im Helios-Klinikum Aue, im Namen des gesamten Klinik-Teams. "Aber mehr soziale Kontakte bedeuten auch immer ein größeres Infektionsrisiko", betont er.

In Aue sind Besuche zwischen 14 und 18 Uhr erlaubt in Erlabrunn zwischen 14.30 bis 17 Uhr. Für beide Einrichtungen gilt: Besucher müssen sich auf der Station anmelden. Während der gesamten Besuchszeit sowie auf dem Klinikgelände bleibt das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes Pflicht. Auf den Isolierstationen sind Besuche weiterhin untersagt, auch Personen mit Atemwegsinfektionen sind ausgeschlossen, ebenso Kinder. Mit dem Öffnen des Hauses für Besucher in Aue entfällt der bisherige Einlass- und Besuchsdienst, der durch Schüler des ersten Ausbildungsjahres gewährleistet wurde. Die Cafeteria des Klinikums in Aue ist am heutigen Samstag ebenfalls wieder für Patienten und Gäste geöffnet - hier gelten gesonderte Hygieneregeln. Zwischen 11 und 14 Uhr ist das Verweilen in der Cafeteria nur dem Personal des Hauses gestattet. Ab 14 Uhr haben auch Patienten und Besucher Zutritt.

Schloss soll bunt erstrahlen: 130 Personen finden normalerweise im Rittersaal des Schlettauer Schlosses Platz. Aufgrund der aktuell geltenden Abstandsregeln dürfen es nun nur noch 30 sein. Lesungen und Konzerte seien mit einem Viertel der Kapazitäten nicht mehr finanzierbar, sagt Conny Göckeritz, Geschäftsführer des Schlossfördervereins. Und selbst wenn mit Hilfe von Sponsoren eine Veranstaltung möglich würde, wer soll die 30 Karten bekommen, fragt Göckeritz. Viele Besucher sind Stammgäste - wen soll man auswählen? Klar, bei Open-Air-Veranstaltungen könnten mehr Gäste kommen. Doch diese sind kostenintensiver und immer mit dem Wetterrisiko behaftet. Und Risiken will in der aktuellen Situation kaum einer unnötig eingehen. Und trotzdem: Ab Juli soll das Gebäude in Schlettau wieder zu gewohnten Zeiten öffnen. Am Samstag findet eine besondere Aktion statt.

Stollberger Mode-Unternehmen: Masken kompensieren Verluste: Mehr als eine halbe Million Masken hat das Stollberger Mode-Unternehmen Modee bis heute in der Coronakrise hergestellt. Als eine der ersten Firmen haben sie ihre Produktion umgestellt. Das hat womöglich das Schlimmste für das Unternehmen verhindert, sagt Geschäftsführer Thomas Häusler.

Geführte Touren starten wieder: Langsam nimmt auch im Erzgebirge das touristische Leben wieder Fahrt auf. So unterbreitet unter anderem der Kurort Oberwiesenthal die ersten regelmäßigen Wanderangebote für die Gäste der Stadt. Dazu gehört jeden Montag die Stadtführung mit dem Klöppelweibl, die jeweils 11 Uhr am Kulturzentrum K 3 startet. Einen Tag später wird dann jede Woche zum Gesundwandern im Gebiet des Fichtelbergs und des benachbarten Keilbergs auf tschechischer Seite eingeladen. Treffpunkt dazu ist jeweils 10 Uhr am Kulturzentrum. Als Wanderführerin agiert bei beiden Touren Heike Lautner.

Amt wieder offen für Besucher: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Finanzamtes Annaberg stehen ab Montag wieder persönlich in der Informations- und Annahmestelle des Hauses zur Verfügung. "Der Besucherbereich wurde im Rahmen der geltenden Hygiene- und Schutzvorschriften räumlich angepasst und entsprechend ausgestattet", erläutert Geschäftsstellenleiter Kevin Gebhardt. Um Infektionsrisiken zu minimieren sowie Wartezeiten zu vermeiden, sei aber ein Besuch bis auf weiteres nur nach vorheriger telefonischer Vereinbarung eines festen Termins möglich. Hierfür wurde für die Rufnummer 03733 4279100 eingerichtet. "Wer die Steuererklärung in Papier einreichen möchte, sollte sich die benötigten Vordrucke weiterhin vom Finanzamt per Post zuschicken lassen", betont der Geschäftsstellenleiter. Die Vordrucke können dabei schriftlich, telefonisch oder per E-Mail angefordert werden. Für die Abgabe der Unterlagen im Finanzamt in Annaberg-Buchholz sollte vor Ort der Briefkasten genutzt werden.

Arbeitslosenzahl in der Region steigt im Mai weiter: Die Coronapandemie hat große Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt im Erzgebirge. Das zeigen aktuelle Zahlen. Demnach waren im Mai 8921 Personen arbeitslos, 300 mehr als noch im April. Doch zumindest in Sachen Kurzarbeit zeichnet sich leichte Entspannung ab.

Symposium im Schloss abgesagt: Jedes Jahr im Juni treffen sich kreative Kinder- und Jugendliche im Schloss Schwarzenberg zu einem Kunstsymposium. Doch auch dieses muss coronabedingt abgesagt werden. Das geplante Thema "Sei verrückt, sei anders, sei Du" - soll aber dann 2021 nachgeholt werden. Das verspricht Simone Georgi als Leiterin der Volkskunstschule des Landkreises. Als Trostpflaster und Ersatz wird es im August ein "Spezialisten-Lager" geben. Allerdings auch dies mit einer reduzierten und begrenzten Teilnehmerzahl, um die Hygieneregeln einhalten zu können, heißt es. Demnach sind vom 10. bis 14. August zumindest zwei Workshopangebote zu speziellen Techniken geplant. Für die jungen Klöpplerinnen lautet dann das Thema "Wir verbinden uns und gehören zusammen - wie der Wind und das Meer". In diesem Spezialkurs geht es bei den jungen Fadenkünstlerinnen um die verschiedenen Verbindungen in der Klöppelkunst - die sechs-, acht- oder gar zwölfpaarigen Verbindungen bietet. Schließlich entstehen die zarten Muster zu einem Großteil aus derartigen Verbindungen, die immer dort vonnöten sind und entstehen, wo Fadenpaare sich kreuzen. Die jungen Schnitzer widmet sich der Gestaltung von Details unter dem Motto "Von Kopf bis Fuß". Dabei geht es unter anderem um das Ausarbeiten von Feinheiten der Mimik.

Curt Bauer in der Krise: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie spürt die Curt Bauer GmbH in Aue aktuell besonders in den Handelsbeziehungen zu Westafrika. Denn eigentlich machen Bekleidungsdamaste, die für Mauretanien, Mali, den Benin, Nigeria und Senegal hergestellt werden, 40 Prozent der Produktion aus. Doch eine Lieferung ist derzeit nicht möglich, die Webmaschinen stehen still. Für Mitarbeiter heißt das Kurzarbeit, Entlassungen will das Unternehmen verhindern - solange es geht. Langsam geht es für die Firma wieder bergauf, doch künftige Investitionen der Firma stehen in Frage.

