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Die Erzgebirger gelten als zammnamsch – also besonders sparsam. Den Chef der Erzgebirgssparkasse freut’s. Wie sich das auf die Bilanz der Bank auswirkt.
Die Erzgebirger haben so viel gespart wie noch nie. Das bilanziert Roland Manz, er ist der Vorstandsvorsitzende Erzgebirgssparkasse. Anlass für diese Einschätzung war der Jahresabschluss 2023 der Bank zur jüngsten Kreistagssitzung. Dort hat Roland Manz von einer durchweg positiven Entwicklung berichtet: Die Bilanzsumme der Erzgebirgssparkasse, nach den Sparkassen Dresden und Leipzig Sachsens drittgrößte Sparkasse und noch vor der Sparkasse Chemnitz, habe sich in den vergangenen Jahren auf 5,7 Milliarden stabilisiert. Im Ranking Ostdeutschlands rangieren die Erzgebirger mit diesem Durchschnittswert damit auf Platz 5/6 – im steten Wechsel mit Halle und Rostock.
4,8 Milliarden Euro liegen auf Konten der Sparkassenkunden
Was heißt das? Erzgebirgische Sparkassenkunden haben 6,9 Milliarden Euro auf der hohen Kante – ein Rekordstand. Dieses Geld sei in verschiedenen Produkten angelegt, so Roland Manz weiter. Wobei Investitionen in Lebensversicherungen und Bausparer stabil geblieben seien. „Wo wir stark gewachsen sind – und das ist wirklich hervorzuheben – ist das Wertpapiergeschäft. Hier sind wir von 1,1 Milliarden auf über 1,4 Milliarden im Bilanzjahr gewachsen. 4,8 Milliarden Euro liegen auf den Konten der Sparkassenkunden. Das ist ebenfalls ein Rekordergebnis der Erzgebirgssparkasse.“
In den vergangenen zehn Jahren habe es laut Roland Manz zudem eine deutliche Entwicklung im Kreditgeschäft der Erzgebirgssparkasse gegeben: 400 Millionen Euro im Jahr 2023. So habe die Sparkasse deutlich mehr Kredite an Unternehmen vergeben. Und zwar gibt es dort ein Wachstum von 2,3 Prozent. Im Privatkreditgeschäft bilanzierte der Vorstand eine Steigerung von 6,7 Prozent – höchstes Wachstum im ostdeutschen Sparkassenverband.
Ertrag erstmals deutlich höher
Was hat die Erzgebirgssparkasse mit diesem Geschäft verdient? Erstmals sei ihr Ertrag deutlich höher. Roland Manz begründete diesen Wandel mit einer „relativ klugen Geschäftspolitik“ im eigenen Haus, mit der man sich einen deutlichen Abstand zu anderen Sparkassen erarbeitet habe. Zum Verständnis: Wenn die Erzgebirgssparkasse heute 1 Euro verdient, fließen nur noch 39 Cent in Kosten. Der Rest ist Ertrag. Mit dieser Entwicklung rechnet Manz auch fürs vergangene Jahr und stellte dem Landkreis aufgrund der Ertragslage in zwei Jahren erstmals eine Ausschüttung in Aussicht. (ka)





