Coronapause für Restaurierung genutzt

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Im Studienraum Carlfriedrich Claus gibt es wieder eine neue Ausstellung. Doch auch in den zurückliegenden zwei Jahren waren Förderverein und Stadt nicht untätig.

Annaberg-Buchholz.

Nach zwei Jahren ist sie nun endlich zu sehen: die neue Ausstellung im Studienraum Carlfriedrich Claus in Annaberg-Buchholz. Sie befasst sich mit dem Briefwechsel des Schriftstellers und Sprachpoeten mit dem befreundeten Künstlerehepaar Pierre und Ilse Garnier in Frankreich. Coronabedingt war die Ausstellung zweimal verschoben worden, auch Veranstaltungen im Studienraum waren kaum möglich. Das soll sich nun wieder ändern. Unter anderem sind im Verlauf der Ausstellung mehrere Lesungen geplant.

Unterdessen haben Förderverein und Stadt die Zwangspause genutzt, um die ehemalige Wohnung des Annaberger Künstlers weiter zu restaurieren. So sind nach Angaben von Stadtsprecherin Annett Flämig mit Unterstützung einer ortsansässigen Drechslerei der original erhaltene Holzfußboden sowie Teilflächen der Wände restauriert worden. Die konsequente Fortsetzung eines Weges, der im Jahr 2004 mit der Gründung des Fördervereines begonnen worden war. Unter Federführung der damaligen Bürgermeisterin Barbara Klepsch - sie ist auch heute noch Mitglied des Vereines und Schirmherrin der aktuellen Ausstellung - hatten sich die Anwesenden zur Erhaltung und Umnutzung der ehemaligen Wohnstätte ausgesprochen, die damit zugleich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollte. Mit Unterstützung durch Fördergelder und mit großem Engagement von Unterstützern, der Stadt Annaberg-Buchholz und vielen ehrenamtlichen Helfern konnte die Wohnung zunächst entkernt und trockengelegt sowie anschließend saniert werden, heißt es. Dabei konnten die Wände zum Teil, Türrahmen und Türenblätter sowie der Boden restauriert und erhalten werden.

Die Idee des Studienraumes war zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht neu, denn nach dem Tod des Künstlers 1999 war im Kunstkeller bereits begonnen worden, einen solchen herzurichten, um das Werk von Claus in seiner Heimatstadt präsent zu machen. Denn bereits zu Lebzeiten hatte der Künstler verfügt, dass sein Nachlass in den Kunstsammlungen Chemnitz einen bleibenden Platz finden soll. Die Stiftung Carlfriedrich-Claus-Archiv entstand. Von dort wird der Förderverein auch regelmäßig mit Leihgaben für seine Ausstellungen unterstützt. Die neue mit dem Titel "Grenzen - oder wem gehört der Himmel" ist bis August 2024 zu sehen.

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