 

Schneeberger Studenten sitzen auf gepackten Kisten: Sie gilt als die größte Messe der Welt im Bereich Möbel- und Produktdesign: die "Salone del Mobile" in Mailand. Innerhalb einer Woche strömen dafür gewöhnlich bis zu eine halbe Million Menschen in die italienische Metropole. In diesem Jahr wollten auch Studenten der Fakultät für Angewandte Kunst in Schneeberg an der Messe teilnehmen. Doch Corona macht den jungen Leuten nun einen Strich durch die Rechnung. Wegen der Pandemie ist die "Salone del Mobile" abgesagt worden. In Schneeberg sorgt das für lange Gesichter. Wochenlang hatten sich die Studenten darauf vorbereitet, im Internet sogar eine Spendenaktion iniitiert, um die Ausgaben für die Reise decken zu können. Für den Standplatz mussten die Schneeberger sogar eine Bewerbung einreichen. "Wir sind insgesamt neun Personen. Jeder von uns überlegte sich ein Messekonzept. Am Ende entschieden wir uns für das Konzept ‚Zero Waste‘", berichtet Student Rico Denninger. Die Idee dahinter ist, keinen Müll zu verursachen. Daher haben sich die Studenten 230 Plastikboxen ausgeliehen und alte Türen und Tischplatten mit ausrangierten Feuerwehrschläuchen aus dem feuerwehrtechnischen Zentrum Aue bezogen. So werden daraus Sitzflächen und Ablagen. Weil die Messe ausfällt, werden die Kisten mit dem Material nun zunächst in der Fakultät eingelagert. Nach aktuellem Stand soll die "Salone del Mobile" im April 2021 wieder stattfinden. Die Schneeberger wollen an ihrer Teilnahme festhalten, müssen dafür aber noch einige Probleme lösen. So waren für den Stand bereits mehrere tausend Euro an Miete gezahlt worden.

 

Burgenlauf findet Ende September statt: Von den Corona-Beschränkungen sind auch die Organisatoren des Burgen- und Landschaftslaufes ausgebremst worden. Die vom TSV Zschopau organisierte Veranstaltung, die Ausdauersportler von Schloss Wolkenstein beziehungsweise der Burg Scharfenstein bis hinauf auf den Dicken Heinrich im Zschopauer Schloss Wildeck führt, wurde allerdings nicht abgesagt. Stattdessen wurde der Lauf vom 14. Juni auf den 27. September verschoben. "Das passt gut ins Konzept, denn an diesem Wochenende ist sowieso einiges los", sagt der Zschopauer Kultur- und Tourismus-Verantwortliche Christian Vogel mit Verweis auf das Herbst- und Weinfest. Ihm zufolge ist am zweiten September-Wochenende zudem das Parkfest geplant. Im Park "An den Anlagen" soll sogar schon im Juli eine Kleinkunstbühne aufgebaut werden, denn auch die Veranstaltungsserie "An einem Sonntag im Juli" soll wie geplant stattfinden.

 

Olbernhau ermöglicht Regelungen für Härtefälle: Zwar sind die Kindertagesstätten wieder geöffnet, vielerorts gibt es aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie jedoch noch immer Einschränkungen - so auch in Olbernhau, wo die Öffnungszeiten verkürzt wurden. Berufstätige stellt dies mitunter vor Probleme. Die Stadt hat inzwischen darauf reagiert. Laut Hauptamtsleiter Benjamin Flor gibt es Härtefallregelungen. Sie sehen vor, dass Kinder auch über die aktuell festgelegten Zeiten (7 bis 15 Uhr) hinaus betreut werden können. Dafür müsse ein Antrag mit Nachweis gestellt werden, so Flor. Mehr als 20 Familien machten seinen Worten zufolge davon bislang Gebrauch. Darüber hinaus ermöglicht die Verwaltung den Eltern, bei Bedarf schneller aus dem Betreuungsvertrag herauszukommen. Die dreimonatige Kündigungsfrist gelte vorerst nicht mehr. Die Stadt sei bereit, Aufhebungsvereinbarungen zu schließen, sagte Flor. Es sei außerdem möglich, Verträge ruhen zu lassen. Hintergrund: Viele Familien haben sich in den vergangenen Wochen eine alternative Betreuung gesucht beziehungsweise sie selbst übernommen. Mitunter wollen sie nun daran festhalten. Zum Teil bestehen auch Ängste vor Ansteckungen. Die Stadt will mit verschiedenen Maßnahmen die Kinder genau davor schützen. So gibt es unter anderem getrennte Gruppen, wodurch mehr Personal benötigt wird. Aus diesem Grunde wurden die Öffnungszeiten eingeschränkt.

Tschechien öffnet Grenze für deutsche Touristen ab 15. Juni: Wegen des Coronavirus waren die Grenzen nach Tschechien lange Zeit nur für Pendler offen. Ab dem 15. Juni dürfen auch Touristen wieder ins Nachbarland.

Spaziergänge: Teilnehmerzahl  geht weiter zurück: Etwa 50 Personen haben am Montagabend am sogenannten Spaziergang in Aue teilgenommen. In Annaberg-Buchholz wurden nur noch rund 100 Teilnehmer gezählt. Ihr Anliegen: Protest an Einschränkungen üben, die wegen der Corona-Pandemie verhängt wurden. Mittlerweile war das die fünfte Veranstaltung. Begonnen hatten die Spaziergänge in der Region am 4. Mai. In Sachsen sind inzwischen zahlreiche Lockerungen in Kraft getreten.

Virtuelle auf großer Entdeckertour: Kommenden Sonntag feiert ganz Deutschland den Unesco-Welterbetag. Für die Erzgebirger ist er ein ganz besonderer, denn zum ersten Mal darf die erzgebirgische Montanregion mitfeiern. Vor elf Monate wurde die Region offiziell zum Unesco-Welterbe ernannt. Aufgrund der Covid-19-Pandemie kommt das Welterbe in diesem Jahr nach Hause und lädt unter dem Motto "Welterbe verbindet" erstmals zu einer virtuellen Entdeckungstour ein. Auf der Aktionswebsite www.unesco-welterbetag.de präsentieren sich gebündelt alle 46 Welterbestätten Deutschland. Groß und Klein können dabei auch virtuell in Besucherbergwerke einfahren. Unabhängig davon ist dennoch der Besuch einzelner Objekte möglich. (alu)

Geöffnete Besucherbergwerke im Erzgebirge finden Sie im Internet unter: www.erzgebirge-tourismus.de/bergbauerlebnistage

Schrittweise wird das Kursprogramm nach der Corona-Pause wieder aufgenommen: Die Volkskunstschule des Erzgebirgskreises führt ab dem heutigen Dienstag als erste Einrichtung des "kul(T)our"-Betriebs ihre regulären Kurse wieder durch. Das hat Leiterin Simone Georgi mitgeteilt. Bereits registrierte Kursteilnehmer, Erwachsene wie Kinder, dürfen dann in kleinen Gruppen wieder ran an die Schnitzmesser, Klöppelsäcke und Filzwolle. Über Gruppenzugehörigkeit und die jeweiligen Kurszeiten werden die Teilnehmer von ihrem Kursleiter gesondert informiert. Auf die Einhaltung des erarbeiteten Hygienekonzeptes wird großen Wert gelegt. Weitere Einrichtungen des kul(T)our-Betriebes befinden sich derzeit noch in einer Prüfphase.

