Kinderbetreuung in Annaberg-Buchholz wird teurer

Annaberg-Buchholz. Eltern in der Stadt Annaberg-Buchholz und ihren Ortsteilen müssen für die Kinderbetreuung ab 2018 mehr zahlen. Das hat der Stadtrat am Donnerstagabend nach langer Debatte mehrheitlich entschieden. Es war umstritten, wie das Ergebnis von 18 Ja-Stimmen, 7 Nein-Stimmen und 5 Enthaltungen zeigt. Mit der Entscheidung werden etwa für einen vollen Krippenplatz ab Januar monatlich 206 statt bislang 189 Euro fällig. Auch für einen Kindergartenplatz oder einen solchen im Hort müssen Eltern tiefer in die Tasche greifen. Allerdings fällt die Steigerung im nächsten Jahr geringer aus als ursprünglich von der Stadtverwaltung geplant. Diese selbst hatte nach einer Debatte mit Elternvertretern und einer Diskussion im Sozialausschuss einen Kompromissvorschlag vorgelegt. Allerdings ist klar, dass die Beiträge 2019 erneut steigen werden. Zudem ist mit dem Stadtratsbeschluss entschieden worden, dass die Anpassung der Elternbeiträge künftig automatisch erfolgen soll, ohne dass darüber der Stadtrat öffentlich diskutieren muss.


Hintergrund der gesamten Diskussion ist eine gesetzliche Vorgabe in Sachsen, die für die Berechnung der ungekürzten Elternbeiträge bestimmte prozentuale Anteile vorgibt, die diese in Bezug auf Personal- und Sachkosten ausmachen sollen. Bei Krippen liegt diese Spanne zwischen 20 und 23 Prozent, bei Kindergärten und Horten zwischen 20 und 30 Prozent. Mit dem Stadtratsbeschluss in Annaberg-Buchholz sollen Elternbeiträge bei Krippen künftig 21,5 Prozent der Personal- und Sachkosten ausmachen, bei Kindergärten und Horten 25 Prozent. Ein Antrag, dies auf den gesetzlich möglichen Minimalwert festzulegen, wurde mehrheitlich abgelehnt. (aho)
 

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