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Der Wahlsonntag im Erzgebirge: Schlange stehen für die Stimmabgabe

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Das Erzgebirge hat gewählt. Die Wahlbeteiligung war nicht nur im Altkreis Aue-Schwarzenberg hoch. In vielen Wahllokalen war Anstehen angesagt. Noch liegen nicht alle Wahlergebnisse vor.

Aue-Schwarzenberg.

Die Menschen im Erzgebirge haben gewählt. Das Interesse an der Wahl war groß. In fast allen Wahllokalen des Altlandkreises Aue-Schwarzenberg mussten die Wählerinnen und Wähler am Sonntag mit Wartezeiten vor ihrer Stimmabgabe rechnen. Anstehen war angesagt. Und auch die Briefwahl hat vielerorts neue Beteiligungsrekorde aufgestellt.

In 58 Kommunen - außer in Grünhain-Beierfeld - sind neue Stadt- beziehungsweise Gemeinderäte gewählt worden. Zudem erfolgte die Wahl eines neuen Kreistags. Dafür waren von den insgesamt 327.739 Einwohnern des Erzgebirgskreises 272.505 aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Für die zeitgleich stattfindende Europawahl lag die Zahl der Wahlberechtigten bei 276.729. Dass diese höher ausfiel, liegt daran, dass zur Europawahl bereits Jugendliche ab 16 Jahren wählen dürfen. „Seltsam“, so beschreibt ein 16-jähriges Mädchen ihr Gefühl nach der Stimmabgabe in Schwarzenberg. Sie war mit ihrer Mutti im Wahllokal erschienen. „Es ist etwas Neues, man fühlt sich irgendwie erwachsener“, sagt sie.

Anstehen für die Stimmabgabe

Einen Grund für die zum Teil langen Wartezeiten erklärt Steffen Motz, der verantwortliche Mann im Wahllokal 07 im Schwarzenberger Stadtteil Sonnenleithe. Demnach lag es wohl auch an der Menge der Kreuze, die von jedem Wähler gefragt waren. Drei, mitunter vier Wahlzettel - wenn auch Ortschaftsräte zu wählen waren - mussten studiert und auf ihnen die Kreuze verteilt werden. Bis zum Mittag hatten im Wahllokal 07 bereits 300 Frauen und Männer ihre Stimme abgegeben. „Das ist gut ein Drittel derer, die heute in unserem Wahllokal zu erwarten sind“, so Motz. Er hatte aufgrund des großen Andrangs am Vormittag noch zwei zusätzliche Wahlkabinen aufstellen lassen.

„Gut 50 Wähler in einer Stunde haben wir am Vormittag mal gezählt“, sagt Hauptamtsleiterin Jana Busch aus Johanngeorgenstadt, und spricht ebenfalls von „sehr gutem Zuspruch“ und einem friedlichen und geordneten Verlauf der Abstimmung in der Bergstadt. Gleiches bestätigt Ulrike Gräßler, die in Schneeberg die Fäden für die Wahl in Händen hielt. „In manchen Wahllokalen lag die Wahlbeteiligung am Mittag schon bei über 60 Prozent“, sagt sie. Auch wer bis zum Nachmittag gewartet hatte, um wählen zu gehen, kam um längere Wartezeiten nicht herum. Im Wahllokal auf dem Zeller Berg in Aue waren es da bis zu 45 Minuten.

Sonderfall Grünhain-Beierfeld

Auch in Grünhain-Beierfeld war man mit der Wahlbeteiligung zufrieden, sagt Beate Witter, Vorsitzendes des Gemeindewahlausschusses. Und das obwohl die Bürger dieser Stadt am Sonntag nur über die Europa- und Kreistagskandidaten abstimmen durften. Die dortige Kommunalwahl, bei der über die künftige Zusammensetzung des Stadtrats und der beiden Ortschaftsräte entschieden wird, musste aufgrund einer fehlerhaften öffentlichen Wahlbekanntmachung verschoben werden. Sie findet nun am 1. September, zusammen mit der Landtagswahl statt. Demnach können Parteien und Wählervereinigungen, die sich in Grünhain-Beierfeld zur Wahl stellen wollen, bis zum 27. Juni, 18 Uhr ihre Kandidatenvorschläge einreichen und die gegebenenfalls notwendigen Unterstützungsunterschriften organisieren. Über die Zulassung der Wahlvorschläge entscheidet am 2. Juli der Gemeindewahlausschuss.

Stimmauszählung dauert an

Punkt 18 Uhr wurden die Briefkästen an den Rathäusern noch einmal geleert. Danach die Wahlurnen ausgeschüttet. Nur wenige Gäste nehmen an den öffentlichen Auszählungen teil. Landratsamtssprecherin Katja Peter informierte darüber, dass es in den Wahllokalen im gesamten Kreisgebiet zu keinerlei Zwischenfällen gekommen ist. Lediglich im Rathaus Raschau hatte ein Mann am Vormittag versucht, im Wahllokal lautstark zu randalieren. Ihm wurde aber durch eine Mitarbeiterin beherzt die Tür gewiesen, so Hauptamtsleiterin Dana Korb.

Von den ersten Wahlergebnissen, die bis Redaktionsschluss bekannt gegeben wurden, sicherte sich in den fünf ausgezählten Kommunen im Altlandkreis Aue-Schwarzenberg, darunter Bockau und Stützengrün, die CDU die Stimmenmehrheit. (matu)

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