Stadtführungen beginnen wieder: Die Tourist-Information Olbernhau bietet wieder regelmäßige Führungen durch die Innenstadt an. Sie beginnen montags (auch an Feiertagen), 10.30 Uhr, an der Tourist-Information in der Grünthaler Straße 20. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Für Gruppen sind Führungen ab dem 8. Juni vorgesehen. Hierfür sind Anmeldungen erforderlich. Auch die Touren mit dem Saigerhüttenknappen, immer am ersten Sonntag im Monat, und die Kinderführungen werden wieder aufgenommen. Der erste Termin für die Führung mit dem Saigerhüttenknappen ist der 7. Juni, 10 Uhr, Treffpunkt Lange Hütte. Die erste Kinderführung startet am 14. Juni, 13 Uhr. (bz)

Weitere Infos gibt es telefonisch: Baldauf Villa in Marienberg, Telefon: 03735 22045. Kulturhaus in Aue, Telefon: 03771 23761. Kultur- und Freizeitzentrum in Lugau, Telefon: 037295 2486. Volkskunstschule, Telefon: 03774 178673 oder 03771 277-1602.

Kaffee-Kurt startet mit Kaffee und Kwas in die neue Saison im Schwarzwassertal: Als einen Auftakt nach Maß bezeichnet der als Kaffee-Kurt bekannte Steffen Konkol den Start in seine zwölfte Saison am Pfingstwochenende. Zahlreiche Wanderer aus Nah und Fern, die im Schwarzwassertal zwischen Kühnhaide und Pobershau unterwegs waren, legten am kleinen Waldcafe des 56-Jährigen, das lediglich aus drei Holzstangen und einer darüber liegenden Plane besteht, eine kleine Pause ein. Viele seiner Gäste, so sagt Kaffee-Kurt, halten ihm schon seit etlichen Jahren die Treue. Bis zum 1. November verkauft der 56-Jährige direkt am Wanderweg entlang des Grünen Grabens an den Wochenenden und an Feiertagen jeweils von 10 bis 17 Uhr neben Kaffee aus selbst gemahlenen Bohnen unter anderem auch hausgebackene Kekse und drei Sorten Kuchen. Neu im Angebot ist in diesem Jahr Kwas, ein aus Brot hergestelltes slawisches Gärgetränk. Durch die aktuellen Hygieneregeln sitzt Kaffee-Kurt zur Zeit hinter einer Plexiglasscheibe. Zudem hat er eine Waschgelegenheit samt Desinfektionsmittelspender installiert und Hinweisschilder aufgehangen, die zum Abstandhalten auffordern.

Blutspender kehrt DRK den Rücken: 125 Mal hat Steffen Heidenreich anderen geholfen, nun sollte er als Dank eine Ausfahrt erhalten. Doch sie wurde gestrichen. Die angebotene Alternative bezeichnet der Deutscheinsiedler als "Frechheit".

Die ersten Freibäder laden am Wochenende zum Badespaß ein: So richtig Lust auf Freibad macht das aktuelle Wetter noch nicht wirklich. Dennoch soll es damit nun auch in der Region losgehen. Als erste öffnen am Samstag die Freibäder in Gelenau und Ehrenfriedersdorf ihre Tore. Geöffnet ist dann in Gelenau wochentags von 11 bis 20 sowie an den Wochenenden und in den Sommerferien von 10 bis 20 Uhr, in Ehrenfriedersdorf täglich von 10 bis 20 Uhr. Am Dienstag folgt die Badeanstalt am Stangewald in Buchholz. Sie wird bei entsprechender Witterung täglich von 10 bis 19 Uhr offen sein. Dank einer Solaranlage dürfen die ersten Wagemutigen eine um bis zu vier Grad höhere Wassertemperatur erwarten als normalerweise üblich. Natürlich wird das Badevergnügen in diesen Zeiten nicht so unbeschwert ablaufen wie noch im vergangenen Jahr. Wichtigste Voraussetzung für alle Badbetreiber: ein Hygienekonzept, das beim Gesundheitsamt des Erzgebirgskreises vorgelegt werden muss.

Schutz mit Witz und Kunst: Elisabeth Ludwig näht Masken. Das ist so neu nicht. Doch die Schneiderin greift dafür zu ganz speziellen Stoffen. "Ich habe leider lange auf die Lieferung der Stoffe und des Vlies warten müssen, deshalb kommt mein Angebot so spät. Aber noch nicht zu spät", sagt die 69-Jährige. Sie fertigt Mund-Nasen-Schutz mit branchenspezifischen Designs: mit Kaffeetassen für Kellnerinnen in Cafés, für "Krisenhelden" mit EKG-Kurven für Pflegepersonal, mit Zebras für den Tierpark oder mit Gedrucktem für Reporter. Auch Kunst kommt zum Einsatz: aus Resten von Blaudruck der Schwarzenberger Künstlerin Christine Beier. "Die mach' ich für die Bedienung in Kunst & Kneipe", so die Crandorferin, die es nicht ertragen kann, wenn die Nähmaschine still steht.

AfD scheitert mit Kommission im Rat: Eine Kommission wollte die AfD in Oelsnitz einrichten, welche sämtliche geplanten Ausgaben der Stadt und noch nicht umgesetzte Ratsbeschlüsse überprüft, die nicht die Pflichtaufgaben betreffen. So wolle man sicherstellen, dass die Auswirkungen der Corona-Pandemie für Oelsnitz keine allzu schmerzhaften finanziellen Einschnitte bringen möge. Die Gefahr sieht Kämmerin Antje Lohse zurzeit ohnehin nicht, da der Freistaat einen Schutzschirm über den Kommunen aufgespannt hat. Der soll 50 Prozent der Mindereinnahmen tragen. Es steht zudem im Raum, dass auch der Bund ein ähnliches Programm zugunsten der Kommunen auflegen wird. Ganz unbescholten wird Oelsnitz allerdings kaum durch die Pandemie kommen. "Wir werden alle unseren Anteil tragen müssen", sagt Bürgermeister Bernd Birkigt. Trotzdem stieß der AfD-Vorstoß auf wenig Zustimmung und teils schroffe Ablehnung.

Heimische Sänger gestalten Gala mit: Die Theater Chemnitz veranstalten am heutigen Samstag ab 19.05 Uhr unter dem Titel "Aus ferner Nähe" eine Radiogala, an der sich 19 mitteldeutsche Musiktheater beteiligen und die live über die Sender Deutschlandfunk Kultur, MDR Kultur und MDR Klassik übertragen wird. Jedes der teilnehmenden Musiktheater aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen entsendet dazu Künstlerinnen und Künstler, die live mit einem Beitrag aus Oper, Operette oder Musical das reiche Schaffen der mitteldeutschen Musiktheater repräsentieren. Als Vertreter des Eduard-von-Winterstein-Theaters Annaberg-Buchholz stellen die Sänger Jason Nandor Tomory und László Varga - am Klavier begleitet von Karl Friedrich Winter - Ausschnitte aus der Neuinszenierung der Oper "Die Hochzeit des Jobs" von Joseph Haas vor. Mit ihr war das Ensemble vor der Schließung der Theater im März bis zur Generalprobe gekommen. Die Premiere konnte nicht mehr stattfinden. Sie ist laut Theatersprecher Chris Brinkel auf den Januar 2021 verschoben.

