Chlorgas-Alarm in Sosa

Sosa.

Der Gefahrgutzug des Erzgebirgskreises sowie die Feuerwehren aus Sosa und Eibenstock mussten am Donnerstagabend zum Wasserwerk in Sosa ausrücken. Von dort war laut Rettungsleitstelle Chemnitz gegen 20 Uhr ein Notruf von Mitarbeitern des Wasserwerkes eingegangen, dass Chlorgas ausgetreten sei.

Der Raum, wo der automatische Alarm ausgelöst worden war, wurde von den Einsatzkräften des Gefahrenzuges mit schwerem Atemschutz und in Schutzanzügen betreten. Es wurden Messungen vorgenommen und ein eventuelles Leck gesucht. Laut Ulrich Winkler, Ortswehrleiter von Sosa, wurde eine undichte Stelle gefunden und eine geringe Menge Chlorgas gemessen. Die Substanz sei aber nicht aus dem Raum ausgetreten, eine Alarmierung oder Evakuierung von Anwohnern sei nicht erforderlich gewesen.


Betreiber ist der Zweckverband Fernwasser Südsachsen. Ronald Martin, Leiter Technischer Bereich, versichert: "Es gab und gibt keinerlei Auswirkung auf die Bevölkerung, da zu keiner Zeit Chlorgas in die Umgebungsluft gelangt ist. Ebenso war die Trinkwasserversorgung nie beeinträchtigt." Mit der Alarmierung sei die für solche Fälle installierte Sprinkleranlage in Betrieb gegangen. Damit habe man das am Regelventil in minimaler Menge ausgetretene Chlorgas direkt an der Austrittstelle mit einem Wasserschleier abbinden und unschädlich machen können. Noch in der Nacht wurde das defekte Ventil durch die Fachabteilung für Chlorgasanlagen des Zweckverbandes ausgetauscht. "Chlor wird im Wasserwerk zur Herstellung von Chlordioxid benötigt", erklärt Martin. Das diene der Sicherheitsdesinfektion des Trinkwassers.

Der Einsatz dauerte bis etwa 22 Uhr. Danach wurde die Anlage wieder an den Betreiber übergeben. Im Einsatz waren 53 Einsatzkräfte mit zehn Fahrzeugen der Feuerwehren Sosa und Eibenstock sowie des Gefahrengutzuges aus Schönheide, Grünhain und Beierfeld, außerdem Polizei und Rettungsdienst. es gab keine Verletzten. (mit nikm)

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