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Kommunalwahl im Erzgebirge: So haben die Menschen in der Region Annaberg abgestimmt

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Im Erzgebirgskreis sind am Sonntag mehr als 276.000 Menschen aufgerufen gewesen, ihre Stimme abzugeben. Neben Europaparlament und Kreistag wurden auch neue Stadt- und Gemeinderäte gewählt. Doch wer hat wo die Nase vorn? Ein erster Überblick.

Annaberg-Buchholz.

In 58 Kommunen im Erzgebirgskreis haben die Bürger am Sonntag neue Stadt- und Gemeinderäte gewählt. Außerdem wurde über die Zusammensetzung des Kreistags und des Europaparlaments abgestimmt. Von den 327.739 Einwohnern des Landkreises waren 272.505 zur Kommunalwahl aufgerufen. Bei der Europawahl durften erstmals auch Jugendliche ab 16 Jahren zur Wahlurne schreiten, weshalb die Anzahl der Wahlberechtigten bei 276.729 lag. Doch wer macht nun das Rennen in den Kommunen? „Freie Presse“ gibt einen ersten Überblick.

In Tannenberg war mit am schnellsten ausgezählt. Dabei gab es ein ähnlich deutliches Ergebnis wie 2019. FWBF kommt auf 69,8 Prozent der Stimmen, die CDU wiederum auf 30,2. Die Wahlbeteiligung liegt bei 79,1 Prozent. Schon vor fünf Jahren lieferten sich das Bürgerforum und die Christdemokraten ein Duell. Ergebnis damals: 73 und 27 Prozent.

In Crottendorf standen sich ebenfalls nur FWBF und CDU gegenüber. Zwar bleiben die Freien Wähler mit 60,8 Prozent stärkste Fraktion im Gemeinderat. Doch die CDU kann fast 13 Prozentpunkte zulegen und erreicht 39,2 Prozent.

In Bärenstein gibt es einen großen Wahlsieger. Die Wählervereinigung „Initiative Bärenstark“ liegt mit 35,9 Prozent (2019: 15,3) vorn. Ein Erfolg, den die Mitglieder am Abend auf dem Bärensteiner Berg feierten. Die Bärensteiner Liste hingegen büßt wie schon vor fünf Jahren deutlich ein und kommt auf 32,6 Prozent (2019: 41,4). Zulegen kann die CDU, die das enge Rennen mit 31,6 Prozent komplettiert. (2019: 24,6). Wahlbeteiligung diesmal: 64,3 Prozent.

In Königswalde hat sich wenig verändert. Die CDU bleibt mit 34,2 Prozent der Stimmen vorn, gefolgt von der Alternativen Liste Sport (24,1), der Wählervereinigung Unabhängige Bürger (23,8) und der Freien Wählergemeinschaft Feuerwehr (17,9).

In Jöhstadt haben sich CDU und AfD ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. Auch, weil letztere Partei erheblich zulegen kann und auf 44,6 Prozent der Stimmen kommt. Stärkste Kraft bleiben aber die Christdemokraten mit 52,1 Prozent. Die Grünen verlieren deutlich und sammeln 3,4 Prozent.

In Oberwiesenthal ist das Ergebnis mit besonderer Spannung erwartet worden. Denn kurz vor der Wahl wurde bekannt, dass ein verurteilter Straftäter auf der Liste vom Bürgerbündnis Wiesenthal – Einz steht. Die Wählervereinigung hat dennoch mit 51,3 Prozent die meisten Stimmen gesammelt. Die CDU kommt auf 48,7 Prozent. Dass beide zulegen, liegt aber auch daran, dass die FDP, die 2019 23,8 Prozent erhielt, nicht mehr angetreten ist.

In Thum heißen die Wahlsieger CDU (34,8) und AfD (24,2), die jeweils ihr Abschneiden verbessern können. An Boden verlieren hingegen die Bürgerliste (18,9), der Verein Jugendblasorchester (18,4) und Die Linke (3,8).

In Schlettau haben die Freien Wähler Bürgerforum einen noch deutlicheren Erfolg als 2019 erringen können. Die bisher stärkste Fraktion holt mit 72 Prozent fast drei Viertel der Stimmen. Ihr einziger Kontrahent – die CDU – kommt auf 28 Prozent. Die Wahlbeteiligung liegt bei 70,2 Prozent.

In Geyer hat die CDU ihr Ergebnis zwar verbessern können. Die Christdemokraten liegen bei 36,1 Prozent der Stimmen. Stärkste Kraft bleiben aber die Freien Wähler Bürgerforum mit 55,6 Prozent. DIe Linke büßt mehr als zehn Prozentpunkte ein und kommt nur noch auf 8,3 Prozent.

In Annaberg-Buchholz hat sich nach dem Zwischenergebnis um 23.30 Uhr ein Erfolg der AfD abgezeichnet. Die Partei kommt auf 27,8 Prozent. Stärkste Fraktion bleibt wohl die Freie Wählergemeinschaft „Wir für unsere Stadt/Liste Sport“ mit 32,6 Prozent. Nach der Auszählung in 20 von 22 Wahlbezirken liegt die CDU mit 16,4 Prozent auf Rang drei.

Landratsamtssprecherin Katja Peter informierte darüber, dass es bis 18 Uhr in den Wahllokalen im gesamten Kreisgebiet zu keinen Zwischenfällen gekommen ist. Lediglich in Raschau hatte ein Mann am Vormittag versucht, im Wahllokal lautstark zu randalieren. Ihm wurde aber durch eine Mitarbeiterin beherzt die Tür gewiesen, berichtete Hauptamtsleiterin Dana Korb. (rickh)

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