Musical und Konzert verschoben: Das Musical "Der kleine Tag" sollte am 3. Juni als besondere Kindertagsveranstaltung der Stadtverwaltung Schwarzenberg für die Kinder der Stadt in der Ritter-Georg-Halle aufgeführt werden. Doch aufgrund der aktuellen Corona-Situation musste dieses Kindertagsgeschenk leider abgesagt werden. Das teilt Katrin Hübner, Pressesprecherin der Stadt, mit. Gleiches gilt für das mit den Grundschulen und weiterführenden Schulen sowie der Erzgebirgsphilharmonie geplante Konzert am 2. Juni. Die Veranstaltungen sollen nachgeholt werden - das Kindermusical Anfang 2021 und das Konzert im nächsten Schuljahr, heißt es weiter.

Waldgottesdienst fällt erstmals aus: In diesem Jahr wird es in Stützengrün keinen Waldgottesdienst am Pfingstmontag geben. "Die Absage ist uns schwer gefallen", sagt Hartmut Leistner, Leiter der verantwortlichen Landeskirchlichen Gemeinschaft Stützengrün. "Bürgermeister Volkmar Viehweg hat versucht, vom Landratsamt eine Genehmigung zu bekommen - vergeblich." Von Anfang an sei klar gewesen, dass es keine Internet-Version geben kann. "Ein Waldgottesdienst ohne Wald macht keinen Sinn", so Leistner. Klein halten könne man die Veranstaltung auch nicht, in den Jahren zuvor kamen bis zu 3000 Gäste. Vergangenes Jahr fand der Gottesdienst im Freien zum 100. Mal statt - unterbrechungsfrei.

Kindertag in den städtischen Museen Annaberg-Buchholz: Zum Kindertag am Montag hält die Stadt Annaberg-Buchholz eine besondere Überraschung für die Jüngsten bereit: Sie dürfen kostenlos die städtischen Museen entdecken.  Laut Stadtsprecher Matthias Förster gewähren die Einrichtungen an diesem Tag Mädchen und Jungen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr Tag freien Eintritt. Zudem locken das Erzgebirgsmuseum, die Manufaktur der Träume und der Frohnauer Hammer mit besonderen Angeboten. "In allen drei Museen gibt es nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder Historisches, Spannendes und Wissenswertes zu entdecken", macht der Stadtsprecher neugierig auf einen Besuch. So locken rund 1000 Exponate aus drei Jahrhunderten - darunter auch zahlreiche Spielzeuge - in die  Manufaktur der Träume, die sich im Herzen der Altstadt von Annaberg-Buchholz befindet.  Mechanische Bergwerke, interaktive Stationen und bewegliche Objekte wie zum Beispiel eine "Miniatur-Kät" laden zu einer spannenden Entdeckungstour ein. Aber auch ein Besuch im ältesten Schmiedemuseum Deutschlands, dem Unesco-Welterbe-Bestandteil Frohnauer Hammer mit seinen großen Wasserrädern, der riesigen Hammerwelle und den drei schweren Eisenhämmern ist besonders auch für Kinder immer ein unvergessliches Erlebnis. "Besonders eindrucksvoll ist es dabei, das alte Hammerwerk aus dem 17. Jahrhundert in voller Aktion zu erleben", weiß Matthias Förster. Im Erzgebirgsmuseum unterdessen können die Mädchen und Jungen die Geschichte der Stadt und ihres Bergbaus kennenlernen. Oder in der aktuellen Sonderausstellung "Posamenten - Von der Hutschnur bis zum Schnürsenkel" ein Quiz lösen und etwas gewinnen. Zudem gibt es auch dort eine Kät im Miniaturformat zu sehen.  Der Einstieg in die "Annaberger Unterwelt" ist im Besucherbergwerk "Im Gößner" möglich. Aufgrund der geltenden Corona-Hygieneregeln ist der Besuch dort zwar nur in kleinen Gruppen mit bis zu vier Personen möglich. Für den Stadtsprecher gerade deshalb ein "ideales Angebot für kleine Familien". Für begleitende Erwachsene gibt es in allen drei städtischen Museen entweder günstige Einzeltickets oder ein Kombiticket.

Abstandsregeln gelten auch im Wasser und auf der Wiese: Mit dem Rätzteich in Marienberg sowie den Freibädern Gelenau und Krumhermersdorf öffnen am Samstag, 10 Uhr, die ersten Badeanstalten in der Region. Beim ersten Sprung ins Wasser des Waldbades im Naherholungsgebiet Gelobtland, des Gelenauer Erlebnisbades und der Freizeitoase im Nesselgrund des Zschopauer Ortsteils muss jedoch einiges mehr beachtet werden als beim Saisonstart in den Vorjahren. Wegen der Coronakrise ist die Haus- und Badeordnung wesentlich länger. Für jedes Bad muss ein individuelles und vom Gesundheitsamt genehmigtes Hygienekonzept vorliegen, in dem der Badebetrieb unter Pandemiebedingungen geregelt ist. Denn die Grundsätze und Kontaktbeschränkungen der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung vom 12. Mai gelten auch in Freibädern.

Kunstszene sendet wieder Lebenszeichen: Zu Pfingsten nun wollen auch heimische Kunstschaffenden wieder ein Lebenszeichen senden - bei der nunmehr 16. landesweiten Aktion "Kunst offen in Sachsen". Noch ist es ein vorsichtiger Schritt zurück in die lange vermisste Öffentlichkeit. Denn statt der ursprünglich geplanten 200 Mitwirkenden in 160 Ateliers werden laut Olaf Klepzig 135 Künstlerinnen und Künstler in 103 Ateliers Einblicke in ihre Arbeit gewähren. Dennoch ist der Vorsitzende des ehrenamtlichen Vereins, der die jährliche Aktion zu Pfingsten organisiert, froh darüber, dass sie überhaupt stattfinden kann. Und so bietet sich auch für Ani Rahtak aus Drebach nun Gelegenheit, ihre begonnene Ausstellung zu Ende zu bringen. Sie sagt selbst von sich: "In meinen Büchern, Gedichten und Bildern trage ich nach außen, was mich tief im Herzen bewegt." Verpackt wird das von ihr unter anderem in eigenen literarischen Sprüchen, die sich vielfach um das Thema Spiritualität drehen und dazu einen Rahmen aus grafischen Mustern erhalten.

Kreisräte warnen vor Wunschvorstellungen: Während die Kreistagsfraktion der Partei Die Linke jüngst mit konkreten Investitionswünschen für die nächsten Kreisetat in die Öffentlichkeit ging, sind andere Fraktionen eher zurückhaltend. So hat sich die CDU-Fraktion für den Freitag im Landratsamt zu einem Gespräch angemeldet, um ein klareres Bild über die aktuelle und künftige Finanzlage des Erzgebirgskreises zu bekommen. "Derzeit ist nicht die Zeit großer Wünsche", so Sylvio Krause, der der CDU/FDP-Fraktion vorsteht. Es werde wohl vieles darauf hinauslaufen, wenigstens den Status Quo auf allen Gebieten aufrecht zu erhalten und einen Ausgleich zwischen den Sorgen der Kommunen und denen des Landkreises zu erzielen. Die avisierten Zuschüsse aus Dresden werden nicht alle Ausfälle kompensieren können, so Krause. Zudem sei es wichtig, all jene Unternehmungen zu unterstützen, an denen der Landkreis beteiligt ist, wie etwa den Öffentlichen Nahverkehr. Statt kostenfreies Schülerticket, wie es die Linken fordern, sei es jetzt wichtig, die Ausfälle der letzten Monate zu kompensieren und wieder mehr Leute zum Mitfahren in Bus und Bahn zu bewegen.

