Fan-Übergriffe bei Fußball-Derby zwischen Aue und Dresden

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

Fußballfans zündeten am Dresdner Hauptbahnhof Pyrotechnik und skandierten verfassungsfeindliche Parolen. Bei dem Einsatz wurden auch Bundespolizisten angegriffen.

Auf der Anreise zum Fußball-Derby Aue gegen Dresden am Sonntagmittag haben Fans des FC Erzgebirge Aue verfassungsfeindliche Parolen im Zug nach Dresden skandiert. Auf dem dortigen Hauptbahnhof soll Pyrotechnik gezündet worden sein. Laut Informationen der Bundespolizei wurden die mutmaßlichen Tatverdächtigen identifiziert. 

Bei Ankunft des Zuges gegen 14 Uhr soll ein Aue-Fan eine gefüllte Bierdose in Richtung einer Gruppe Bahnreisender geworfen haben. "Es wurde keine Person getroffen. Der Werfer wurde identifiziert und muss sich wegen versuchter Körperverletzung verantworten", erklärt ein Sprecher der Bundespolizei. 

Auf der Rückreise gegen 18:45 Uhr sollen gewaltbereite Anhänger der SG Dynamo Dresden versucht haben, Fans des FC Erzgebirge Aue anzugreifen, so die Bundespolizei weiter, die nach eigenen Angaben einen Übergriff verhindern konnte. Der Zug von Dresden nach Chemnitz wurde durch Einsatzkräfte begleitet, um ein Aufeinandertreffen der Fanlager zu verhindern. 

Durch Fans der SG Dynamo Dresden sollen im Zug Sachbeschädigungen begangen worden sein. Bei der Identitätsfeststellung kam es zu Solidarisierungen von etwa 50 Personen. "Die Situation wurde zunächst verbal geklärt, dennoch kam es zu einem tätlichen Angriff gegen Bundespolizisten. Diese sind weiterhin dienstfähig", erklärte ein Sprecher.  

Die Bundespolizei Dresden war mit mehr als 200 Beamten im Einsatz. Dabei wurde sie durch Einsatzkräfte der Bundesbereitschaftspolizei aus Bad Düben sowie der Bundespolizeidirektion Pirna unterstützt. (fp)

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.