Dreharbeiten über Corona-Krise und die Folgen: Ältere Menschen erzählen, wie es ihnen in der Corona-Krise geht, wie sie mit der besonderen Situation umgehen und welche Tipps sie für andere haben. Das ist das Konzept eines gut 30-minütigen Films, den Marlene Queck, Studentin der Medienpsychologie, und Luise Preiß, eine studierte Gesundheitswissenschaftlerin, jetzt für die Arbeiterwohlfahrt Erzgebirge in Stützengrün gedreht haben. Die Idee dazu hatte Kerstin Klöppel vom Quartiersbüro in Hundshübel. Die Projektverantwortliche erklärt dazu: "Während der Corona-Zeit, wo alles weggefallen ist, auch sämtliche Seniorentreffs, haben wir überlegt, was wir tun können, um trotzdem den Weg zu den Menschen zu finden. So ist die Idee entstanden mit Bürgern vor Ort in Stützengrün, Lichtenau und Hundshübel einen Film zu drehen." Auch der Pfarrer und Bürgermeister kommen in dem Beitrag zu Wort. Zudem sind Bewegungsübungen für zuhause eingebaut. Der Film soll nicht nur die aktuelle Krise dokumentieren, sondern aufzeigen, was es in der Corona-Zeit vielleicht Gutes gibt.

März-Kita-Beitrag wird in Amtsberg verrechnet: Seit dieser Woche herrscht in den Amtsberger Kindertagesstätten eingeschränkter Regelbetrieb. "Die Einrichtungen sind damit wieder fast vollzählig besetzt", teilte Bürgermeister Sylvio Krause in der Gemeinderatssitzung mit. Gleichzeitig erklärte er, dass der gezahlte März-Beitrag mit den folgenden Gebühren verrechnet werde. Aufgrund der Corona-Pandemie hatten zahlreiche Eltern ihre Kinder nicht mehr in die Kitas bringen können. Allerdings sei auch die angebotene Notbetreuung nicht von allen Familien, die infrage kamen, in Anspruch genommen worden. Zwischen 5 und 13 Kinder seien in dieser Zeit betreut worden, in der letzten Phase etwa 30. Im jetzigen eingeschränkten Regelbetrieb kann nur der Frühhort nicht angeboten werden. "Das ist personell nicht machbar. Dafür sind Lehrer ab 7 Uhr in der Grundschule, die sich um Kinder kümmern können."

Polizei beendet Feier: Die Polizei hat Mittwochnacht eine Feier in einer Wohnung in Schwarzenberg beendet und Platzverweise gegen sieben Personen ausgesprochen. Ein Zeuge hatte gemeldet, dass ein Mann in einer Wohnung an der Grünhainer Straße rechte Parolen gegrölt habe. Die Beamten trafen in der Wohnung auf neun Personen im Alter zwischen 22 und 40 Jahren. Nach einem belehrenden Gespräch zur Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung schickten die Beamten sieben Menschen nach Hause. Zudem ermittelt die Polizei wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Kulturzentrum Erzhammer öffnet wieder: Das Kulturzentrum Erzhammer in Annaberg-Buchholz öffnet nach der Corona-bedingten Zwangspause wieder  seine Türen. Damit können die insgesamt 40 unterschiedlichen Freizeitangebote des Hauses wieder genutzt werden, kündigt Stadtsprecher Matthias Förster an. Unter anderem öffnen auch die Schnitz- und die Klöppelschule wieder. Wer wann im Detail startet, findet sich im Detail unter www.annaberg-buchholz.de/kreativbereiche. Zudem wird die aktuelle Sonderausstellung "Parade" bis zum 30. Juni verlängert. Der gebürtige Annaberg-Buchholzer und heute in Leipzig tätige Künstler Robert Schmiedel zeigt darin eine Auswahl seiner Arbeiten - unter anderem aquarellierte Federzeichnungen und Radierungen zu historischen Themenkomplexen.

Bergbau-Erlebnistage finden nicht statt: Abgesagt für dieses Jahr hat dagegen der Tourismusverband Erzgebirge die Bergbau-Erlebnistage, die ursprünglich für das Wochenende 6. Und 7. Juni geplant waren. "Leider muss das Ereignis in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen", heißt es dazu offiziell vom Verband.  Die seit 2014 stattfindenden Tage sind der erzgebirgische Beitrag zum Tag der deutschen Welterbestätten, der ebenfalls an diesem Wochenende im Kalender steht. Als Alternative empfiehlt der Verband in diesem Jahr, die bergbauliche Geschichte der Welterbestätten individuell zu erkunden. Denn mittlerweile haben zahlreiche Museen und Ausstellungen sowie auch einige Besucherbergwerke wieder geöffnet - so zum Beispiel der Herrenhof Erlahammer in Schwarzenberg, der Pferdegöpel in Marienberg und die Saigerhütte in Olbernhau. Der Tourismusverband unterbreitet auf seiner Internetseite www.erzgebirge-tourismus.de/bergbauerlebnistage Tipps für Wandertouren und Ausflüge.

Schwarzenberg prüft Verzicht auf Pachten: Der Antrag der CDU-Stadträtin Lilly Vicedom, während der Corona-Zeit keine städtischen Zuschüsse zu kürzen sowie für städtische Objekte auf Mieten und Pachten zu verzichten, hat in der Stadtverwaltung Schwarzenberg umfangreiche Vorarbeiten ausgelöst. Darüber informierte Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer (CDU) in der jüngsten Ratssitzung. "Es hat sich eine ganze Reihe von zu klärenden Fragen ergeben - zu den Gesamtzusammenhängen mit dem Thema Förderung und auch zu vielen Details", so das Stadtoberhaupt. Einen Maßnahmenkatalog vorzulegen, sei wegen der Vielschichtigkeit und Komplexität der Problematik fürs ganze Stadtgebiet noch nicht möglich. Da die Vorschläge finanzielle und sachliche Auswirkungen haben, sei eine detaillierte Betrachtung notwendig. Diese wurde mit einstimmigem Ratsbeschluss an den Verwaltungsausschuss übertragen. OB Hiemer betonte, dass allen Stadträten die Teilnahme an allen Ausschusssitzungen zustehe, also auch in jenen Ausschüssen, denen sie nominell gar nicht angehören.

Nur Gornsdorfer dürfen ins Naturbad: In diesem Sommer wird so vieles anders sein aufgrund der Corona-Pandemie. Auch im Gornsdorfer Naturbad. Das wird am morgigen Freitag öffnen. Allerdings wird die Nutzung Gornsdorfer Einwohnern vorbehalten sein, denn mehr als 300 Gäste dürfen sich nicht gleichzeitig im Bad aufhalten. Deshalb hat der Gemeinderat am Dienstag mehrheitlich eine Änderung der Nutzungsordnung beschlossen. Es war eine Entscheidung, die sich das Gremium nicht leicht gemacht hat. Denn schon in normalen Sommern schießt die Gemeinde jede Saison rund 150.000 Euro zum Bad zu. Die üblichen Einnahmen von rund 40.000 Euro werden voraussichtlich um die Hälfte wegbrechen, schätzt Marcel Kis, Leiter des Eigenbetriebs.

Jahnsdorfer Freibad öffnet ab Freitag seine Türen: In Jahnsdorf kann ab dem morgigen Freitag wieder geschwommen, gerutscht und getaucht werden. Die Freibadsaison beginnt pünktlich um 10 Uhr. Laut Bürgermeister Albrecht Spindler hat sich an den Eintrittspreisen nichts geändert. Aber ab sofort ist die Einrichtung durchgängig von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Vorher war dies nur an Wochenenden und in den Sommerferien der Fall. Allerdings könne es auch in Zukunft zu wetterbedingten Schließungen kommen, sagt Spindler. Unklar ist, wie die Corona-Hygieneregeln umgesetzt werden.

Dampfzugbetrieb am Pfingstwochenende: Die Museumsbahn in Schönheide hat am Pfingstwochenende erstmals wieder Dampfzugbetrieb nach der Corona-Zwangspause. Im Einsatz sind am Samstag die Lok 99 516 und am Montag die Lok 99 582. Es gilt ein geänderter Fahrplan, der auf der Internetseite veröffentlicht ist. Am Bahnhof Schönheide ist der Imbiss geöffnet. Das kleine Museum muss geschlossen bleiben, da dort die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. Außerdem entfällt die Fahrt zum Waldgottesdienst, da er ausfällt. Unterdessen konnten für den Corona-Express bereits 22 Unterstützungsfahrkarten verkauft werden, der Spendenstand beträgt 550 Euro, so der 2. Vorsitzende des Vereins, Matthias Büttner.

Tafel hilft Bedürftigen mit Mund-Nasen-Schutz: Nach knapp vier Wochen coronabedingter Schließzeit hat die Auer Tafel seit diesem Monat wieder geöffnet, allerdings unter strengen Hygienevorschriften. Neben den gängigen Vorschriften wie dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und der Einhaltung des Abstandes von 1,5 Metern zu anderen Personen findet die Ausgabe der Lebensmittel vorerst nur im Freien statt. Die Mitarbeiter der Tafel sind froh, dass sie wieder öffnen dürfen, denn sie unterstützen Menschen, bei denen das Geld nicht bis zum Ende des Monats reicht. "Wir möchten uns für die Bedürftigen engagieren und sie damit unterstützen", sagt Silvia Rudolf, die Vorsitzende des Vereins Auer Tafel. Jeden Donnerstag von 11.30 bis 12.30 Uhr erhält jeder Bedürftige in der Ausgabestelle Am Bahnhof 11 in Aue in der Regel zwei Beutel. Darin sind Brot, Brötchen, Kuchen, Süßwaren, Obst, Gemüse, Wurst, Käse und Milchprodukte. Alles ist kostenfrei, die Tafel bittet lediglich um eine Spende von einem Euro für Erwachsene und 50 Cent für Kinder. Für Kunden mit Handicap bieten sie in Einzelfällen auch eine Lieferung an.

Corona-Krise bringt Stadt in finanzielle Schwierigkeiten: Die Corona-Krise und ihre wirtschaftlichen Folgen haben die Stadt Pockau-Lengefeld zusätzlich in finanzielle Schieflage gebracht. Einnahmen fallen weg. Rücklagen schrumpfen. Die Verschuldung steigt. Trotzdem hält die Stadt an den geplanten Millioneninvestitionen fest. Das hat weitere Konsequenzen. Doch es gibt auch gute Neuigkeiten. Zur Haushaltsdebatte während einer der vergangenen Stadtratssitzungen erläuterten Bürgermeister Ingolf Wappler (CDU) und Kämmerer Christian Fiebiger die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den eigentlich schon fertig ausgearbeiteten Haushaltsplan für 2020. Allen voran seien stark sinkende Gewerbesteuereinnahmen zu erwarten, da viele im Stadtgebiet angesiedelte Unternehmen von den Einschränkungen betroffen sind, erklärte Ingolf Wappler. Ursprünglich hatte die Verwaltung in diesem Jahr mit fast 5 Millionen Euro gerechnet. Die düstere Prognose: Es werden wohl nur 2,5 Millionen Euro Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Dabei werde die Stadt zudem doppelt bestraft, ergänzte Christian Fiebiger. Aufgrund der hohen Steuereinnahmen aus den Vorjahren sinken auch die Schlüsselzuweisungen vom Land auf nur noch 100.000 Euro. "Trotzdem wollen wir an dem Entwurf festhalten und die geförderten Projekte angehen. Wir sollten uns von der Krise nicht zu sehr verunsichern lassen", sagte der Bürgermeister zu den Stadträten. Da Pockau-Lengefeld ohnehin reichlich investieren und auch am noch teureren Schulausbau in Lengefeld festhalten will, steht im Finanzhaushalt unterm Strich nunmehr ein Minus von fast 4,2 Millionen Euro.

Kinderfest einige Wochen verschoben: Nach dem Eisfest vor wenigen Tagen am Schutzteich in Annaberg-Buchholz sollte es in der nächsten Woche anlässlich des Kindertages das nächste Veranstaltungsangebot für Familien geben - ein Kinderfest auf dem Marktplatz der Stadt. Die Idee dazu stammt einmal mehr von Till Schwabe, der schon mit so mancher verrückter Veranstaltungsidee für Aufsehen gesorgt hat. "Es ist zweifelsohne eine tolle und begrüßenswerte Initiative, die Till Schwabe am 1. Juni geplant hatte. Dennoch haben wir uns angesichts der aktuellen Corona-Lage gemeinsam mit dem Veranstalter drauf verständigt, das geplante Kinderfest auf dem Annaberger Markt vorerst zu verschieben", erklärt Oberbürgermeister Rolf Schmidt (Freie Wählergemeinschaft) dazu. Wenn die Infektionszahlen in der Stadt so niedrig bleiben und der Freistaat Sachsen Anfang Juni weitere Lockerungen beschließt, dann soll das Fest aber in wenigen Wochen nachgeholt werden, verspricht er.

Neuer Termin für OB-Wahl in Schwarzenberg steht fest: Als neuen Termin für die Oberbürgermeisterwahl in Schwarzenberg hat der Stadtrat mit einstimmigem Beschluss den Sonntag, 20. September 2020, festgesetzt. Ist ein zweiter Wahlgang erforderlich, weil zum ersten Termin kein Bewerber mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhält, gibt es diese Neuwahl am Sonntag, 11. Oktober 2020. Den ursprünglich festgesetzten Wahltermin 14. Juni hatte das Landratsamt wegen der Corona-Pandemie aufgehoben. Dass die Schwarzenberger in diesem Jahr ein neues Stadtoberhaupt wählen müssen, obwohl die dritte Wahlperiode von Amtsinhaberin Heidrun Hiemer (CDU) bis 2022 geht, kam durch die Entscheidung Hiemers zu Stande, am 31. Juli 2020 vorzeitig aus dem Amt auszuscheiden. Auf Grund ihres Alters ist das laut Gemeindeordnung möglich. Hiemer wird nun bis Ende Oktober im Amt sein.

Annaberger Besucherbergwerk öffnet wieder: Nach Wochen der Corona-Zwangspause ist das Besucherbergwerk "Im Gößner" am Erzgebirgsmuseum in Annaberg-Buchholz ab 28. Mai 2020 wieder geöffnet. Dabei gelten Hygieneauflagen, teilt die Stadt am Mittwoch mit. Im Bergwerk können Besucher den authentischen Bergbau aus der Zeit der Stadtgründung kennenlernen und unter Tage originale Silberstollen, farbenprächtige Sinter verschiedener Mineralien und Standorte alter Förderanlagen entdecken. In Zeiten von Corona ist der Besuch mit einigen Hygieneauflagen verbunden: Die Anzahl der Teilnehmer pro Bergwerksführung ist auf vier Einzelpersonen begrenzt. Besucher müssen Mundschutz tragen und Abstandsregeln einhalten. Führungen starten donnerstags und freitags 12 und 15 Uhr, bei größerer Nachfrage auch 13.30 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen 11, 12.30, 14 und 15.30 Uhr. Das Personal achtet dabei auf die ständige Desinfizierung von Helmen und Schutzumhängen sowie von Handläufen im Bergwerk.

Kulturhäuser zwischen Bangen und Hoffen auf den Neustart: In den vergangenen Wochen mussten aufgrund der Corona-Pandemie alle Veranstaltungen im Auer Kulturhaus abgesagt werden. Am Pfingstsamstag nun soll um 14 Uhr das erste Konzert wieder stattfinden - allerdings unter besonderen Voraussetzungen. Die Erzgebirgische Philharmonie wird mit 13 Musikern im kleinen Saal spielen. Die maximale Besucheranzahl wurde auf 50 Personen beschränkt, um einen Mindestabstand von 1,50 Metern gewährleisten zu können. "Wir haben die Hoffnung, dass der normale Spielbetrieb dann ab September wieder durchgeführt werden kann", sagt Steffen Georgi, der Leiter des Kulturhauses. Ein Teil der abgesagten Veranstaltungen wurde bereits auf den Herbst verlegt und einige sind bereits ausverkauft. Die Kurse - etwa in Keramik, Bildender Kunst und Tanz - sollen im Juni starten können. Stand heute mussten 18 Veranstaltungen abgesagt werden, für vier konnte bereits ein neuer Termin gefunden werden. Besonders hart trifft Corona auch das Kulturzentrum "Glück Auf".

Im Kino unter freiem Himmel geht es ohne Mund-Nasen-Schutz: Der weitläufige Publikumsbereich der Waldbühne Neuwürschnitz kommt Kinobetreiber Sven Kruppa in dieser Zeit entgegen. So kann am Freitag die erste Vorstellung dieses Sommers gezeigt werden. "Ruf der Wildnis" ist ein Familienfilm, freigegeben ab 6 Jahren. Los geht es gegen 21.30 Uhr. Aufgrund der Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus wird nur jede zweite Bank besetzt. So bleibt aber immer noch Platz für bis zu 200 Zuschauer pro Abend, sagt der Kinobetreiber. Auf den Bänken gelten die sächsischen Regeln zum Abstand: Familien und Paare dürfen jeweils zusammensitzen, auch ein weiteres Paar darf dabei sitzen. "Wir sperren aber innerhalb der Reihe nicht ab, sonst sieht es bei uns aus wie auf einer Baustelle. Auf einer Reihe werden die Leute selbst für den Abstand sorgen", ist sich Kruppa sicher. Weil sich alles unter freiem Himmel abspielt, ist ein Mund-Nasen-Schutz keine Pflicht. Damit sich keiner begegnet, wird es pro Abend nur eine Veranstaltung geben. Wie in den vergangenen Jahren läuft freitags und samstags ein Film, wegen Pfingsten gibt es dieses Wochenende zusätzlich sonntags eine Vorstellung. "Es wird einen Eingang und zwei Ausgänge geben", zählt der 48-Jährige weiter auf. Doch sonst werde sich für die Besucher nicht viel ändern, es gibt auch Getränke und was zu knabbern. "Ich denke, die Menschen haben den Drang, mal wieder raus zu gehen und unter Leute zu kommen." Trotz der Erlaubnis, wieder zu öffnen, bleibt es für Kinobetreiber eine Herausforderung.

"Aufruf zu Rechtsbruch"-Stadtrat geht auf Distanz: Aufhorchen in der Fragestunde zur Sitzung der Schwarzenberger Stadträte am Montagabend in Pöhla: CDU-Mann Yves Schwengfelder brachte im Namen der CDU/FDP-Fraktion einen Antrag mit folgendem Wortlaut ein: "Der Stadtrat der Stadt Schwarzenberg distanziert sich vom Aufruf zum Rechtsbruch. Wir Stadträte stehen zur Meinungsfreiheit und akzeptieren den offen geführten Diskurs zur Meinungsbildung. Wir erkennen die deutschen Gesetze sowie die nach Bundes- und Landesrecht erlassenen Verordnungen an und sehen diese als Rahmen für unser demokratisches Handeln. Entsprechend distanzieren wir uns davon, wenn unter dem Titel ,Stadtrat‘ von einzelnen Mitgliedern zum Rechtsbruch und zum Ignorieren der erlassenen Regeln zum Schutz der Bevölkerung aufgerufen wird."

Der Antrag bezog sich auf die von Stadtrat Erik Weber (Wirtschafts- und Gewerbeverein) getätigten Äußerungen auf der Kundgebung am 9. Mai auf dem Festplatz in Schwarzenberg, die sich gegen die aktuellen Corona-Regelungen von Bund und Land richtete. Dort hatte Weber als Mitorganisator, Redner und Gastronom öffentlich verkündet, in seiner Gaststätte die Gäste "ohne diesen lächerlichen Mundschutz" begrüßen zu wollen. Da das Tragen von Mund-Nase-Schutz beim Betreten von Gaststätten, in Geschäften sowie im öffentlichen Nahverkehr noch immer laut der Allgemeinverordnung des Freistaats verpflichtend vorgeschrieben ist, lasse sich diese Äußerung als "Aufruf zum Rechtsbruch" deuten. Damit würden Bürger aufgefordert, sich den Bestimmungen zu widersetzen. Das wurde indes so konkret und namentlich im eingebrachten Antrag aber nicht erklärt, sondern allgemein formuliert.

Gegen den von Schwengfelder eingebrachten Antrag votierten neben Weber die Stadträte Jens Döbel (FBS), Christian Ficker und Matthias Schlegel (beide AfD), die bei jener Kundgebung mit dabei waren. Die 18 anderen am Montag anwesenden Stadträte stimmten zu. "Das ist doch Wahnsinn, was zu Corona abläuft", machte sich Ficker vor der Abstimmung Luft. "Das ist meine Meinung, und dazu stehe ich auch."
Phänomenia mit neuen Öffnungszeiten: Die interaktive Lern- und Erlebniswelt "Phänomenia" im Areal Stalburc/Hoheneck wird am Freitag wieder öffnen. Das teilte der technische Leiter, Florian Rau, mit. Da Gruppen derzeit kaum kommen können, konzentriert sich das Team auf Familien und hat vorerst freitags bis sonntags sowie an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Zu den Hygiene-Auflagen gehöre das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Besucher werden gebeten, diese mitzubringen.

Auersberghaus wieder geöffnet: Das Auersberghaus auf dem 1018 Meter hohen Auersberg hat wieder geöffnet - in dieser Woche allerdings noch verkürzt. Die Schließzeit hat das Team unter anderem für Renovierungsarbeiten genutzt, so wurden die Sitzpolster in der Gaststube erneuert.
 

Deutlich weniger Teilnehmer bei Spaziergängen im Erzgebirge: Zum wiederholten Mal haben sich Menschen im Erzgebirge sogenannten Spaziergängen angeschlossen. Am gestrigen Montagabend waren es wieder Hunderte Personen in mehreren Städten, die stillen Protest an den Corona-Einschränkungen übten, allerdings deutlich weniger als in den Wochen zuvor. In Annaberg trafen sich über 150 Menschen auf dem Markt. Nach einer Kundgebung ging es von dort aus durch die Stadt. Auf dem Altmarkt in Aue versammelten sich kurz nach 19 Uhr etwa 75 Personen, um danach durch die Stadt zu laufen. In Zschopau waren es um die 50 Spaziergänger, in Marienberg um die 80. Weitere Spaziergänge fanden unter anderem in Beierfeld, Crottendorf, Stollberg, Zwönitz, Schwarzenberg, Lößnitz und Thum statt. Laut Polizei hat es bei den Spaziergängen "keine Auffälligkeiten" gegeben, hieß es am Abend.llung am 20. Juni ab 17 Uhr eröffnet.

Eine Kunstaktion zur Motivation wird bald in ganz Stollberg sichtbar sein: Ein Projekt an der Altstadtschule Stollberg, das die Kunstlehrerin Carmen Kunz zur Notenverbesserung für ihre Zehntklässler gestartet hatte, hat eine eigene Dynamik entwickelt. Nun läuft ein regelrechter Wettbewerb, in dem sich Schüler und Lehrer gegenseitig mit Ideen übertreffen. Ziel der Lehrerin war es, dass sich die Schüler mit dem Tragen des Mund-Nasen-Schutzes zum Schutz vor Corona auseinandersetzen. "Die Plakate sollen motivieren und zeigen, wie sinnvoll es ist, den Mundschutz zu tragen und wie leicht das doch gehen kann", erläutert Schulleiter Steffen Wurm, der als Mathelehrer ebenfalls als Model benötigt wurde. Mit der Idee stieß der Schulleiter auch bei den Verantwortlichen im Stollberger Rathaus auf Begeisterung. Daher werden die Plakate in den nächsten Tagen nicht nur im Schulhaus aufgehängt, sondern sollen auch zahlreiche Laternen der Stadt schmücken und die Menschen so zum Tragen der Maske motivieren.
 
Oldtimerveranstaltung ist wegen Corona abgesagt worden: Für Tausende ist er seit 1998 ein fester Termin im Pfingstkalender: der Pöhlbergpreis in Annaberg-Buchholz. Seit 1998 wird er vom Automobil- und Motorradclub (AMC) Annaberg-Buchholz im ADAC ausgerichtet. Doch die 23. Auflage der Oldtimerveranstaltung unter der Leitung der Sektion Kfz-Veteranensport fällt wie so vieles andere auch, der Corona-Pandemie zum Opfer. Deren Auflagen untersagen Großveranstaltungen bis Ende August. Die Ampel am Fuß des Pöhlbergs, die die circa 150 Teilnehmer nach oben aufs Bergplateau schicken sollte, bleibt somit auf Rot. Bei Doris Kronstein, die die Anmeldungen koordiniert, gehen seit Tagen Anfragen ein. Doch die Annabergerin, die - wie ihr Mann Eberhard - jüngst ihren 80. Geburtstag ohne Gäste feierte, muss die Interessierten auf Pfingsten kommenden Jahres vertrösten. Ihr Ehemann, der die Organisationsleitung vor einigen Jahren an Sohn Thomas übergab, sagte: "Wir hatten sogar schon die Erinnerungsgeschenke für die Teilnehmer." Es sei das erste Mal seit 1998, dass der Pöhlbergpreis nicht stattfinden kann. "Uns sind in der Vergangenheit schon alle möglichen Witterungsunbilden untergekommen, Regen und selbst Schnee. Das alles konnte uns nicht abhalten, die Veranstaltung durchzuführen. Doch gegen diese Pandemie sind wir machtlos", so der ebenfalls 80-jährige Eberhard Kronstein.
 
Feier zum 100. soll nachgeholt werden:  Mit einer Andacht in der Forchheimer Kirche ist am Montag der 100. Geburtstag von Charlotte Steinert begangen worden. "Wegen der aktuellen Beschränkungen ist das derzeit die beste Lösung", sagte die Jubilarin. Aber auch schon am Vormittag fanden zahlreiche Familienangehörige, Nachbarn, Bekannte und Freunde den Weg zu ihr nach Hause, um ihr in Etappen und mit dem gebotenen Abstand zu gratulieren. Auch der Pockau-Lengefelder Bürgermeister Ingolf Wappler überbrachte Blumen und Glückwünsche. Sobald es wieder möglich ist, möchte Charlotte Steinert viele der gestrigen Gratulanten noch einmal zu einer gemeinsamen Feier, so wie man sie kennt, einladen. "Die letzten Wochen waren so bedrückend", beschreibt sie die Situation der zurückliegenden Zeit.
 
Hallen und Bad sind bis Pfingsten dicht: Die drei Sporthallen in Burkhardtsdorf bleiben bis Pfingsten geschlossen. Das hat die Stadtverwaltung mit Vereinsvertretern beschlossen. Es handelt sich bei den drei Hallen um die große Mehrzweckhalle am Topfmarkt sowie die Turnhallen in Kemtau und Meinersdorf. Pfingstmontag soll zudem auch das örtliche Freibad wieder öffnen. Am morgigen Mittwoch wird eine amtliche Wasserprobe über die Bühne gehen. Parallel werden das Bad technisch vorbereitet und auf die veränderten Rahmenbedingungen ausgerichtet. "Das geht nicht von jetzt auf gleich", erklärt Fachbereichsleiter Jörg Spiller.
 
Corona-Spielidee: Krankheitserreger müssen eingefangen werden: Seit Anfang des Jahres existiert die "Denkstatt Erzgebirge" im Spielzeugdorf Seiffen. Deren Ziel ist es, Raum für innovative Ideen zu schaffen und in der Region ansässige Handwerkern und Manufakturen mit kreativen Köpfen zu vernetzen. Dafür, so die Planungen, sollte es Workshops, Vorträge und einen Stammtisch vor Ort in Seiffen geben. Darüber hinaus sollten Menschen mit frischen Ideen und einer Leidenschaft für Holz eingeladen werden, in den Denkstatt-Räumen kreativ tätig zu sein und ihre Ideen zu verwirklichen. Dann kam das Corona-Virus. Geplantes musste vorerst abgesagt werden. Auch Denkstatt-Projektleiter Wolfgang Braun machte sich Gedanken, wie trotz der Beschränkungen ein erstes Projekt verwirklicht werden könnte. Aus den Überlegungen entstand der Ideenwettbewerb "Spiel". "Ziel war es, Familien in Zeiten der Ausgangsbeschränkungen mit neuen Spielideen zur Seite zu stehen", erklärt Wolfgang Braun, der sich über insgesamt 19 Einreichungen freuen konnte. Diese mussten auf Grund der außergewöhnlichen Umstände allesamt digital erfolgen. Sieben Juroren bewerteten die Arbeiten. Während der erste Platz für eine App voller kreativer Ideen nach Mecklenburg-Vorpommern ging, erhielt Daniel Fischer aus Pobershau, studierter Holzgestalter und Produktdesigner, einen der beiden zweiten Preise. Derzeit als Designer für Spielmittel und -möbel tätig und selbst Vater einer neunjährigen Tochter, entwickelte er das Strategiespiel "Die drei kleinen Männchen", das die Corona-Krisensituation kindgerecht beschreibt: Viren, Bakterien und Parasiten tummeln sich auf dem Spielfeld, das die Form einer Pandemiekurve hat. Die Mitspieler müssen jeweils einen der Krankheitserreger fangen.

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